Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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17.02.2015 - Eine Feier für die Artenvielfalt

Frankfurt, den 17.02.2015. Heute wurde die Aufnahme des vormaligen Frankfurter LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit einem Festakt gefeiert. Mit der Integration wird das neue „Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum“ zugleich in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen und mit einem jährlichen Fördervolumen von rund 6,5 Millionen Euro verstetigt. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka nannte die Erweiterung einen „Meilenstein“ für Senckenberg als eine der weltweit führenden Institutionen in der Biodiversitätsforschung.

Biodiversitätsverlust und Klimawandel gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Sie beeinflussen sich gegenseitig – um sie zu verstehen, beziehen die knapp 130 Beschäftigten des neuen Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) beide Felder in ihre Forschung ein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungs-zentrums untersuchen die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Biodiversität und Klima und widmen sich dabei sowohl geologischen wie auch evolutiven und ökologischen Prozessen. Sie arbeiten in allen Klimazonen, an Land ebenso wie in Süßwasser- und Meeresökosystemen, und auf ganz unterschiedlichen Zeitskalen: Mehrere Arbeitsgruppen entschlüsseln, wie sich in der Erdgeschichte Klima und Leben über Jahrmillionen hinweg gegenseitig beeinflussten, andere untersuchen, wie Pflanzen oder Tiere auf innerhalb weniger Jahre ablaufende Veränderungen reagieren.

Besuch im BiK-F-Isotopenlabor:. Von rechts nach links: Prof. Dr. Andreas Mulch (Stv. Direktor Senckenberg), Staatssekretär Ingmar Jung (HMWK), Prof. Birgitta Wolff (Präsidentin Goethe Universität), Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF) und Dr. Eva Niedermeyer (BiK-F) © Senckenberg
Besuch im BiK-F-Isotopenlabor.
Von rechts nach links: Prof. Dr. Andreas Mulch
(Stv. Direktor Senckenberg), Staatssekretär Ingmar Jung (HMWK),
Prof. Birgitta Wolff (Präsidentin Goethe Universität),
Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF)
und Dr. Eva Niedermeyer (BiK-F) © Senckenberg

„Das BiK-F ist der sichtbare Beleg dafür, dass Senckenberg der Wandel von einem klassischen, naturhistorischen Museum zu einem modernen, integrierten Forschungsmuseum ausgesprochen erfolgreich gelungen ist, das uns wichtige Beiträge zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit liefert“, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka während des heutigen Festaktes.

Staatssekretär Ingmar Jung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst fügte hinzu: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, mit der Förderung des Landes in Höhe von 47,5 Millionen Euro aus unserem bundesweit einmaligen Forschungsförderungsprogramm LOEWE die Grundlagen für dieses Institut zu schaffen. Darüber hinaus hat das Land die Baumaßnahme des BiK-F-Gebäudes mit weiteren rund 21 Millionen Euro unterstützt. Damit konnten wir hier optimale Rahmen¬bedingungen für die Forschung schaffen.“

Alle ziehen an einem Strang: Enthüllung des neuen Institutsschildes. Von rechts nach links: Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF), Prof. Birgitta Wolff (Präsidentin Goethe Universität)Prof. Dr. Matthias Kleiner (Präsident Leibniz-Gemeinschaft), Staatssekretär Ingmar Jung (HMWK), Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese (Direktorin BiK-F) und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger (Generaldirektor Senckenberg) © Senckenberg
Alle ziehen an einem Strang: Enthüllung des
neuen Institutsschildes. Von rechts nach links:
Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF),
Prof. Birgitta Wolff (Präsidentin Goethe Universität),
Prof. Dr. Matthias Kleiner (Präsident Leibniz-Gemeinschaft),
Staatssekretär Ingmar Jung (HMWK), Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese
(Direktorin BiK-F) und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger (
Generaldirektor Senckenberg) © Senckenberg

Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, freute sich in seinem Impulsvortrag über die Integration des Forschungszentrums in die Leibniz-Gemeinschaft: „Das BiK-F ist ein Vorzeigemodell für erfolgreiche Kooperationen zwischen Leibniz-Einrichtungen und Universitäten. Es illustriert zugleich auch die besondere Rolle der Forschungsmuseen in der Leibniz-Gemeinschaft, die sich als Orte der Grundlagenforschung und zugleich der Vermittlung von Wissenschaft zugleich verstehen. So wird Wissenschaft auch in der Gesellschaft lebendig und greifbar.“

„Unser Ziel ist es, gesellschaftlich wichtige Fragestellungen aufzugreifen – wir freuen uns, dass BiK-F und seine innovative Forschungsleistung nun ein dauerhafter Teil Senckenbergs ist“, sagte Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, und Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums ergänzte: „Der Wissenschaftsrat hat mit seiner exzellenten Bewertung von BiK-F gezeigt, dass die Exzellenzinitiative LOEWE nicht nur herausragende Forschungs-ergebnisse generiert, sondern auch Wissenschaft von internationaler Bedeutung ermöglicht. Wir danken dem Land Hessen, dem BMBF und der Leibniz-Gemeinschaft für ihre große finanzielle und ideelle Unterstützung.“

BiK-F wurde 2008 als Kooperationsprojekt zwischen Senckenberg, der Goethe Universität Frankfurt und dem ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung gegründet und wird auch zukünftig als Joint Venture der beteiligten Partner fortgeführt.

Kontakt
Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese
Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum
Tel. +069- 7542 1890

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Dr. Alexandra Donecker
Tel.: 069 7542-1561
Mobil: 0152-09231133

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
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Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

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