Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Presse

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29.09.2017 - Faszination Vielfalt

Rund 40 Millionen Objekte aus 200 Jahren Forschungsgeschichte umfassen die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – einen Teil dieser Sammlungen zeigt die neue Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Auf 15 Metern Länge und 4 Metern Höhe präsentiert die Jubiläumsausstellung 1.138 biologische und geologische Objekte in einer riesigen Wandvitrine: vom winzigen Käfer über faszinierende Fossilien, schillernde Vögel und glitzernde Minerale bis hin zum stattlichen Okapi-Bullen. Hier begegnen sich dicht an dicht Tiere, Fossilien und Pflanzen aus unterschiedlichen Lebensräumen und Zeitscheiben. Ergänzend zu dieser Inszenierung können Besucher an zwei digitalen Stationen nähere Informationen zu den Objekten aufrufen und so mehr über die „Geobiodiversitätsforschung“ bei Senckenberg erfahren. An einem „Spieltisch“ können die Ausstellungsgäste mit- oder gegeneinander Fragen zu den Wandobjekten beantworten.

Seit der Gründung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung 1817 ist viel geschehen: Senckenberg-Wissenschaftlerinnen und  
-Wissenschaftler erforschen heute weltweit die gesamte Vielfalt der unbelebten und belebten Natur, um die Erde als Ganzes zu verstehen. Dafür sammeln und bewahren sie seit über 200 Jahren biologische und geologische Objekte. „Es war uns ein Anliegen, im Jubiläumsjahr eine Ausstellung zu zeigen, die unsere Besucher mit der Schönheit und der Vielfalt der Natur fasziniert. Zugleich illustrieren wir damit die zentrale Herausforderung der Naturforschung, nicht nur die einzelnen Objekte zu verstehen, sondern Zusammenhänge zu erkennen und die Vielfalt in ihrer Bedeutung für den Menschen zu begreifen“, erklärt Senckenberg-Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger. „Unser Forschungsziel ist es, die Natur in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen, um sie zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Die wissenschaftlichen Sammlungen bilden dabei die elementare Grundlage unserer Forschung.“

„Senckenberg betrachtet die Wechselwirkung von belebter und unbelebter Natur im System Erde – in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, ergänzt Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums. Als Beispiel aus der Geobiodiversitätsforschung nennt sie ein Objekt aus der Wand – den Doppelhornvogel: „Er ist nicht nur schön, sondern spielt als Samenausbreiter und Gärtner des Waldes eine wichtige Rolle für das Funktionieren seines Ökosystems“. Böhning-Gaese freut sich, dass „diese Ausstellung Besuchern und Wissenschaftlern eine ausgezeichnete Möglichkeit bietet, durch die Objekte über die Forschung miteinander ins Gespräch zu kommen“.

Dr. Thorolf Müller, Kurator der Ausstellung, hat für die Ausstattung der Wandvitrine eng mit den Kuratoren der Senckenberg-Sammlungen an elf Standorten zusammengearbeitet. Jedes Institut hat Objekte zur Ausstellung beigetragen – vom springenden Tiger aus Dresden, über die Gottesanbeterin aus Müncheberg, Manganknollen aus Wilhelmshaven, einen Faustkeil aus Tübingen bis hin zur Strandgras-Nelke aus Görlitz. „Die Objekte bestechen zunächst einmal durch ihren enormen Schauwert“, beschreibt Müller die Ausstellung. „Wir haben uns entschieden, sie weder systematisch zu sortieren noch Beschriftungen einzusetzen. Stattdessen haben wir eine zweite, digitale Ebene eingerichtet, die es dem Betrachter ermöglicht, tiefer in die Thematik einzusteigen und mehr über die einzelnen Objekte, ihre Vernetzungen untereinander und über die Forschung dahinter zu erfahren“, erklärt Müller das Konzept der Ausstellung.

Hierfür hat Sebastian Oschatz mit seinem Team der Firma MESO Digital Interiors zwei digitale Stationen entwickelt, die Ausstellungsbesuchern einen zusätzlichen ästhetischen Einstieg über großformatige Fotos sowie eine Ebene mit einordnenden Informationen zu den Objekten bieten. Auf Monitoren können sie gezielt Objekte aus der Wand ansteuern und Hintergrundinformationen und Zusammenhänge erfahren. Das Wechselspiel zwischen Originalexponaten, speziell für die Ausstellung angefertigten Fotos und kompakt präsentierten Informationen schafft einen vielfältigen Raum für Such- und Erkundungsspiele. Zusätzlich gibt es eine Spielstation im Ausstellungsbereich mit einem Quizspiel auf einer digitalen Landkarte. Familien und Gruppen aus Kindern und Jugendlichen können hier Forschungsaufträge wählen und ihr Wissen über die Exponate der Biodiversitätswand testen und erweitern.

„Faszination Vielfalt“ kann nur in Verbindung mit der Dauerausstellung besichtigt werden. Kombitickets: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder und Jugendliche (6 - 15 Jahre) sowie 25 Euro für Familien
(2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder).

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Kontakt

Dr. Thorolf Müller
Projektleiter für Sonderausstellungen
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1552
thorolf.mueller@senckenberg.de

Anna Lena Schnettler
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069-7542 1561
pressestelle@senckenberg.de

Faszination Vielfalt Pressetermin
Senckenberg-Generaldirektor
Volker Mosbrugger,
Direktoriumsmitglied Katrin
Böhning-Gaese, Kurator Thorolf
Müller und Sebastian Oschatz von
der Firma Meso (v.l.n.r.) vor der
Geobiodiversitätswand.
© Senckenberg/Tränkner

Wand
„Faszination Vielfalt“ – 1.138 geologische
und biologische Objekte zählt die neue Sonderausstellung im Senckenberg
Naturmusem Frankfurt.

Tiger
Wildschweinfrischling (SuS scrofa) und
Tiger (Panthera tigris) treffen in der
Ausstellung aufeinander.

Chamaeleon
Diamantfasan (Chrysolophus amherstiae) und Parsons Chamäleon (Calumma parsonii) sind Nachbarn in der Wandvitrine.

Alle Fotos: Senckenberg/Tränkner

Bildmaterial finden Sie unter www.senckenberg.de/presse

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

200 Jahre Senckenberg! 2017 ist Jubiläumsjahr bei Senckenberg – die 1817 gegründete Gesellschaft forscht seit 200 Jahren mit Neugier, Leidenschaft und Engagement für die Natur. Seine 200-jährige Erfolgsgeschichte feiert Senckenberg mit einem bunten Programm, das aus vielen Veranstaltungen, eigens erstellten Ausstellungen und einem großen Museumsfest im Herbst besteht. Natürlich werden auch die aktuelle Forschung und zukünftige Projekte präsentiert. Mehr Infos unter: www.200jahresenckenberg.de.

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

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