Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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05.11.2018 - Vortrag: Mehr Vielfalt ist auch keine Lösung? Was Neobiota für Arten und Ökosysteme bedeuten

 

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Weltweite Vernetzung: Auf diesen globalen
Invasionsrouten erfolgt heute ungewollt die
Verbreitung zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Abbildung: Hanno Seebens, Senckenberg

Frankfurt, den 05.11.2018. Eine große Artenvielfalt steht für ein gesundes Ökosystem – aber sind die knapp 3.000 gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten, die heute in Deutschland zu finden sind, und von denen etwa 800 Arten als dauerhaft etabliert gelten, wirklich ein Gewinn?
Diese „Neobiota“ kommen nicht natürlich in Deutschland vor, sondern gelangen erst durch den Einfluss des Menschen zu uns. Zum Teil geschah dies sogar beabsichtigt, z. B. bei der Einführung von Zier- und Nutzpflanzen. Doch erfolgt die Einschleppung auch häufig ungewollt und unbemerkt, beispielsweise durch Handel und Verkehr. Im Zuge der Globalisierung wird dieser Vorgang weiter zunehmen und dazu führen, dass sich Flora und Fauna weltweit immer weiter angleichen.
Der Vortrag des Ökologen Hanno Seebens zeigt auf, was dies für einheimische Arten und für die globale Biodiversität bedeutet, und wie sehr die Ökosysteme dadurch verändert werden.

Vortrag: Mehr Vielfalt ist auch keine Lösung? Was Neobiota für Arten und Ökosysteme bedeuten
Referent: Dr. Hanno Seebens (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)
Datum: Mittwoch, 7. November, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2, 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Die Vielfalt unseres Planeten war und ist durch die ständigen Veränderungen unserer Umwelt dauernd im Wandel. Auch heute noch entstehen neue Arten, andere sterben aus. Durch die Eingriffe des Menschen in die Ökosysteme ist dieser Prozess jedoch ins Ungleichgewicht geraten. Die biologische Vielfalt droht weltweit deutlich schneller verloren zu gehen, als es der „normalen“ Rate entspricht. Zahlreiche Arten sind stark gefährdet oder bereits unwiederbringlich verschwunden. Was aber Ursachen, Ausmaß und Folgen des Verlustes der biologischen Vielfalt anbelangt, bestehen noch erstaunlich gravierende Wissenslücken. Nicht einmal die Größenordnung der vorhandenen Biodiversität auf der Erde ist bekannt. Nur eines ist gewiss: Sie ist unsere Lebensgrundlage!
Die neue Senckenberg-Vortragsreihe beschäftigt sich mit dem weltweiten Rückgang der Tier- und Pflanzenarten, seinen Ursachen und möglichen Lösungsansätzen. Dabei stehen nicht nur einzelne Artengruppen oder Lebensräume im Fokus, sondern auch gesellschaftliche Hintergründe und globale Zusammenhänge.
Alle Informationen zu den weiteren Terminen und Themen:
www.senckenberg.de/BedrohteVielfalt

Kontakt
Dr. Julia Krohmer'
Stab Wissenschaftskoordination
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel.: 069- 7542 1837
jkrohmer@senckenberg.de

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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