Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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29.10.2018 - Vortrag: Bienensterben? Insektensterben? Wer stirbt wirklich - und warum?

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Honigbiene mit Hummeln - vielen Hummeln und
anderen Wildbienenarten geht es
mittlerweile deutlich schlechter als den Honigbienen.
© J. Krohmer, Senckenberg

Frankfurt, den 29.10.2018. Das Bienensterben ist in den letzten Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Doch es sterben nicht nur die Bienen – vielmehr ist die gesamte Vielfalt der Insekten betroffen, die mehr als die Hälfte aller bekannten Lebewesen ausmachen. Insekten besiedeln seit etwa 400 Millionen Jahren unsere Erde und haben im Laufe der Zeit fast alle Lebensräume bevölkert. Ihre Formenvielfalt ist unendlich vielgestaltig geworden und sie übernehmen verschiedenste Aufgaben und „Dienstleistungen“ in den Ökosystemen. Weltweit sind bislang etwa 900.000 Insektenarten beschrieben, 33.000 Arten allein in Deutschland. Aktuell ist ein globaler Rückgang zu verzeichnen. In Teilen Deutschlands sind in den letzten 30 Jahren etwa drei Viertel der Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen und Käfer verloren gegangen.
Die Biologin Alexandra-Maria Klein beleuchtet in ihrem Vortrag die Ursachen und Folgen dieser dramatischen Entwicklung – und auch mögliche Ansätze, mit denen ihr entgegengewirkt werden kann.

Vortrag: Bienensterben? Insektensterben? Wer stirbt wirklich - und warum?
Referentin: Prof. Dr. Alexandra Klein (Lehrstuhl Naturschutz und Landschaftsökologie, Universität Freiburg)
Datum: Mittwoch, 31. Oktober, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Die Vielfalt unseres Planeten war und ist durch die ständigen Veränderungen unserer Umwelt dauernd im Wandel. Auch heute noch entstehen neue Arten, andere sterben aus. Durch die Eingriffe des Menschen in die Ökosysteme ist dieser Prozess jedoch ins Ungleichgewicht geraten. Die biologische Vielfalt droht weltweit deutlich schneller verloren zu gehen, als es der „normalen“ Rate entspricht. Zahlreiche Arten sind stark gefährdet oder bereits unwiederbringlich verschwunden. Was aber Ursachen, Ausmaß und Folgen des Verlustes der biologischen Vielfalt anbelangt, bestehen noch erstaunlich gravierende Wissenslücken. Nicht einmal die Größenordnung der vorhandenen Biodiversität auf der Erde ist bekannt. Nur eines ist gewiss: Sie ist unsere Lebensgrundlage!
Die neue Senckenberg-Vortragsreihe beschäftigt sich mit dem weltweiten Rückgang der Tier- und Pflanzenarten, seinen Ursachen und möglichen Lösungsansätzen. Dabei stehen nicht nur einzelne Artengruppen oder Lebensräume im Fokus, sondern auch gesellschaftliche Hintergründe und globale Zusammenhänge.

Alle Informationen zu den weiteren Terminen und Themen:
www.senckenberg.de/BedrohteVielfalt

Kontakt
Dr. Julia Krohmer'
Stab Wissenschaftskoordination
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel.: 069- 7542 1837
jkrohmer@senckenberg.de

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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