Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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20.03.2013 - Juwelen der Tiefe – Kaltwasserkorallen

Wilhelmshaven, 27.02.2013 – Faszinierende Kaltwasserkorallenriffe, die seit vielen Jahrtausenden an Kontinentalhängen und Seebergen wachsen, sind kostbare Naturschätze der Tiefsee. Die kilometerlangen und bis zu 30 Meter hohen Riffstrukturen sind oftmals älter als die ägyptischen Pyramiden von Gizeh und dabei so zerbrechlich, dass sie schon durch leichten Kontakt Schaden nehmen. Die Wissenschaftler des SENCKENBERG am Meer Wilhelmshaven forschen seit nunmehr zwanzig Jahren intensiv an diesen für uns schwer zugänglichen Lebensräumen.

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Aufsicht auf eine nur rund 2 cm durchmessende
Solitärkoralle (Caryophyllia cyathus). Foto: M. Neufert
© Universität Erlangen-Nürnberg

Die neue Sonderausstellung zeigt faszinierende Exponate aus der geheimnisvollen Welt der Kaltwasser-Korallenriffe, wie über 500 Jahre alte Tiefseeaustern oder die Trägerkrabbe Paromola.

Wo in völliger Dunkelheit und umgeben von kaltem Wasser geheimnisvolles Leben aufflackert, sind die Korallenriffe Lebensraum für speziell angepasste Meeresbewohner, wie Springkrebse, Seeanemonen und Feilenmuscheln. Beim Anblick überdimensionaler Korallennachbildungen schrumpft der Betrachter selbst zum Tiefseebewohner. Grazil geformte Solitärkorallen erscheinen wie Schmuckstücke. Über 4000 Tierarten konnten bereits an den Riffen bestimmt werden und bei jedem Tauchgang entdecken die Forscher neue. Die Vielfalt und Bedeutung dieser beeindruckenden Unterwassertiere zeigen spannende Filme, Fotos und Modelle. Auch die Folgen der Zerstörung dieses Lebensraums durch Bodenschleppnetzfischerei und Meeresverschmutzung mit Plastikmüll werden thematisiert.

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Auf dem Kalkskelett der Filigrankoralle (Errina dabneyi)
ist eine Solitärkoralle (Desmophyllum dianthus) gewachsen.
Zahlreiche symbiotische Schnecken (Pedicularia sicula)
haben sich dauerhaft auf der Filigrankoralle angesiedelt.
Foto: M. Neufert © Universität Erlangen-Nürnberg

Die Besucher erfahren, wie die SENCKENBERG-Meeresforscher arbeiten. So kann man Instrumente und die technische Ausstattung eines Forschungsschiffes erkunden und erfahren, was ein Seitensichtsonar ist oder wie ein Kastengreifer funktioniert.

Die Sonderausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von SENCKENBERG am Meer Wilhelmshaven, dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund, dem WWF Deutschland und dem Besucherzentrum des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, wo sie vom 1. März bis 21. April 2013 zu sehen ist. Besucher sind eingeladen, an vielfältigen Führungen teilzunehmen.

Die Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass das genannte Copyright mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig. Die kommerzielle Nutzung der Bilder ist nicht gestattet.

Infos
UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum
Südstrand 110 b
26382 Wilhelmshaven
Telefon: (04421) 910733
Fax: (04421) 910712
E-Mail:
www.wattenmeer-besucherzentrum.de

Öffnungszeiten:
April - Oktober: Täglich 10 - 17 Uhr
November - März: Di. - So. 10 - 17 Uhr

SENCKENBERG am Meer Wilhelmshaven
Südstrand 40
26382 Wilhelmshaven
Telefon: (04421) 9475201
Fax: (04421) 9475299
E-Mail:
www.senckenberg.de/mgeo

Begleitprogramm:
Öffentliche Führungen: „Unbekannte Tiefsee - Wissenschaftler
berichten von ihrer Forschung“
So. 17.03. + So. 21.04., jeweils 15.00 - 16.00 Uhr

Taschenlampenführung
Mi. 27.3., 18.00 - 19.00 Uhr

Ferienprogramm für Kinder
Do. 21.03., 14.00 - 15.30 Uhr

Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.


Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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