Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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17.02.2012 - Und ewig singen die Wälder

Frankfurt, 17.02.2012. Und ewig singen die Wälder – das erinnert an einen Klassiker des deutschen Kinos aus den 50er Jahren. Wenn die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) und das Senckenberg Naturmuseum sich jetzt dieses Themas annehmen, sind andere Klänge zu erwarten: Waldmusik ist angesagt. Beim zweiten Konzert der Veranstaltungsreihe „BESTIARIUM – Tiere und Natur“ präsentiert „MAM.manufaktur für aktuelle musik“ Klänge der heimischen und tropischen Wälder. Zuhörer dürfen sich auf den musikalischen Einsatz von Baumstämmen und Plastiktieren vor der Kulisse der beleuchteten Walskelette des Museums freuen. Vor dem Konzert können Besucher eine thematisch passende Führung durch das Museum genießen. Dabei stehen die Wälder als einzigartige Ökosysteme und Schauplatz der Artenvielfalt im Vordergrund.

Bestiarium
Foto: Björn Hadem
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Die MAM.manufaktur für aktuelle musik hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Ort von Experimenten, Grenzüberschreitungen und ungeahnten Zusammenführungen zu sein. Wenn die ehemaligen Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie am 23. Februar die Bühne im Saal der Elefanten und Wale im Senckenberg Naturmuseum betreten, darf der Zuhörer also gespannt sein, wie sie Mauricio Kagels Klassiker des Instrumentalen Theaters, das „Bestiarium“, umsetzen. Diese Klangfabel auf zwei Bühnen, wie Kagel selbst sie bezeichnete, ist zugleich das titelgebende Musikstück der Veranstaltungsreihe „BESTIARIUM: Tiere und Natur“, die noch bis Dezember diesen Jahres in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst im Senckenberg Naturmuseum stattfindet.

„Bestiarium“ behandelt die Vereinnahmung der Tiere durch die Menschen. Kombiniert wird es mit phantasievollen und originellen Stücken der jüngeren Komponisten-Generation, die aus dem Rahmen fallen. Denn nicht die traditionellen Klänge der klassischen Instrumente stehen im Vordergrund, sondern die Geräuschkulisse des ungeformten Naturzustandes, die zum Teil auch mit Gegenständen der Natur erzeugt werden. Auf den höchst virtuosen Umgang des Ensembles mit Baumstämmen, Lockpfeifen und sogar Plastiktieren darf der Zuhörer also gespannt sein.

Führung Bestiarium
Foto: Björn Hadem
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Vor dem Konzert haben Besucher die Möglichkeit, bei einer thematisch passenden Führung im Museum auf Entdeckungsreise zu gehen und zu erforschen, was sich alles im Unterholz der heimischen aber auch der tropischen Wälder verbirgt und von welchen verschiedenen Geräuschen die Wälder erfüllt sind. Als Lebensraum für die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen bilden die Wälder einzigartige Ökosysteme und sind Hotspots der Biodiversität.

In die gemeinsam von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst veranstaltete Reihe bringen beide Institutionen ihre besten Seiten ein: das Senckenberg eine großartige und vielfältige Sammlung in rege frequentierten Räumlichkeiten, die Hochschule das musikalische Niveau ihrer unterschiedlichen Ausbildungsbereiche. Zugleich ist sie das erste Kulturprogramm auf dem geplanten Kulturcampus Bockenheim.

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Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Einlass 18:00 Uhr, Führung 18:15 Uhr, Konzert 19:30 Uhr
Anmeldung zur Führung erforderlich unter:
www.senckenberg.de/veranstaltungen
Eine Anmeldung zu den Konzerten ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 23. Februar 2012
Volker Staub (* 1961): 19/VII für Baumstämme, Witterungsinstrumente, Posaune
Robin Hoffmann (* 1970): Locken für Birkhahnseptett (2008)
Peter Ablinger (* 1959): Studien nach der Natur für 6 Performer
Mauricio Kagel (1931-2008): Bestiarium (1974/1976)
Ausführende: MAM.manufaktur für aktuelle musik
Führung: Wald und Urwald – Geräuschkulisse und Lebensraum

Vorschau:
Dienstag, 20. März 2012
Maurice Ravel (1875-1937) - Histoires naturelles (1906)
Erik Satie (1866-1925) - Embryons desséchés (1913) für Klavier
Ausführende: Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Führung: Naturhistorische Sammlung

Dienstag, 24. April 2012
Olivier Messiaen (1908-1992) - Le Merle noir Flöte und Klavier
Robert Schumann (1810-1856) - Der Vogel als Prophet (Nr. 7 aus Waldszenen op. 82) für Klavier
Olivier Messiaen - Catalogue d’oiseaux für Klavier
Maurice Ravel (1875-1937) - Oiseaux tristes aus Miroirs für Klavier
Olivier Messiaen ist der einzige Komponist, der Vogelstimmen exotischer Vögel nach Originalaufnahmen transkribiert und für Klavier notiert hat.
Ausführende: Pianistinnen und Pianisten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Führung: Vögel - Herren der Lüfte

Kontakt
Pressestelle
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Naturforschung
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Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt am Main
Tel. 069- 7542 1561
Fax 069- 75421517
alexandra.donecker@senckenberg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst Frankfurt
Dr. Sylvia Dennerle
Tel.: 069- 15 40 07 170
Fax: 069- 15 40 07 310
sylvia.dennerle@hfmdk-frankfurt.de

Insgesamt neun international renommierte Kulturinstitutionen werden gemeinsam auf dem entstehenden Kulturcampus Frankfurt ein neues Zentrum der zeitgenössischen Künste und Wissenschaften bilden.
In der Mitte Frankfurts werden die Partner des Forum Kulturcampus mit ihren unterschiedlichen Inhalten, Genres und Formaten experimentieren, forschen und kooperieren, um in gemeinsamer Produktion, Präsentation und Vermittlung neue Maßstäbe in Kunst, Wissenschaft und Ausbildung zu setzen. Diese einzigartige Kooperation trägt zu einem kritischen Verständnis des gesellschaftlichen Wandels und zu einem lebendigen Diskurs mit der regionalen und internationalen Öffentlichkeit bei: Frankfurt gibt Impulse für die Zukunft.
Auf dem ehemaligen Universitätsgelände zwischen den Stadtteilen Westend und Bockenheim entsteht ein modernes, transparentes und öffentliches Forum mit weltweiter Strahlkraft und Bürgernähe. Dieses wegweisende Vorhaben,
eingebunden in ein urbanes, lebenswertes Quartier zwischen Wohnen und Arbeiten, stellt eine große Herausforderung an die zu entwickelnde Architektur und städtebauliche Infrastruktur dar.
Helfen Sie mit, die Weichen für dieses Zukunftsprojekt zu stellen und unterstützen Sie das Forum Kulturcampus Frankfurt!

Pressekontakt

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Tel.: 069 7542-1580

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Tel.: 069 7542-1434
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Anna Lena Schnettler
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Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

22.06.2018 12:01:22


21.06.2018 16:01:42


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