Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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16.03.2012 - BESTIARIUM: Führung und Konzert unter Walen und Elefanten

Kooperation der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und des Senckenberg Naturmuseums

Frankfurt/Main, 16. März 2012. Im bereits dritten Konzert der neuen Veranstaltungsreihe BESTIARIUM: Tiere und Natur vom Senckenberg Naturmuseum und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) treten Naturgeschichten von Maurice Ravel und Eric Saties pianistische Sammlung vertrockneter Tierembryonen in Kontrast zu Vogelgesängen von Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts und damit zu Liedern von Gustav Mahler, Johannes Brahms, Edvard Grieg, Ernest Chausson, Alban Berg und Benjamin Britten.

Wann: Dienstag, 20. März 2012
18.15 Uhr Führung
19.30 Uhr Konzert
Wo: Senckenberg Naturmuseum, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt

 Das Konzert ist kostenfrei. Anmeldung zur Führung unbedingt erforderlich unter: www.senckenberg.de/veranstaltungen, Eintritt zur Führung 5 Euro.

Konzert unter Walen und Elefanten
Konzert unter Walen und Elefanten
Foto: Björn Hadem

Musiker:
Annika Gerhards,Yvonne Düring, Sopran;
Jennifer Kreßmann, Mezzosopran;Christos Pelekanos, Bariton;
Sina Trachte, Oboe; Leyla Kristesiashvili, Klavier;
Suzanne Reeber und Pauliina Tukiainen, Klavier und Leitung

Tiere bevölkern die Musikgeschichte seit ihren Anfängen, mit ihren vielfältigen Stimmen waren sie als musikalisches Vorbild bei den Komponisten äußerst beliebt. Der Vogelgesang als Inspirationsquelle für hochvirtuose Gesangskoloraturen ist nur ein Beispiel dafür. Vor dem Konzert haben Besucher die Möglichkeit, bei einer thematisch passenden Führung im Museum auf Entdeckungsreise zu gehen und sich überraschen zu lassen, welche Schätz die Sammlungen Senckenbergs beherbergen. Als Gesellschaft mit drei naturhistorischen Museen und wissenschaftlichen Forschungsinstituten an neun Standorten in Deutschland steht der Name Senckenberg seit fast 200 Jahren für Forschung und Sammlung. Evolution und Artenvielfalt sind unter anderem Forschungsbereiche, die von naturhistorischen Sammlungen wie der Senckenbergs profitieren. So können die Besucher in dieser Führung alte und neue Sammlungsstücke und einen Blick durch das Schaufenster Museum auf die Geschichte des Lebens erleben.

Tiere und Natur lassen sich quer durch die Musikgeschichte verfolgen. In den insgesamt zehn Konzerten mit museumspädagogischen Einführungen zu BESTIARIUM: Tiere und Natur stellen Studierende und Lehrende der HfMDK unterschiedlichen Themen aus der Tierwelt und der Natur des Senckenberg Naturmuseums das musikalische Pendant gegenüber; dabei liegt der Focus auf der zeitgenössischen Musik, die jedoch immer wieder zur ‚alten Musik‘ in Beziehung gesetzt wird.

Ein spannender Ansatz aus der Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft, der den Besuchern die Annäherung an ein und dasselbe Thema aus zwei unterschiedlichen Perspektiven ermöglicht – und der exemplarisch für die Projektarbeit auf dem geplanten Kulturcampus im Herzen Frankfurts steht.

Hier haben sich zwei der insgesamt neun international positionierten Kulturinstitutionen zusammen-geschlossen und stellen ihre jeweils charakteristischen Inhalte und Merkmale in Korrespondenz zueinander: das Museum seine großartige und vielfältige Sammlung in rege frequentierten Räumlichkeiten, die HfMDK das künstlerische Niveau ihrer unterschiedlichen Ausbildungsbereiche.

Programm bis Juni 2012

Dienstag, 20. März 2012
Maurice Ravel (1875-1937): Histoires naturelles (1906)
Erik Satie (1866-1925): Embryons desséchés (1913) für Klavier
Lieder von Gustav Mahler, Johannes Brahms, Edvard Grieg, Ernest Chausson, Alban Berg und Benjamin Britten
Ausführende: Studierende des Ausbildungsbereichs Gesang
Leitung: Pauliina Tukiainen, Suzanne Reeber

Führung: Naturhistorische Sammlung

Dienstag, 24. April 2012
Olivier Messiaen (1908-1992) - Le Merle noir Flöte und Klavier
Robert Schumann (1810-1856) - Der Vogel als Prophet (Nr. 7 aus Waldszenen op. 82) für Klavier
Olivier Messiaen - Catalogue d’oiseaux für Klavier
Maurice Ravel (1875-1937) - Oiseaux tristes aus Miroirs für Klavier
Olivier Messiaen ist der einzige Komponist, der Vogelstimmen exotischer Vögel nach Originalaufnahmen transkribiert und für Klavier notiert hat.
Ausführende: Pianistinnen und Pianisten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

Führung: Vögel - Herren der Lüfte

Donnerstag, 17. Mai 2012
Francis Poulenc (1899-1963): Le Bestiaire ou Cortège d’Orphée (1919) Frauenstimme und sieben Instrumente
Olivier Messiaen (1908-1992): Oiseaux exotiques (1956) für Klavier und Ensemble
Ausführende: Studierende der Ausbildungsbereiche Gesang und Instrumentalmusik
Leitung: Gerhard Müller-Hornbach

Führung: Artenvielfalt

Dienstag, 26. Juni 2012
George Crumb (* 1929): Vox Balaenae (1971)
Für drei maskierte Spieler: Flöte, Cello, Klavier (alle elektronisch verstärkt)
Karlheinz Stockhausen (1928–2007): Tierkreis (1975/76)
Version für historische Streichinstrumente von Michael Schneider
Ausführende: Studierende des Bereichs Historische Interpretationspraxis
Leitung: Michael Schneider

Führung: Säugetiere

Insgesamt neun international renommierte Kulturinstitutionen werden gemeinsam auf dem entstehenden Kulturcampus Frankfurt ein neues Zentrum der zeitgenössischen Künste und Wissenschaften bilden. In der Mitte Frankfurts werden die Partner des Forum Kulturcampus mit ihren unterschiedlichen Inhalten, Genres und Formaten experimentieren, forschen und kooperieren, um in gemeinsamer Produktion, Präsentation und Vermittlung neue Maßstäbe in Kunst, Wissenschaft und Ausbildung zu setzen. Diese einzigartige Kooperation trägt zu einem kritischen Verständnis des gesellschaftlichen Wandels und zu einem lebendigen Diskurs mit der regionalen und internationalen Öffentlichkeit bei: Frankfurt gibt Impulse für die Zukunft.

Auf dem ehemaligen Universitätsgelände zwischen den Stadtteilen Westend und Bockenheim entsteht ein modernes, transparentes und öffentliches Forum mit weltweiter Strahlkraft und Bürgernähe. Dieses wegweisende Vorhaben, eingebunden in ein urbanes, lebenswertes Quartier zwischen Wohnen und Arbeiten, stellt eine große Herausforderung an die zu entwickelnde Architektur und städtebauliche Infrastruktur dar.

 

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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