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#Kenia2015-Blog

Reisebericht von Thorsten Rumpf // Blog by Thorsten Rumpf

29.07.2015, 09:47

Mein Name ist Thorsten Rumpf, ich bin 23 Jahre alt und studiere „Ökologie und Evolution“ an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.  Ein Interessensgebiet von mir war schon immer die Entstehung und Entwicklung der Tiere auf unserem Planeten, vor allem die unglaubliche Vielfalt, die sich im Laufe der Zeit immer und immer wieder beobachten lässt.

Im Modul „Paläobiologie der Wirbeltiere“, das in Kooperation von der Goethe-Universität und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung durchgeführt wird, entstand glücklicherweise der Kontakt zu diesem Forschungsgebiet und dem Ausgrabungsleiter Dr. Lehmann. Als ich von der Möglichkeit erfuhr an der Ausgrabung teilzunehmen, war ich sofort davon begeistert, mein erworbenes Wissen anwenden und vertiefen zu können. Gleichzeitig reizte mich das Abenteuer, Afrika und die Aussicht Wissenschaftler aus aller Welt und ihre diversen Forschungsgebiete kennen zu lernen. So entschloss ich mich dazu, mich für die Ausgrabung zu bewerben, trotz einiger Bedenken bezüglich der Risiken aufgrund der angespannten politischen Situation in Kenia.

Mittlerweile sind drei Wochen vergangen und ich bin sehr glücklich hier zu sein. Das Zusammenleben funktioniert top, alles läuft sehr harmonisch, man fühlt sich wohl und aufgenommen. Und auch wenn die Arbeit im Feld sehr kräftezehrend ist, bei starker Sonne, schwer begehbarem Terrain, reißenden Hosen oder man drei Tage am Stück damit verbringt, die Überreste einer riesigen Schildkröte irgendwie mit Hammer und Gips aus dem Boden zu bekommen, freue ich mich auf die noch verbleibende Woche im Feld und die Zeit danach im Museum von Nairobi.

Schildkröte. Foto: Bill Lukens
Schildkröte mit Joshua Siembo, Thomas Lehmann und Thorsten Rumpf
Foto: (c) Bill Lukens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Funde sind klasse und zahlreich und durch das gemeinsame Bestimmen der Funde am Abend bei Tee und Gebäck mit Thomas wächst das Verständnis über die miozäne Fauna in Ostafrika und die Anatomie dieser Tiere. Die Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung sind sehr prägend, mit all den vielen positiven, aber auch negativen Facetten. Somit bietet diese Forschungsreise nicht nur einen Wissenszuwachs auf Fachebene oder das Zusammenarbeiten mit tollen Menschen, sondern fördert auch meine persönliche Entwicklung.

Schildkröte in Gips. Foto: Bill Lukens
Schildkröte in Gips mit Cliff Ochieng und Thorsten Rumpf
Foto: (c) Bill Lukens

Zu den Sponsoren und Förderern der Forschungsreise gehören neben Globetrotter, Land Rover und der Schack-Stiftung auch die Freunde und Förderer der Goethe-Universität Frankfurt.

Hier bloggt:
Thorsten Rumpf
Student an der Goethe Universität Frankfurt

 


 

My name is Thorsten Rumpf, I am 23 years old and I study “ecology and evolution” at the Goethe University in Frankfurt am Main.  I have always been interested in the origin and development of the animals on our planet, particularly the incredible diversity that reveals itself again and again over the course of time.

Fortunately, the module “Vertebrate Paleobiology,” conducted in cooperation between the Goethe University and the Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, offered a chance to make contact to this research area and to the excavation leader, Dr. Lehmann. When I heard about the opportunity to join the dig, I was immediately thrilled to be able to apply and deepen my recently gained knowledge. At the same time, I was intrigued by the adventure of Africa and the prospect of meeting scientists from all over the world and learning about their various research areas. Therefore, I decided to apply for the dig, even though I had some reservations due to the risks connected with the tense political situation in Kenya.

Meanwhile, three weeks have passed and I am very happy to be here. The communal living works out splendidly, the days run very smoothly, and we all feel comfortable and accepted. And even though the field work is very exhausting - under the blazing sun, in tough-to-navigate terrain and with torn pants – and we may spend three days trying to somehow extract the remains of a giant tortoise from the soil, using a hammer and plaster, I still look forward to the remaining week in the field and the subsequent time at the museum in Nairobi.

Tortoise. Photo: Bill Lukens
Tortoise with Joshua Siembo, Thomas Lehmann and Thorsten Rumpf
Photo: (c) Bill Lukens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Our fossil finds are awesome and numerous, and the joint identification sessions with Thomas in the evening over tea and pastries increase our understanding of the Miocene fauna in East Africa and the anatomy of these animals. The encounters with the local population leave a deep mark, with many positive as well as negative facets. Thus, this expedition not only leads to an increase of technical knowledge and the collaboration with great people, but it also furthers my personal growth.

Tortoise in plaster. Photo: Bill Lukens
Tortoise in plaster with Cliff Ochieng and Thorsten Rumpf
Foto: (c) Bill Lukens

The expedition is supported by Globetrotter, Land Rover, Schack-Stiftung and Freunde und Förderer der Goethe-Universität Frankfurt.

The blogger:
Thorsten Rumpf
Student at the Goethe University in Frankfurt am Main

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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