Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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04.10.2013 - Bevölkerungsrückgang - eine Chance für die Umwelt? Vortrag aus der Veranstaltungsreihe zur Sonderausstellung „PLANET 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“

Frankfurt, den 04.10.2013. Die Bevölkerung Deutschlands schrumpft, und die demografische Entwicklung sowie der fortschreitende Strukturwandel verändern unsere Gesellschaft. Ergeben sich hierdurch neue Möglichkeiten, die Gesellschaft nachhaltig auszurichten und den ökologischen Fußabdruck der Bundesrepublik zu verkleinern? PD Dr. Diana Hummel, Leiterin des Forschungsschwerpunktes „Bevölkerungsentwicklung und Versorgung“ am ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt, beleuchtet in ihrem Vortrag die verschiedenen Facetten dieses aktuellen Themas und erläutert die Chancen und Herausforderungen, die der demografische Wandel für eine nachhaltige Entwicklung mit sich bringt.

Vortrag „Demografischer Wandel – Chance für die Nachhaltigkeit?“
Am Mittwoch, den 9. Oktober, um 19 Uhr, im Festsaal des Senckenberg Naturmuseums, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dr. Diana Hummel
PD Dr. Diane Hummel, Leiterin des Forschungsschwerpunktes
„Bevölkerungsentwicklung und Versorgung“ am ISOE - Institut für
sozial-ökologische Forschung in Frankfurt. (Bild: Jürgen Mai)

Wir werden älter und wir werden weniger – so lauten die Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Seit über 30 Jahren bekommt jede Frau im Schnitt nur noch 1,4 Kinder, Tendenz weiter sinkend. Dass wir von diesem Geburtendefizit bisher relativ wenig gespürt haben, hat zwei Gründe: Der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung sowie die Zuwanderung.

Die Bevölkerungszahl Deutschlands ist jedoch seit 2003 rückläufig. Vor allem nach 2020 wird der Prozess der demografischen Alterung sich verstärken und die Bevölkerung erkennbar schrumpfen. Dann kommen zum einen die geburtenstarken „Babyboom-Jahrgänge“ ins Rentenalter, gleichzeitig wird die Zahl der Sterbefälle die Geburten immer deutlicher übersteigen. Bis zum Jahr 2060 wird sich die Bevölkerung Deutschlands unter der Annahme eines gleichbleibenden Geburtenniveaus und eines Wanderungsüberschusses von 100.000 bis 200.000 Menschen pro Jahr auf 65 bis 70 Millionen Menschen reduzieren. Diese Entwicklung wird unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten oft negativ gesehen und mitunter als volkswirtschaftliche Bedrohung bewertet.

Doch welche Herausforderungen und Chancen bietet der demographische Wandel für die Nachhaltigkeit? Kann die Verringerung der Bevölkerungsdichte eine Entlastung der Ökosysteme bewirken? Und wenn ja - wie? Dr. Diana Hummel wird diesen Fragen auf den Grund gehen und in ihrem Vortrag Chancen des demographischen Wandels für einen nachhaltigeren Umgang mit Natur und Ressourcen aufzeigen.

Seit 2002 ist PD Dr. Diana Hummel wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main, wo sie den Forschungsschwerpunkt Bevölkerungsentwicklung und Versorgung leitet. Seit 2008  ist sie am Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) für den Bereich Ökosystemdienstleistungen und sozial-ökologische Systeme zuständig. Zugleich ist sie als Privatdozentin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Frankfurter Universität tätig, habilitierte dort 2009 zum Thema „Die Versorgung der Bevölkerung: Studien zur Bevölkerungsdynamik und Transformation von Versorgungssysteme“ und ist derzeit Vorsitzende des wissenschaftlichen Lenkungskreises des „Population Environment Research Network“.

Kontakt

Ilona Bröhl
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1444

Dr. Julia Krohmer
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) Transferstelle
Tel. 069- 7542 1837

Das Pressebild kann kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der genannte Urheber mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig.

Download der Presseinformation

Mehr zur Sonderausstellung erfahren Sie hier: http://planet.senckenberg.de/

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe sind:

16.Oktober | Vortrag: CO2-Speicherung im Meeresboden – Chancen und Risiken
Prof. Dr. Klaus Wallmann (GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)

30. Oktober | Vortrag: Brennendes Meereis: Methanhydrate – Klimakiller oder Zukunftsenergie?
Prof. Dr. Gerhard Bohrmann (MARUM – Zentrum für marine Umweltwissenschaften, Bremen)

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

24.09.2018 14:00:37


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24.09.2018 07:37:33


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