Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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29.06.2012 - 116 Millionen Euro für Umbau und Sanierung von Senckenberg in Frankfurt

Wiesbaden / Frankfurt, den 29.06.2012. Land und Bund stellen für Umbau und Sanierung des Senckenberg Naturmuseum und Forschungsinstituts in Frankfurt insgesamt gut 116 Millionen Euro zur Verfügung – 70 Millionen Euro kommen vom Land Hessen, der Bund finanziert 46 Millionen Euro.

Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, übergab dem Präsidenten der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Dietmar Schmid, heute in Frankfurt den entsprechenden Bewilligungsbescheid für die Umbau- und Sanierungsvorhaben. „Das Land schafft zusammen mit dem Bund zukunftsweisende Forschungsbedingungen für Senckenberg“, sagte die Ministerin.

„Für Senckenberg ist dies ein großer Schritt zur Verwirklichung des „Projekts Senckenberg“, wie wir unseren  Umbau nennen, und wir freuen uns besonders, dass Frau Ministerin Kühne-Hörmann heute persönlich zu uns gekommen ist, um den Zuwendungsbescheid zu übergeben.“, erklärte Dietmar Schmid. „Das Projekt Senckenberg hat zwei Teile – einerseits den  Umbau der Forschungs- und Sammlungsräumlichkeiten und im zweiten Teil den  Um- und Ausbau des Museums. Während der erste Teil dankenswerterweise Bund-Länder-finanziert ist, müssen wir die Mittel für den zweiten Teil selbst aufbringen, weshalb wir 2013 eine große Fundraising-Kampagne starten werden.“

„Senckenberg steht schon lange nicht mehr nur für das Frankfurter Naturmuseum, sondern wird als exzellentes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Biodiversitätsforschung weit über die hessischen und sogar über nationale Grenzen hinweg wahrgenommen“, hob die Ministerin hervor. Senckenberg wachse nicht nur über die Anzahl der Standorte, sondern auch durch den Ausbau von Forschungs- und Sammlungsaufgaben am Standort Frankfurt. Vor diesem Hintergrund biete die Aufgabe des Campus Bockenheim durch die Goethe-Universität und die damit verbundene Nachnutzung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes des Physikalischen Vereins und des alten Hauptgebäudes der Universität die einmalige Chance zur räumlichen Weiterentwicklung.

Durch die geplanten Bauvorhaben würden die Arbeitsmöglichkeiten der Forscher deutlich verbessert und die Sammlungsfläche mehr als verdoppelt. Eigene Hörsäle ermöglichten es in Zukunft erstmals, auch größere wissenschaftliche Kongresse im eigenen Haus zu veranstalten. „Senckenberg wird durch die Umbauten auch den Anspruch einlösen, ein Ort der wissenschaftlichen Kommunikation zu sein“, sagte Kühne-Hörmann.

Mit Prof. Peter Kulka sei ein Architekt gewonnen worden, der unter anderem beim Umbau des Dresdener Schlosses und des Hygienemuseums in Dresden bewiesen habe, dass er behutsam mit historischer Bausubstanz umzugehen und dennoch eigene Akzente zu setzen verstehe. Mit den Bauprojekten soll 2014 begonnen werden; die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

Kühne-Hörmann verwies auch auf das von Senckenberg und der Goethe-Universität getragene LOEWE-Zentrum „Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK F )“, das zu einer erheblichen Ausweitung der Aktivitäten beitrage. Dieses Zentrum zur Erforschung der Wechselwirkungen von Klima und Biosphäre werde im Zeitraum von 2008 bis 2014 vom Land mit insgesamt 45 Millionen Euro gefördert. Hinzu kämen im Rahmen des LOEWE-Forschungsförderungsprogramms Baumittel von 21 Millionen Euro: Die Sanierung des Gebäudes der ehemaligen Alt-Pharmazie der Universität in unmittelbarer Nähe des Senckenberg-Komplexes für die Wissenschaftler von BiK-F werde zum Jahresende abgeschlossen sein. „Zusammen mit der geplanten Projekten der Neugestaltung entsteht auf engstem Raum ein vielseitiges Zentrum mit internationaler Strahlkraft“, resümierte die Ministerin.

Kontakt

Dr. Ulrich Adolphs
Hessisches Ministerium
für Wissenschaft und Kunst
Tel. 0611 32 32 30

Bildmaterial

Senckenberg Grundriss
Senckenberg Grundriss


Senckenberg Perspektive
Senckenberg Perspektive


Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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