
Foto 1: Der Multicorer (MUC) bringt die Proben an Deck. © Dimitry Miljutin |
Liebe Sonne, heute möchte ich dir ein paar poetische Worte widmen! Seit den frühen Morgenstunden erfreust du uns mit deinem Strahlen. Der Nebel hat sich gelichtet und die See trägt ein wundervolles, dunkelblaues Kleid mit weißen Kronen. Eine leichte Brise weht, die wenigen Wolken ziehen gemächlich vorbei und der Himmel ist türkisblau. Die Arbeit mit dem Multicorer (MUC) bei Tageslicht ist nicht alltäglich. Normalerweise arbeiten wir nachts. Daher hatten wir heute doppeltes Glück! Vielleicht hat sich schon der ein oder andere gefragt, was genau wir eigentlich mit dem MUC beproben bzw. für welche Tiergruppen wir uns interessieren? |
In erster Linie sind wir an einer breiten Spanne von Meiofauna Organismen interessiert. Im Vordergrund stehen dabei Nematoden und harpacticoide Copepoden. Nematoden sind kleine multizellulare Organismen, die in nahezu jeder Umgebung vorkommen. Mehr als 5000 frei lebende marine Formen sind bekannt. Neben freilebenden gibt es aber auch parasitische Formen. Bei harpacticoiden Copepoden handelt es sich um kleine Krebstiere (Ruderfußkrebse), welche zumeist im und um das Sediment herum vorkommen. Harpacticoida spielen im aquatischen Nahrungsnetz eine wichtige Rolle: Sie sind Primärkonsumenten und dienen als Nahrungsquelle für größere Organismen. |

Foto 2: Das MUC Team. © Angelika Brandt
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Um nochmal auf die herrliche Sonne und die tief blauen Wellen zurückzukommen (ich persönlich bin ein absoluter Sonnenanbeter): Viele (wenn nicht sogar die meisten) Menschen teilen diese Faszination. Ich als marine Biologin habe natürlich in zweierlei Punkten meine Erfüllung gefunden: wunderschöne, faszinierende und zum Teil ganz neue Organismen zu erforschen, welche aus den Tiefen des Meeres stammen und die Faszination für das Meer selbst.
Christina Schmidt, DZMB Wilhelmshaven, Senckenberg
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