Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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25.05.2012 - Allergie durch Klimawandel? - Vortrag aus der Reihe „Natur wirkt!?“

Frankfurt, den 25. Mai 2012. Triefnasen, Atemnot und tränende Augen: damit kämpfen viele Allergiker im Frühjahr und Sommer, wenn die Pflanzenpollen fliegen. Dabei nimmt die Zahl der Pollenallergiker in Deutschland stetig zu. Der weltweite Klimawandel ist offenbar mitverantwortlich für diese Entwicklung, denn die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten verschieben sich. Welche Folgen das hat, erklärt Prof. Dr. Oliver Tackenberg von der Goethe-Universität Frankfurt in seinem Vortrag

Ambrosia & Co. – Wie wirkt sich der Klimawandel auf allergene Pflanzen aus?“ aus der Reihe „Natur wirkt!?“ am Mittwoch, den 30. Mai, um 19 Uhr, im Festsaal des Senckenberg Naturmuseums, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Durch die wärmeren Temperaturen, die der Klimawandel mit sich bringt, werden viele bisher nicht heimische Pflanzen neue Regionen in Deutschland besiedeln können. Auch für die einheimischen Arten verändert sich die Umwelt: Für einige werden die Lebensbedingungen günstiger, so dass sie mehr Pollen produzieren und sich auch die Dauer der Blütezeit verlängern kann. Damit steigt auch das Risiko von Allergien deutlich an. Als besonders allergen gelten die Pollen der Beifuß-Ambrosie, die aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt wurde. Die unscheinbare Pflanze, die leicht mit dem einheimischen Beifuß zu verwechseln ist, hat es in sich. Bereits 10 bis 20 Prozent aller Deutschen sind gegen Ambrosia sensibilisiert. Am Biodiversität- und Klima-Forschungszentrum (BIK-F) untersuchen Tackenberg und seine Kollegen, wie sich durch den Klimawandel diese Pflanzen in Europa ausbreiten.

Unter anderem untersucht das Forscherteam, wie sich Temperaturen auf das Keimverhalten auswirken und wie sich Wachstum, Blühverhalten und Samenreife an verschiedenen Standorten in Europa unterscheiden. Die Analysen sollen auch dazu beitragen, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, um vorherzusagen, wo mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Ambrosiapollen zu rechnen ist. Doch auch andere Pflanzenarten sind vom Klimawandel betroffen. So blühen etwa viele Gräser früher und die von Allergikern gefürchtete Pollensaison verlängert sich.
 
Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Biodiversität und Klima (BiK-F) organisiert. Dieser Vortrag gehört zu der Vortragsreihe "Natur wirkt!?" Was biologische Vielfalt für unsere Gesundheit bedeutet.
 
Weitere Termine der Vortragsreihe sind:
mittwochs, jeweils um 19 Uhr, im Festsaal des Senckenberg Naturmuseums
 
13. Juni 2012
„Gesund dank Gift - Tiertoxine als Medikamente“
Prof. Dr. Dietrich Mebs, Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) und Goethe-Universität, Frankfurt am Main)
 
27. Juni 2012
„Alle Mücken sind bald da? Klimawandel und vektorübertragene Krankheiten in Europa“
Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein, Lehrstuhl für Biogeografie, Universität Bayreuth
 
Kontakt
Prof. Dr. Oliver Tackenberg
Goethe-Universität, Frankfurt am Main, Institut für Ökologie, Evolution & Diversität
Tel. 069- 798 42136
tackenberg@bio.uni-frankfurt.de

Sabine Wendler
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Pressereferentin
Tel.: 069- 7542 1838
sabine.wendler@senckenberg.de

Alexandra Donecker
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Pressestelle
Tel. 069- 7542 1561
Fax 069- 75421517
alexandra.donecker@senckenberg.de

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Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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