Mein Nachmittag war dann der Büroarbeit gewidmet, wie z. B. logistischen Vorbereitungen für die Rückkehr nach Busan, dem Entwurf einer Vorlage für den Fahrtbericht sowie dem Sortieren der Proben des Supranetzes des EBS. Eine kleine Mütze Schlaf nach dem Abendessen muss dann ausreichen, um neue Energie für die nächste lange Nachtschicht von sieben Stunden zu laden. Um den EBS in ca. 5000 m Wassertiefe einzusetzen müssen wir 7500 m Tiefseekabel ausstecken, dieses muss sehr langsam erfolgen, damit der Draht mit seinem Gewicht (ca. 1 Tonne pro 1 km Kabel) den EBS (ca. 600 kg) in der Wassersäule nicht überholt und wir dann riskieren keine Probe an Deck zu bekommen. Ein Vorteil bei den Nachtschichten mit dem EBS ist, dass nur eine Wachperson aufpassen muss, dass das Gerät am Boden glatt läuft, die anderen Wissenschaftler können schlafen und werden erst wieder an Deck gebraucht wenn der EBS nach dem Frühstück zurück kommt. Nächste Nacht gehört das FS Sonne mir! Angelika Brandt, Zoologisches Museum, Universität Hamburg |

Foto 3: Nastia siebt eine Sedimentprobe nach der Sicherheitsübung. © Angelika Brandt |