Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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12.02.2018 - Nachhaltige Entwicklung - auch eine Frage der richtigen Chemie

Frankfurt, 12.02.2018. In seinem Vortrag am 14.2. im Senckenberg Forschungsinstitut zeigt Prof. Dr. Klaus Kümmerer von der Leuphana Universität Lüneburg anhand aktueller Beispiele, welche Chancen und Perspektiven eine nachhaltige Chemie bietet. Die Präsentation ist der vorletzte Programmpunkt der Senckenberg-Vortragsreihe „Die Zukunft hat schon begonnen“.

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Neue Chemikalien und Medikamente:
Weniger schädlich durch neues Moleküldesign
© Klaus Kümmerer

Künftig sollen chemische Stoffe, wie beispielsweise Arzneimittel, nach ihrem Eintrag in die aquatische Umwelt schnell und vollständig abbaubar sein – eine von vielen Ideen aus der nachhaltigen Chemie. Viel stärker als heute sollen alle Nachhaltigkeitsaspekte entlang des  gesamten Lebenswegs einer Chemikalie betrachtet werden; vorab ist zu prüfen, ob Chemie zum Erreichen einer bestimmten Wirkung oder Funktion überhaupt notwendig ist. Ziel der nachhaltigen Chemie ist es, vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutz mit einer innovativen ökonomischen Strategie zu verbinden, die gleichzeitig zu mehr Beschäftigung führt. Ohne eine nachhaltige Chemie können viele Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen nicht erreicht werden; gleichzeitig können die Beiträge der Chemie auch ihre Schattenseiten haben.
Der neue Ansatz erfordert auch ein neues Selbstverständnis der Chemikerinnen und Chemiker und eine intensivere Zusammenarbeit aller, die an der Erforschung, Herstellung und Nutzung chemischer Produkte beteiligt sind. Damit ergeben sich jedoch auch Chancen, z.B. für neue Stoffe und Materialien, ihre Konzeption und Verwendung, aber auch neue Geschäftsmodelle.

Für Klaus Kümmerer, Professor für Nachhaltige Chemie und Stoffliche Ressourcen an der Leuphana Universität Lüneburg, darf eine zukunftsfähige Chemie nicht nur die Funktionalität von Produkten in den Fokus nehmen, sondern muss bereits bei der Entwicklung auch deren „Lebensende“ nach der Nutzung und Alternativen im Blick haben.

Vortrag: Nachhaltige Entwicklung – auch eine Frage der richtigen Chemie
Referent: Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Leuphana Universität Lüneburg
Datum: Mittwoch, 14. Februar 2018, 19:00 Uhr
Ort: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Arthur-von-Weinberg-Haus | Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Vortragsreihe „Die Zukunft hat schon begonnen“ beschäftigt sich mit den künftigen Möglichkeiten und Spielräumen des Menschen auf der Erde, die nicht zuletzt durch Forschung ermöglicht werden. In dieser Reihe stellen namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus renommierten Institutionen ihre Forschung zu aktuell drängenden Fragen vor und geben einen Überblick über in der Wissenschaft entwickelte Ideen, Utopien und Lösungen, die uns heute noch futuristisch erscheinen mögen, deren Umsetzung aber vielleicht bald keine Zukunftsmusik mehr ist.
Die Vortragsreihe wird in Kooperation mit der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, der Leibniz-Gemeinschaft und der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) veranstaltet. Mehr unter: www.senckenberg.de/zukunft

In den kommenden Jahren erweitert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ihr Naturmuseum in Frankfurt von 6.000 auf 10.000 Quadratmeter. Vier neue Ausstellungsbereiche (Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft) nehmen die Besucher mit auf die Reise zu unseren Anfängen, zu den aufregendsten Plätzen der Erde, in die Weiten des Universums und beleuchten die Zukunft unseres Planeten. http://die-welt-baut-ihr-museum.de


Kontakt
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Stab Wissenschaftskoordination
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel.: 069- 7542 1837
jkrohmer@senckenberg.de

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Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

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