Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Presse

zur Übersicht

14.10.2013 - Wie sicher ist die Kohlendioxid-Speicherung im Meeresboden?

Frankfurt, den 14.10.2013. Um die globale Klimaerwärmung zu begrenzen, gibt es Pläne, das in Kraftwerken und Industrieanlagen anfallende Kohlendioxid dauerhaft in geeigneten geologischen Formationen einzulagern. Die anvisierten Gesteine liegen oft im Meeresboden. Treten Leckagen auf, sind Ökosysteme und Organismen am Meeresboden und in der Wassersäule unter Umständen besonders gefährdet. Prof. Dr. Klaus Wallmann, Geowissenschaftler am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, leitet ein internationales Forschungsprojekt zu diesem Thema und fasst in seinem Vortrag den heutigen Stand des Wissens zusammen.

Vortrag „CO2-Speicherung im Meeresboden – Chancen und Risiken“

am Mittwoch, 16. Oktober, um 19 Uhr, im Festsaal des Senckenberg Naturmuseums,
Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Herr Wallmann
Prof. Dr. Klaus Wallmann, Geomar (siehe auch
www.geomar.de/mitarbeiter/fb2/mg/kwallmann/)

Die internationale Klimapolitik hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf höchstens 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die EU hat deshalb die Abscheidung von CO2 an Kraftwerken oder Industrieanlagen und die anschließende Speicherung im Untergrund als wichtige Technologie zum Schutz des Klimas definiert. Sie wird als CCS (Carbon Capture and Storage) bezeichnet. In ganz Europa laufen momentan Demonstrationsprojekte, die die Europäische Union mit mehreren Milliarden Euro unterstützt, um die CCS-Technologie zur Marktreife zu bringen. Bei einem Großteil der geförderten Projekte soll das anfallende CO2 nicht an Land, sondern im Meeresboden, oft weit außerhalb der 12-Meilen-Zone, eingelagert werden. Deshalb müssen die Chancen und Risiken, die sich durch diese besonderen Bedingungen ergeben, genau abgeschätzt werden.  Der Vortrag erläutert die neue Technologie und stellt aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema vor.

Der Chemiker, Ingenieur und Geologe Prof. Dr. Klaus Wallmann forscht seit 1993 am Geomar und leitet dort seit 2005 den Forschungsbereich Marine Geosysteme. Er koordiniert etliche große Forschungsprojekte und ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in den renommiertesten Journals. Seit 2011 ist er Koordinator des europäischen Forschungsprojektes ECO2, das ermittelt, wie sicher Kohlendioxid-Speicher im Meeresboden sind, wie sie sich überwachen lassen und welche Folgen Lecks für das Leben im Meer hätten.

Mehr zur Sonderausstellung erfahren Sie hier: http://planet.senckenberg.de/

Letzter Termin der aktuellen Veranstaltungsreihe:

30. Oktober | Vortrag: Brennendes Meereis: Methanhydrate – Klimakiller oder Zukunftsenergie?
Prof. Dr. Gerhard Bohrmann (MARUM – Zentrum für marine Umweltwissenschaften, Bremen)

Die Vortragsreihe wird gemeinsam von BiK-F und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung organisiert.

Kontakt

Ilona Bröhl
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1444

Dr. Julia Krohmer
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) Transferstelle
Tel. 069- 7542 1837

Das Pressebild kann kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der genannte Urheber mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig.

Download der Pressemitteilung

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de

LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wechselwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen aus Wissenschaft, Ressourcen- und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter
www.bik-f.de

 

 

.

 

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

19.01.2018 09:50:07


18.01.2018 12:30:27


18.01.2018 08:00:23


https://die-welt-baut-ihr-museum.de