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13.07.2012 - Über den Rand geschaut

Dioramen des Senckenberg Naturmuseums jetzt zweisprachig und mit Kindertreppchen

Kinder vor dem Elch-Diorama
Kinder vor dem Elch Diorama © Sven Tränkner,
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Frankfurt, den 13. Juni 2012. Hochheben hieß es noch vor kurzem für alle Eltern, wenn ihre Kinder Elch, Wölfe, Wildkatze und Co. in den Dioramen des Senckenberg Naturmuseums ansehen wollten. Das ist nun vorbei, denn Freitag, der 13. Juni ist in diesem Fall ein echter Glückstag: alle fünfzehn „Naturschaufenster“ sind ab sofort mit Treppchen für die kleinsten Besucher ausgestattet. Kinder können jetzt selbst über den Rand spähen und die naturalistischen Landschaften mit ihren lebensecht wirkenden Tieren bestaunen. Und auch fremdsprachige Gäste haben es leichter, denn alle erklärenden Texte im Dioramengang sind nun auch auf Englisch zu lesen.

Die Dioramen des Senckenberg Naturmuseums sind bei den Besuchern – vor allem bei Kindern – sehr beliebt, vielleicht auch deshalb, weil sie Informationen durch pure Beobachtung vermitteln. Es sind ganz besondere Schaukästen, die Tiere aus unterschiedlichen Kontinenten in ihren Lebensräumen zeigen. Durch die richtige Veränderung des Maßstabs vom Vorder- zum Hintergrund, dem scheinbar nahtlosen Übergang von plastischen Landschaftselementen in den gemalten Hintergrund und geschickte Beleuchtung kann eine fast perfekte Illusion von räumlicher Tiefe und Wirklichkeitsnähe erreicht werden.

Kinder vor dem Elch Diorama
© Sven Tränkner, Senckenberg
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Wie auf einem Gemälde gibt es in jedem Diorama kleine Abenteuer zu entdecken. Die flauschige Wildkatze schaut nicht nur böse, sie taxiert eine kleine versteckte Maus im Laub. Und so manches Elternteil wundert sich, wenn das Kind vor dem Diorama mit den Alpensteinböcken den großen Vogel bewundert. Alles eine Frage der Perspektive, denn der Bartgeier versteckt sich hoch auf den Felsen und ist für Erwachsene nur zu sehen, wenn sie in die Hocke gehen.

Einige der Tiere, die in den Senckenberg-Dioramen zu sehen sind, gab es nur während der Eiszeit in Deutschland, z.B. Moschusochsen oder Saiga-Antilopen. Andere waren noch in geschichtlicher Zeit im Frankfurter Raum zu sehen, wie Wisente, Bären oder Wölfe. Über 100 Jahre sind die Dioramen des Museums alt. 1908 wurden sie eingerichtet, jedoch bei einem Bombenangriff während des Zweiten Weltkrieges im März 1944 teilweise zerstört. Nach dem Krieg wurden sie restauriert und 2003 erneut überarbeitet. Ostern 2012 zogen die letzten Neuankömmlinge ein: fünf flauschige Fuchsjunge sind seitdem vor ihrem Bau zu sehen – und nun bestens vom Treppchen aus zu bestaunen.

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