Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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28.03.2017 - Charlys Gehirn kommt ins Museum

Frankfurt/Bad Soden, den 28.03.2017. Rekordbundes-ligaspieler und Leiter der Eintracht Frankfurt Fußballschule Karl-Heinz „Charly“ Körbel hat sich heute im Krankenhaus Bad Soden ins MRT gelegt, um sein Gehirn für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung scannen zu lassen. Der Scan dient als Grundlage für das begehbare Gehirn – das Highlightexponat im Bereich „Mensch“ des neuen Senckenberg Naturmuseums, den die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit 1 Million Euro fördert. Im vergangenen Sommer hatte Körbel sich im Online-Voting „Wessen Gehirn kommt ins neue Museum“ klar gegen Albert Einstein, Affenforscherin Jane Goodall und einen unbekannten Senckenberg-Fan durchgesetzt.

Charly Körbel mit einem Modell des begehbaren Gehirns.  © Senckenberg/Tränkner
Charly Körbel mit einem Modell des
begehbaren Gehirns.
© Senckenberg/Tränkner

50-mal größer als in der Realität und zu Fuß erkundbar – das begehbare Gehirn im neuen Senckenberg Naturmuseum soll faszinieren und über den „Mensch als System“ informieren. Die zukünftigen Besucher werden aber nicht durch irgendein anonymes Denkorgan flanieren: In einem Online-Voting im vergangenen Sommer haben über 2300 Teilnehmer entschieden, dass Karl-Heinz „Charly“ Körbel für das Exponat Modell stehen soll. „Ich empfinde die Wahl als große Ehre – das wird schon etwas ganz Besonderes durch das eigene Gehirn laufen zu können!“, freut sich Karl-Heinz Körbel, Eintracht-Legende und Leiter der Eintracht Frankfurt Fußballschule.

Um sein Gehirn scannen zu lassen legte sich der Bundeliga-Rekordspieler heute in Bad Soden in einen Magnetresonanztomographen (MRT) der Kliniken des Main-Taunus-Kreises. „Aus den Scans wird dann ein kleines Modell im 3D-Drucker angefertigt, welches dann wiederum als Vorlage für das XXL-Modell dienen wird“, erläutert Dr. Martin Čepek, Leiter Stab Zentrale Museumsentwicklung, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und fährt fort: „Das begehbare Gehirn wird unser Highlightexponat im Bereich Mensch des Neuen Museums.“

Von links nach rechts: Dr. Martin Čepek, Prof. Dr. Michael Madeja, Karl-Heinz Körbel und Dr. Tobias Kaltenbach.  © Senckenberg/Tränkner
Von links nach rechts: Dr. Martin Čepek,
Prof. Dr. Michael Madeja, Karl-Heinz Körbel
und Dr. Tobias Kaltenbach.
© Senckenberg/Tränkner

 Mit 602 Spielen hält Körbel den Rekord als Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen. Seine größten Erfolge sind der UEFA-Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt im Jahr 1980 sowie vier DFB-Pokalsiege.

Dabei musste er mit Köpfchen spielen: Hirnforscher fanden heraus, dass Fußballspielen dem Gehirn mehr abverlangt als beispielsweise Schach. „Fußballer müssen bei relativ hohen Geschwindigkeiten und in Bruchteilen von Sekunden nicht nur ihre eigenen Bewegungen steuern, sondern auch die Positionen ihrer Teamkollegen und Gegner berücksichtigen und im dreidimensionalen Raum Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Balles berechnen – eine Leistung des Gehirns, die kein noch so großer Computer schafft“, ergänzt Prof. Dr. Michael Madeja, Neurowissenschaftler und Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

„Schön, dass Charly Körbel und Senckenberg uns den medizinischen Teil des Projekts anvertraut haben“, freut sich der Geschäftsführer der Kliniken des Main-Taunus-Kreises Dr. Tobias Kaltenbach. Die Kliniken sind medizinischer Partner vieler Sportler.

So soll das begehbare Gehirn im neuen Senckenberg aussehen – heute wurde die Grundlage für das Modell geschaffen. © Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar
So soll das begehbare Gehirn im neuen
Senckenberg aussehen – heute wurde die
Grundlage für das Modell geschaffen.
© Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander
Grychtolik/Foto: U. Dettmar

Im Rahmen des "Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum" wird die Grundfläche des Frankfurter Naturmuseums bis 2020 fast verdoppelt. Dabei entstehen auch die vier neuen Ausstellungsbereiche Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Im Bereich „Mensch“ fördert die Gemeinnützige Hertie-Stiftung einen Ausstellungsteil zum Thema „Mensch als System“ mit 1 Million Euro, dieser wird gemeinsam mit Senckenberg inhaltlich konzipiert und umgesetzt. Für die große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die Fundraising-Kampagne unter dem Slogan "Die Welt baut ihr Museum" gesammelt wird. Mehr unter: www.die-welt-baut-ihr-museum.de .

 

 

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Dr. Martin Cepek
Stab Zentrale Museumsentwicklung
Tel. 069- 7542 1460
Martin.cepek@senckenberg.de

 Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 200 Jahre Senckenberg! 2017 ist Jubiläumsjahr bei Senckenberg – die 1817 gegründete Gesellschaft forscht seit 200 Jahren mit Neugier, Leidenschaft und Engagement für die Natur. Seine 200-jährige Erfolgsgeschichte feiert Senckenberg mit einem bunten Programm, das aus vielen Veranstaltungen, eigens erstellten Ausstellungen und einem großen Museumsfest im Herbst besteht. Natürlich werden auch die aktuelle Forschung und zukünftige Projekte präsentiert. Mehr Infos unter: www.200jahresenckenberg.de.


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