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Mongolei-Blog

11.08.2016 - Khorkhog im Kloster Amarbayasgalant

20.09.2016, 14:08

Wir schaffen es nur bis Chutag Undur, ein kleines Dorf am Ende der Sandstraße, da die sandigen Holperwege durch den tagelangen Regen reinste Schlammpisten geworden sind. Unterwegs muss der ein oder andere Steckengebliebene durch unseren 4-wheel-drive gerettet werden. Man hilft sich, wenn man kann.

(c) K. Lammers

Es ist wieder ein langer Fahrtag, aber wie immer entschädigt der wunderschöne Ausblick die Anstrengungen im Kleinbus, ganz gleich wo wir auch hinfahren.

Wir haben bereits den 11.08. und für die Mongolen steht ein besonderes Wochenende an. Das Klostergelände von Amarbayasgalant ist sehr gut besucht, überall sind Zelte und Gers aufgebaut. Wir übernachten hier, Davka und Hata – unsere beiden Fahrer – haben Freunde hier, die wir besuchen und die für uns ein Schaf geschlachtet haben. Es gibt das erste Mal Khorkhog. Khorkhog ist durch heiße Steine gegartes und geräuchertes Fleisch mit ein bisschen Gemüse. Gut gesalzen schmeckt das wirklich sehr gut.

(c) K. Lammers

 Aber was wären wir für Biologen, wenn wir nicht auch jetzt etwas zu Untersuchen und zu Präparieren hätten. Unterwegs findet Lkhagva einen Steppeniltis (Mustela eversmanni), welcher durch ein Auto überfahren am Straßenrand lag. Natürlich haben wir ihn mitgenommen. Margit zeigt uns wie sie ihn präpariert. Da Raubtiere größere Krankheitsüberträger darstellen können, geht sie sehr behutsam mit dem Tier um. Für die Haltbarmachung wird die Steppeniltishaut – im Gegensatz zu den Kleinsäugern – nicht mit Watte ausgestopft, sondern zunächst durch Salz haltbar gemacht. Der Rest muss später erfolgen.

(c) K. Lammers

Wir verbringen einen schönen Abend mit mongolischen und deutschen Volksliedern, welche Margit mit ihrer Geige begleitet. Die Nacht wird kalt, das merkt man deutlich. Lange halte ich es nicht aus; ich verkrieche mich im Schlafsack, im Zelt, neben den Schafen.

Hermann berichtet eisige 4° C am Morgen.

Das Waschen am Fluss wird eine kurze Angelegenheit. Wir lassen uns die Chance nicht nehmen und legen einen kleinen Besuch im Kloster ein. Für mich und Rico ist es das erste Mal, dass wir ein buddhistisches Kloster besuchen. Es ist voller Menschen, die den Gebeten horchen, meditieren und ihre Gaben ablegen.

(c) K. Lammers



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