Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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10.01.2012 - Auftakt BESTIARIUM: erste Veranstaltungsreihe auf dem geplanten Kulturcampus

Frankfurt, 10. Januar 2012. Das erste Kulturprogramm auf dem geplanten Kulturcampus startet mit der neuen Veranstaltungsreihe BESTIARIUM: Tiere und Natur des Senckenberg Naturmuseums und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK).

Die Motive Tiere und Natur lassen sich quer durch die Musikgeschichte verfolgen. In den insgesamt zehn Konzerten mit museumspädagogischen Einführungen zu BESTIARIUM: Tiere und Natur stellen Studierende und Lehrende der HfMDK unterschiedlichen Themen aus der Tierwelt und der Natur des Senckenberg Naturmuseums das musikalische Pendant gegenüber; dabei liegt der Focus auf der zeitgenössischen Musik, die jedoch immer wieder zur ‚alten Musik‘ in Beziehung gesetzt wird.
Ein spannender Ansatz aus der Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft, der den Besuchern die Annäherung an ein und dasselbe Thema aus zwei unterschiedlichen Perspektiven ermöglicht – und der exemplarisch für die Projektarbeit auf dem geplanten Kulturcampus im Herzen Frankfurts steht.

Bass_(c) Hochschule für Musik und darstellende Kunst
© Hochschule für Musik und Darstellende Kunst 
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Hier haben sich zwei der insgesamt neun international positionierten Kulturinstitutionen zusammen-geschlossen und stellen ihre jeweils charakteristischen Inhalte und Merkmale in Korrespondenz zueinander: die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ihre großartige und vielfältige Sammlung in rege frequentierten Räumlichkeiten des Museums, die HfMDK das künstlerische Niveau ihrer unterschiedlichen Ausbildungsbereiche.

Tiere bevölkern die Musikgeschichte seit ihren Anfängen, mit ihren vielfältigen Stimmen waren sie als musikalisches Vorbild bei den Komponisten äußerst beliebt. Der Vogelgesang als Inspirationsquelle für hochvirtuose Gesangskoloraturen ist nur ein Beispiel dafür. Von allen Lauten der Natur sind die Tierlaute die musikalischsten und gleichzeitig die sprachähnlichsten; die Tiere haben viele Eigenschaften mit den Menschen gemeinsam, unterscheiden sich aber in mindestens ebenso vielen Aspekten von ihnen.

Korea (c) Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
© Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
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In der Musik reicht das Spektrum vom Katzenmiauen bei Gioacchino Rossini bis zur parodistischen Seegurke bei Eric Satie, von den Geräuschen des Regenwalds bei Toru Takemitsu bis zum Einsatz von Birkhuhn-Lockpfeifen bei Robin Hoffmann. Olivier Messiaen ist der einzige Komponist, der Vogelstimmen exotischer Vögel nach Originalaufnahmen transkribiert und für Klavier notiert hat. Mauricio Kagels „Bestiarium“ gab der Reihe den Titel, es ist kombiniert mit phantasievollen und originellen Stücken der jungen Komponisten-Generation. Und Carola Bauckholt, die Komponistin des Stücks für die „Schlammflocke“, ist Spezialistin für den kreativen Umgang mit Klang und Geräusch.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe (Konzept und künstlerische Leitung Dr. Julia Cloot, Institut für zeitgenössische Musik der HfMDK) erhalten die Besucher eine lebendige Vorstellung des einmaligen Zentrums der zeitgenössischen Künste und der Wissenschaft mit internationaler Strahlkraft, von dem Impulse für die Zukunft ausgehen werden und das gleichzeitig Treffpunkt für die Bürger der Stadt und die Besucher aus aller Welt sein wird.

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Programm Januar bis Juni 2012

Der Eintritt zu der Veranstaltungsreihe ist frei.
Einlass 18:00 Uhr, Führung 18:15 Uhr, Konzert 19:30 Uhr
Anmeldung zur Führung erforderlich unter:
www.senckenberg.de/veranstaltungen. Eine Anmeldung zu den Konzerten ist nicht erforderlich.

Dienstag, 10. Januar 2012
Magnus Lindberg (* 1958): Coyote Blues (1993)
John Cage (1912-1992): Telephones and Birds (1977)
Carola Bauckholt (* 1959): Schlammflocke für Ensemble (2010)
Ausführende: Internationale Ensemble Modern Akademie
Führung: Sprache der Tiere. Kommunikation in der Tierwelt

Donnerstag, 23. Februar 2012
Volker Staub (* 1961): 19/VII für Baumstämme, Witterungsinstrumente, Posaune
Robin Hoffmann (* 1970): Locken für Birkhahnseptett (2008)
Peter Ablinger (* 1959): Studien nach der Natur für 6 Performer
Mauricio Kagel (1931-2008): Bestiarium (1974/1976)
Ausführende: MAM.manufaktur für aktuelle musik
Führung: Wald und Urwald

Dienstag, 20. März 2012
Maurice Ravel (1875-1937): Histoires naturelles (1906)
Erik Satie (1866-1925): Embryons desséchés (1913) für Klavier
Ausführende: Studierende des Ausbildungsbereichs Gesang
Leitung: Pauliina Tukiainen, Suzanne Reeber
Führung: Embryonen

Dienstag, 24. April 2012
Olivier Messiaen (1908-1992): Le Merle noir  Flöte und Klavier
Robert Schumann (1810-1856): Der Vogel als Prophet (Nr. 7 aus Waldszenen op. 82)
Olivier Messiaen: Catalogue d’oiseaux
Maurice Ravel (1875-1937): Oiseaux tristes aus Miroirs
Ausführende: Lehrende und Studierende des Fachs Klavier
Leitung: Catherine Vickers, Eike Wernhard, Axel Gremmelspacher
Führung: Vögel

Donnerstag, 17. Mai 2012
Francis Poulenc (1899-1963): Le Bestiaire ou Cortège d’Orphée (1919) Frauenstimme und sieben Instrumente
Olivier Messiaen (1908-1992): Oiseaux exotiques (1956) für Klavier und Ensemble
Ausführende: Studierende der Ausbildungsbereiche Gesang und Instrumentalmusik
Leitung: Gerhard Müller-Hornbach
Führung: Artenvielfalt

Dienstag, 26. Juni 2012
George Crumb (* 1929): Vox Balaenae (1971)
Für drei maskierte Spieler: Flöte, Cello, Klavier (alle elektronisch verstärkt)
Karlheinz Stockhausen (1928–2007): Tierkreis (1975/76)
Version für historische Streichinstrumente von Michael Schneider
Ausführende: Studierende des Bereichs Historische Interpretationspraxis, Leitung: Michael Schneider
Führung: Säugetiere

Kontakte

Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung 
Alexandra Donecker 
Tel: +49-69-7542-1561
Fax: +49-69-7542-1517 
alexandra.donecker@senckenberg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
Dr. Sylvia Dennerle
Tel.: 0 69/15 40 07-1 70
Fax: 0 69/15 40 07-3 10 
sylvia.dennerle@hfmdk-frankfurt.de

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Tel.: 069 7542-1580

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Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
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Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

24.09.2018 14:00:37


24.09.2018 11:55:09


24.09.2018 07:37:33


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