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FS Sonne - KuramBio

Mittwoch, 05. September 2012 - 47.Expeditionstag

04.10.2012, 22:29

Nach einer ruhigen Nacht, in der jeder ein wenig Entspannung finden konnte, ist das Tagesgeschäft heute mit dem Packen und Reinigen der Labore verplant. Der Großteil der praktischen Arbeit des Packens des Expeditionsgutes erfolgte unter der Verantwortung von Nils Brenke. Nils hat sehr viel Erfahrung mit der kniffligen Aufgabe Geräte und Kisten in Container zu verstauen und er passt sehr gut auf die Sicherheit seiner Mitarbeiter auf: „Bitte ziehe Deine Sicherheitsschuhe an - sagt er immer wieder!“ In der Tat, das Hantieren mit den schweren Boxen oder das Arbeiten mit schwingenden Geräten ist eine gefährliche Arbeit an Bord. Daher wurde das Schiff auf dem Weg nach Busan für das Packen kurz aufgestoppt, was aber auch die Effizienz gesteigert hat. Das Packteam hat seine Arbeit in einer guten Stunde bewältigt, viel schneller als erwartet (Foto 1).

Foto 1. Der Containere ist geöffnet und fast voll mit Geräten. © Franck Lejzerowicz

Foto 1. Der Containere ist geöffnet und fast voll mit Geräten. © Franck Lejzerowicz

 

 

Foto 2. Die letzte Gelegenheit ein Foto von FS Sonne vom Meer aus zu machen. © Franck Lejzerowicz

Foto 2. Die letzte Gelegenheit ein Foto von FS Sonne vom Meer aus zu machen. © Franck Lejzerowicz

Zu unserem großen Vergnügen wurde das Schlauchboot noch einmal eingesetzt, um eine Boje aufzunehmen und einige Wissenschaftler konnten noch einmal im Japanischen Meer durchgeschüttelt werden während das FS Sonne noch stoppte.  Das war die letzte Gelegenheit noch ein Foto der 43 Jahre alten Dame zu machen (Foto 2). Der Tag ist sehr schön und jeder verdient einen netten Nachmittag und stressfreien Abend bevor morgen die letzte Aufgabe anfällt. Diejenigen, die Ihren Fahrtbericht noch nicht fertiggestellt haben, müssen das morgen tun wie auch ihr privates Gepäck zu packen. Für mich hört sich das nach einem erschreckenden Tag an, ich muss meine persönlichen Sachen zusammensuchen, mich daran erinnern, dass wir nun wieder Geld benötigen, was auf See überflüssig ist. Aber ich weiß, dass ich mich wieder an das Stadtleben gewöhnen werde.

Dieser Absatz stellt meinen letzten Beitrag zu dem Bordtagebuch dieser Expedition dar. Ich hoffe, dass unsere Beiträge dieser unglaublichen wissenschaftlichen Expedition in solch eine aufregende geographische Region interessant, aufrichtig und lustig genug für die Leser waren. Ich hoffe auch, dass die vielen Proben, die wir aus dem Kurilen Kamchatka Graben mitbringen viele überraschende, wissenschaftlich neue Ergebnisse bringen, die uns unserem geliebten Ozean näher bringen werden. Ich würde jetzt sehr gern noch ein paar weitere Seiten schreiben, aber ich bin verantwortlich für das Genetiklabor, es gibt kein Entkommen: Ich muss jetzt gehen und dass Labor putzen!

Franck Lejzerowicz, Universität Genf, Abteilung für Genetik und Evolution.



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