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SO 250 KuramBio II Blog

Auf zur letzten tiefen Station! // Heading towards the last station!

20.09.2016, 09:27

Russian Version

 

Tagebuch, 19. September, 2016

Ja so schnell vergeht dann doch die Zeit und bereits in einer Woche werden wir wieder festen Boden unter den Füßen haben. Doch noch heißt es noch einmal für alle Teams volle Konzentration für einen Einsatz auf unserer letzten Station. Diese werden wir dann voraussichtlich morgen erreichen, um dann jedes Gerät noch mindestens einmal zu Wasser zu bringen.

Der MUC kommt zurück an Deck. © Torben Riehl
Der MUC kommt zurück an Deck
© Torben Riehl

Das Besondere an dieser letzten Station ist, dass im Moment noch nicht genau feststeht, wo diese genau sein wird. Wir werden nämlich vorher noch mit Hilfe des Fächerecholotes nach einer besonderen Stelle des Kurilen-Kamtschatka Grabens suchen. Der offiziell tiefste Punkt dort, ist immer noch mit einem Wert von 10542m angegeben. Da diese Tiefenangabe noch aus den sechziger Jahren stammt und heutige Publikation dieses stark anzweifeln, dürfte die Neukartierung dieses Bereiches sehr interessant werden. Wir werden dann sehen, ob die tiefste Stelle des Kurilen-Kamtschatka Grabens überhaupt hier im Südwesten liegt und wenn ja, wie tief sie wirklich ist.

Die Proben des MUC werden genommen. Links, Marco Bruhn; rechts, Hyunsu Yoo; vorn, Pedro Martinez. © Torben Riehl
Die Proben des MUC werden genommen. Links, Marco Bruhn; rechts, Hyunsu Yoo; vorn, Pedro Martinez.
© Torben Riehl

Das könnte zum Abschluss, auch grade für mich als Geräteeinsatzleiter des Multicorers (MUC), noch einmal richtig spannend werden. Auf unserer bisherigen Rekordstation dieser Expedition (ca. 9500m Tiefe) war ausgerechnet „mein“ MUC das einzige Großgerät, das leider keine Proben aus der Tiefe an die Oberfläche gebracht hat. Der sehr feste Meeresboden kombiniert mit dem relativ starken Wellengang könnten da die Ursache gewesen sein.  Meine Hoffnung für die letzte Station ist jetzt also nochmal einen MUC von einer neuen Rekord Tiefe von mindestens 9000m zu erfolgreich an Deck zu holen. Also Freunde, drückt uns die Daumen!

geblogged von:
Marco Bruhn
Senckenberg am Meer, Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung,  Wilhelmshaven


 

Daily log, 19. September, 2016

Heading towards the last station!

 

It is unbelievable how time flies by. In one week we are already back ashore. However, at this stage we still need our full concentration for the deployment of the gear at the last station which we will probably reach tomorrow morning. We will then try to deploy all gear one more time.

The MUC comes back on deck. © Torben Riehl
The MUC comes back on deck
© Torben Riehl

This last station is rather special, as we do not yet know where exactly it will be. We decided to start with the mapping of the seafloor with the multibeam echo sounder and then to decide to take the station at one of the deepest area close to area 11 in the Kuril-Kamchatka Trench (KKT). It has been published in the sixties of the last century that the deepest spot should be at a depth of 10.542m. However, more recent publications mistrust this observation. Therefore new mapping is crucial for this area. We will then realize whether the deepest spot of the KKT lies here in the southwest and if so how deep this really is.

Samples are taken from the MUC. Left, Marco Bruhn; right, Hyunsu Yoo; front, Pedro Martinez. © Torben Riehl
Samples are taken from the MUC. Left, Marco Bruhn; right, Hyunsu Yoo; front, Pedro Martinez
© Torben Riehl

This might be another really exciting station in the end, also for me as the multicorer (MUC) squad leader. At our deepest station so far in about 9500 m depth “my” MUC did not bring any samples from the deep sea to the deck. The very dense seafloor combined with the heavy swell might have been the reason why. Therefore I hope that I can deploy the MUC at the last deep station at least once successfully in at least 9000 m depth which would be our new record.
Please friends, cross your fingers for us!

blogged by:
Marco Bruhn
Senckenberg at the Sea, German Center for Marine Biodiversity Research, Wilhelmshaven

 

 




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