
Bild: Der weite Ozean. ©Karin Pointner |
Neben der sich an den einzelnen Stationen (heute: Station 7) wiederholenden Arbeit mit den unterschiedlichen Probenahmegeräten, bietet diese Forschungsreise auch spannende Momente der etwas anderen Art:
Neulich während einer der unzähligen Nachtschichten ist einigen von uns etwas sehr seltsames aufgefallen – ein Suchscheinwerfer, nur ca. 100 m vom Schiff entfernt! Besorgt machten sie sich auf den Weg zur Brücke, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch auf dem Radar war nichts zu erkennen – wir sind allein auf diesem Ozean (Bild). |
Erst durch den fachkundigen Blick von einem unserer seeerfahrendesten Wissenschaftler durch eines der Bullaugen löst sich das Rätsel – es war kein Scheinwerfer, der suchend über das Meer pendelt, sondern der Mond. Offensichtlich haben wir schon lange keinen Mond mehr gesehen, wahrscheinlich wegen des Nebels, hinzu kommt die Tatsache, dass wir uns wohl schon so an das ständige Schaukeln gewöhnt haben, dass der Mond schwankt und nicht wir.
Die etwa 30 Grindwale, die gestern gesichtet wurden, waren allerdings keine optische Täuschung – sie zogen so nah am Schiff vorbei, dass man sich am liebsten in die Fluten stürzen wollteoder zumindest die Hand austrecken, um sie zu berühren. Leider wurde uns nicht erlaubt, ein Stück mit ihnen mit zu schwimmen. Schade, aber vielleicht in einem anderen, unbeobachteten Moment?
Jana Packmor und Karin Pointner, Senckenberg am Meer,
Deutsches Zentrum für marine Biodiversitätsforschung, Wilhelmshaven
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