Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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19.01.2017 - "Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden"

Neue Sonderausstellung im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt, 2. OG, Wolfgang-Steubing-Saal
20. Januar bis 13. August 2017

Bild: Pöppelmann
Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden
Bild: Bernd Pöppelmann

Frankfurt, den 19.01.2017. Böden sind echte Multitalente: Sie ermöglichen Pflanzenwachstum, filtern Schadstoffe aus dem Wasser und bieten verschiedensten Organismen einen Lebensraum. Die Sonderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“ gibt vom 20. Januar bis zum 13. August 2017 spannende Einblicke in die verborgene Welt unter unseren Füßen. In vier thematischen Kammern werden Informationen über die Vielfalt des Lebens im Boden, seine Funktion und Entstehung anschaulich präsentiert. Zudem sind die Nutzung von Böden durch den Menschen und der dabei verursachte Schaden ein zentrales Thema. Zahlreiche interaktive Ausstellungsstücke stellen verschiedene Bodenbewohner und Bodentypen vor und verraten, was jeder Einzelne für den Bodenschutz tun kann.

Bild: Senckenberg Paczos
Tatort Boden: Eine Raubmilbe im 500fach
vergrößerten Modell überwältigt einen Springschwanz
Foto: Senckenberg, Andrzej Paczos

Was lebt im Boden, welche Abbauprozesse laufen dort ab und was hat das alles mit uns Menschen zu tun? Mehr als man denkt, denn Böden bilden einen Teil unserer Lebensgrundlage: Im Boden versteckte Lebewesen zersetzen organisches Material und machen es für Pflanzen in Form von Nährstoffen verfügbar. Dadurch entsteht fruchtbarer Boden. Doch der Mensch zerstört jährlich große Mengen dieser kostbaren Ressource durch Pestizideinsatz, Erosion, Versiegelung und Bodenverdichtung.

Bild. Senckenberg, Gitschmann
Pelzige Bodenbewohner: Zu Besuch bei Maulwurf und Co.
Foto: Senckenberg. Jacqueline, Gitschmann

Die neue Ausstellung im Senckenberg Naturmuseum veranschaulicht mit interaktiven Stationen, Animationen, Kurzfilmen und Infotafeln alles Wissenswerte rund ums Erdreich. Gleich zu Beginn der Entdeckungstour erwartet die Besucherinnen und Besucher eine eindrucksvolle Verwandlung: Sie werden auf die Größe einer Landassel geschrumpft. Dieser – selbstverständlich reversible – Prozess ermöglicht es, das Höhlen- und Spaltensystem des Bodens zu erkunden. Gleichzeitig macht der Skalensprung winzig kleine Bodenbewohner sichtbar, die durch um das Tausendfache vergrößerte Modelle vorgestellt werden. Mit maximal vier Millimetern Länge ist der Dunkelbraune Kugelspringer in der Natur leicht zu übersehen. In der Vergrößerung sind sogar die schütteren, langen Haare auf dem runden Körper des Insekts sichtbar, das sich bei Gefahr mit einem gewaltigen Sprung in Sicherheit katapultieren kann. In einer spektakulären Szene wird der Boden zum Tatort: Eine Raubmilbe umklammert mit ihren langen Beinen einen Springschwanz, um ihn auszusaugen – im 500fach vergrößerten Modell.

 Foto: Senckenberg, Gitschmann
Selber ausprobieren, was Bodentiere leisten:
Sie zersetzen Äste und Laub zu fruchtbarem Humus
Foto: Senckenberg. Jacqueline. Gitschmann

Kleine Entdeckerinnen und Entdecker tauchen mit Texten und Mitmachangeboten auf Kinderebene, die durch die ganze Ausstellung führen, in das Erdreich ein. Wer zum Beispiel selbst einmal am Zersetzungsprozess mitwirken möchte, kann ausprobieren, wie Bodentiere mit ihren Mundwerkzeugen Holz und Blätter zerkleinern. Bodeninsekten wie Klara Kugelspringer und die maulende Milbe erklären den Kleinen, mit welchen durch den Menschen verursachten Schwierigkeiten sie in ihrem Lebensraum zu kämpfen haben.

Foto Senckenberg, Gitschmann
Bodenquiz in der Kammer der Krümel
Foto: Senckenberg. Jacqueline. Gitschmann

Inhaltlich ist die Ausstellung in vier verschiedene Bereiche gegliedert: In der „Kammer des Lebens“ lernen Besucher zunächst die Vielfalt der Bodenorganismen und deren Lebensweise kennen. Die „Kammer der Krümel“ widmet sich den verschiedenen Bodentypen, ihren Eigenschaften und ihrer Entstehung. Aktuelle Beispiele aus der Bodenforschung bei Senckenberg präsentiert die „Kammer des Wissens“. Da die Erforschung des Erdreichs Voraussetzung für einen effektiven Bodenschutz ist, leitet sie über zu der „Kammer des Schreckens“. Dort wird die Zerstörung von Böden durch den Menschen thematisiert. Der „Gang der Visionäre“ bietet abschließend Anlass zu Optimismus: Vom Ökobauern bis zum urbanen Naturschützer werden Menschen vorgestellt, die sich für den Schutz von Böden engagieren. Tipps, wie das eigene Verhalten einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Böden leisten kann, runden die Ausstellung ab.

Die vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz konzipierte Ausstellung wurde anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Jahr 2017 erweitert. Nach Stationen unter anderem im EU-Parlament in Brüssel ist die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Ausstellung nun im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt zu sehen.

"Die dünne Haut der Erde - Unsere Böden" kann nur in Verbindung mit der Dauerausstellung besichtigt werden. Kombiticket „Dünne Haut der Erde“: 9 Euro für Erwachsene, 4,50 Euro für Kinder und Jugendliche (6 - 15 Jahre) sowie 23 Euro für Familien (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder).

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Kontakt

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Sonnenstr. 6/7
02826 Görlitz
Tel. 03581-4760-5100

Dr. Alexandra Donecker
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
adonecker@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

200 Jahre Senckenberg! 2017 ist Jubiläumsjahr bei Senckenberg – die 1817 gegründete Gesellschaft forscht seit 200 Jahren mit Neugier, Leidenschaft und Engagement für die Natur. Seine 200-jährige Erfolgsgeschichte feiert Senckenberg mit einem bunten Programm, das aus vielen Veranstaltungen, eigens erstellten Ausstellungen und einem großen Museumsfest im Herbst besteht. Natürlich werden auch die aktuelle Forschung und zukünftige Projekte präsentiert. Mehr Infos unter: www.200jahresenckenberg.de.

Pressekontakt

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Tel.: 069 7542-1580

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Tel.: 069 7542-1434
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Tel.: 069 7542-1561
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Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

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