Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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21.03.2012 - Tiefsee auf der Kinoleinwand

Wilhelmshaven, den 21.03.2012. Der Senckenberg-Kurzfilm „Discovering the Abyss“ wird im Rahmen des US-amerikanischen Filmfestivals „Beneath the Waves“ auf der großen Leinwand gezeigt und ist in zwei Preiskategorien nominiert.

Studentinnen
Die beiden Studentinnen Karin Pointner
und Johanna Kottmann von der Universität
Oldenburg haben am DZMB bei Senckenberg
am Meer im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten
neue Tierarten aus der Tiefsee beschrieben.

© Senckenberg

„Klappe und Action!“ – dies hört man sonst eher selten im Deutschen Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung von Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven. Doch die Bachelor-Studentinnen Karin Pointner und Johanna Kottmann haben es sich zum ehrgeizigen Ziel gesetzt, ihre Forschungsergebnisse in Form eines Films aufzubereiten.

„Wir wollten gerne unsere Tiefseeforschung auf eine unterhaltsame und leicht verständliche Weise präsentieren“, erzählt Pointner. „Im Rahmen unserer Abschlussarbeiten haben wir zwei neue Ruderfußkrebsarten beschrieben. In unserem Kurzfilm zeigen wir, dass noch viele Tierarten mehr darauf warten, in der Tiefsee entdeckt zu werden.“

krebs
Der nur 0,3 mm kleine Ruderfußkrebs
Wellsopsyllus antarcticus wurde in der
Tiefsee der Antarktis entdeckt. Johanna
Kottmann hat die Art 2011 neu beschrieben
und so der Wissenschaft zugänglich gemacht.
© J. Kottmann und T. Kihara

Das Engagement wurde nun belohnt: ihr Kurzfilm „Discovering the Abyss“ ist in den Kategorien "Best Message" und "Best Amateur Film" des „Beneath the Waves“-Filmfestival nominiert. Das zum dritten Mal stattfindende Festival in Norfolk, Virginia (USA) möchte mit den gezeigten Filmen den Austausch zwischen Meeresforschern und der breiten Öffentlichkeit verbessern. Erstmals werden die Filme vor einem großen Publikum in einem IMAX-Kino gezeigt.

„Unser Film ist einer von 28 ausgewählten Projekten aus über 70 Einsendungen von Filmemachern und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt“, ergänzt Gritta Veit-Köhler. Sie hat die beiden Studentinnen betreut und bei ihrem Filmprojekt unterstützt. „Schon die Nominierung ist ein großer Erfolg und freut uns sehr!“

In dem fünfminütigen Film wird die lange Reise von der Probenahme auf dem Meeresboden über die Arbeiten im Labor bis hin zur Beschreibung einer neuen Spezies gezeigt und für den Laien erklärt. Ergänzt wird der Streifen von spektakulären Bildern winziger Ruderfußkrebse.

Am Freitag, den 23. März findet die Verleihung der Preise im Rahmen des Benthic Ecology Meetings in den USA statt, dann heißt es hoffentlich „Der Meeres-Oskar geht an… Senckenberg!“

Link zum Film: http://www.youtube.com/watch?v=8TDiekY1ldE

Link zum Festival: http://www.beneaththewavesfilmfest.org/

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Emertonia clausi ist nur eine Drittelmillimeter groß und trotzdem fast weltweit verbreitet. Die neue Art wurde von den Senckenberger Forschern erst kürzlich entdeckt und von Karin Pointner 2011 wissenschaftlich beschrieben. © K. Pointner und T. Kihara

krebs 3Der nur 0,3 mm kleine Ruderfußkrebs Emertonia andeep wurde bereits 2004 in der Antarktis entdeckt. © G. Veit-Koehler verbreitungDie drei Tiefseearten Emertonia clausi (grün), Wellsopsyllus antarcticus (rosa) und Emertonia andeep (gelb) haben sehr weite Verbreitungsgebiete im Atlantik und Pazifik. Zwei der Arten sind sogar schon im Indischen Ozean gefunden worden.  

 

Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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