Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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13.04.2018 - Ohne Flechten und Moos nix los!

Frankfurt am Main, den 16.4.2018. Vom 20. Bis 22. April tagen Moos- und Flechtenkundler aus dem mitteleuropäischen Raum im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt und feiern das 50. Jubiläum ihrer Fachgesellschaft. Das Besondere daran: Die Meisten der in der Fachgesellschaft engagierten Personen sind BürgerwissenschaftlerInnen, die Moose und Flechten sowie deren Erforschung zu ihrem Hobby gemacht haben. Zur Tagung mit Vorträgen rund um den Wandel der europäischen Moos- und Flechtenlandschaft in den letzten fünfzig Jahren ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Gewöhnliche Mauerflechte
Die gewöhnliche Mauerflechte (Protoparmeliopsis muralis)
wächst auf wenig genutztem Stein und Asphalt sowie auf
Dächern und Mauerkronen, schädigt diesen Untergrund
aber entgegen landläufiger Meinung nicht. Foto: Christian Printzen

Wenn die „Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa“ am 20. April im Senckenberg Naturmuseum ihren 50. Geburtstag feiert, feiert sie damit auch etwas viel Älteres, denn Moose und Flechten besiedeln bereits seit Millionen von Jahren die Erde. Die vergleichsweise kleinen und teilweise unscheinbaren Organismen trotzen Kälte und Hitze, binden große Mengen an Kohlenstoff und sind gefragte Bioindikatoren.

Die Begeisterung für die Vielfalt dieser Superorganismen verbindet berufliche und Amateur-ForscherInnen und -Forscher in der „Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa“. Hier leben die zahlreichen Amateur-Moos- und Flechtenkundler bereits seit fünfzig Jahren das vor, was heute unter dem Stichwort „Citizen Science“ Trend ist und geben ihre Erkenntnisse an die Wissenschaft weiter.

„Bei Flechten und Moosen gibt es wenig Berührungsängste zwischen Amateuren und Akademikern. Die Amateure kennen die Moose und Flechten in ihrer Umgebung sehr genau und sind in der Regel unschlagbar, wenn es um das Auffinden seltener und unbekannter Arten geht“, betont Dr. Christian Printzen, Leiter der Sektion Kryptogamen am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt.

Beim diesjährigen Jubiläumssymposium, das von der Fachgesellschaft und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ausgerichtet wird, geht es dementsprechend sowohl um regionale Themen wie die Moosflora von Filderstadt als auch um wissenschaftliche Erkenntnisse zur Stammesgeschichte der Flechten bis hin zur Vorstellung von Schutzmaßnahmen, denn auch Superorganismen sind heutzutage gefährdet.

Veranstaltung:
Europas Kryptogamenflora im Wandel –  50 Jahre Erforschung und Schutz von Moosen und Flechten in Mitteleuropa Verschiedene Öffentliche Vorträge, Detailliertes Programm unter https://tinyurl.com/BLAM50Senckenberg

Datum:
Freitag 20. April 2018, 14 bis 18 Uhr und Samstag  21. April, 9 bis 16.30 h

Ort:
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Hörsaal Arthur-von-Weinberg-Haus | Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

 

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Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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