Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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26.10.2011 - Görlitzer Naturfilmpreis an Karlheinz Baumann

Görlitz. Der mit 2.500,- € dotierte Görlitzer Meridian Naturfilmpreis geht in diesem Jahr an den international bekannten Naturfilmer Karlheinz Baumann. Die Vergabe des Preises erfolgt am 12. November 2011 im Humboldthaus des Senckenberg Museums für Naturkunde. Während des öffentlichen Filmnachmittages (14:00 – 18:00 Uhr) präsentiert Karlheinz Baumann seine Lieblingsfilme. Die ebenfalls öffentliche feierliche Preisverleihung findet am selben Ort um 19:30 Uhr statt.

Der Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Görlitz vergibt zum sechsten Mal den Görlitzer Meridian Naturfilmpreis. Geehrt wird für sein filmerisches Lebenswerk der Naturfilmer, Pilzexperte, Buchautor und Fotograf und  Karlheinz Baumann aus Gomaringen in Baden Württemberg.

Karlheinz Baumann hat legendäre Filmdokumentationen erstellt. Besonders bekannt sind seine Makro- und Zeitrafferaufnahmen zum Beispiel von der Bestäubung von Blüten und dem Wachstum von Schleimpilzen. Dem Zuschauer werden spektakuläre Einblicke in die Biologie und Ökologie von Organismen gegeben, von denen man zumeist nur wenige Kenntnisse hatte.

„Königin für einen Sommer“, „So weit die Flügel tragen“ und „Der Herr der Blüten“ lauten die Titel einiger seiner bekanntesten Dokus, die zum Teil gemeinsam mit Volker Arzt, dem Filmpreisträger 2009, entstanden. Als Baumanns bedeutendstes Filmdokument gilt: „Als wären sie nicht von dieser Welt -  der unmögliche Lebenswandel der Schleimpilze“. Der Beitrag enthält grandiose Aufnahmen dieser eindrucksvollen Lebewesen und dokumentiert das „Verhalten“ der Schleimpilze in nie gesehenen Bildern und einer hervorragenden Qualität.

Die Schleimpilze, oder wissenschaftlich auch als Myxomyceten bezeichnet, haben es Karlheinz Baumann besonders angetan. Bereits vor über 30 Jahren widmete er ihnen einen seiner ersten Filme: „Tierpflanze oder Pflanzentier“. Dabei ist Baumann Autodidakt, der gelernte Kaufmann interessierte sich bereits seit seiner Jugend für Fotografie und Filmen. In den 70er Jahren machte er schließlich sein Hobby zum Beruf – mit Erfolg, wie rund 30 internationale und nationale Filmpreise und Auszeichnungen und über 70 Filme belegen.

Seine wissenschaftliche Expertise stellte Karlheinz Baumann auch in bedeutenden Buchpublikationen unter Beweis, wie dem Standardwerk „Die Myxomyceten“, das er gemeinsam mit Hermann Neubert und Wolfgang Nowotny herausgab. Die darin wiedergegebenen Fotografien genießen den Ruf, die besten ihrer Art zu sein. Dies verwundert nicht, wenn man hört, dass Karlheinz Baumann mit rund 4.000 Schleimpilzen die wohl größte Sammlung dieser Gruppe besitzt.

Der Görlitzer Meridian ist der einzige deutsche Naturfilmpreis, der für das Gesamtwerk eines Naturfilmers vergeben wird. Er ist mit einem Preisgeld von 2.500 € dotiert und wird alle zwei Jahre im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz vergeben. Karten für den Nachmittag (4 – 6 €) sind im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich. Die Abendveranstaltung ist kostenlos.

Bisherige Preisträger waren: Prof. Dr. Heinz Sielmann (2001), Prof. Dr. Hans Fricke (2003), Ernst Arendt und Hans Schweiger (2005), Prof. Dr. Ernst Waldemar Bauer (2007) und Volker Arzt (2009).

Die Jury umfasst neben den Vertretern des Vereins, Naturfilmer, TV-Produzenten, Verleger und Buchautoren, die sich überregional einen Namen gemacht haben sowie den letzten Preisträger. Es sind dies: Monika Seiffert, Naturfilmredakteurin beim MDR, Volker Arzt (Meridian Preisträger 2009), Felix Heidinger, Tierfilmer und Fernsehmoderator, Dr. Friedrich Naglschmid, Verleger und Tierbuchautor, Thomas Neumann, Vorsitzender des Fördervereins und Prof. Dr. Willi Xylander, Direktor des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz.

Dr. Christian Düker |  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
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