Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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16.04.2014 - Blaue Baumwarane: Neue Bewohner im Lebendtierbereich des Naturkundemuseums Görlitz

Görlitz, den 10.04.2014 Endlich ist es soweit: Im Vivarium des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz sind ab sofort zwei neue Bewohner zu sehen. Ein Pärchen Blauer Baumwarane teilt sich sein Neuguinea-Paludarium mit den Regenbogenfischen, die im Wasserteil unermüdlich ihre Bahnen ziehen. Bis zum Sommer letzten Jahres hatten hier zwei Smaragdwarane gelebt, die jedoch nach zwölf Jahren ihren Lebensabend erreicht hatten. Seitdem blieb der Landteil des Schaubeckens unbewohnt. "Wir hätten gerne schon früher ein neues Pärchen Warane eingesetzt" meint Thomas Lübcke, der Leiter des Vivariums. Allerdings seien die attraktiven Baumbewohner nicht einfach zu beschaffen: Nicht zuletzt wegen ihres hohen Preises werden die Tiere selten in Gefangenschaft gehalten, die wenigen Nachzuchten sind dementsprechend begehrt. Varanus macraei, wie die Art wissenschaftlich bezeichnet wird, wurde erst 2001 entdeckt und kommt nur auf der kleinen Insel Batanta im Norden Neuguineas vor - also eine echte Rarität. Die Görlitzer Tiere sind Nachkommen eines Zuchtpärchens im Bergzoo Halle, der die beiden Geschwister im Senckenberg Museum Görlitz eingestellt hat. Ende August 2013 aus dem Ei geschlüpft, zogen die etwa 25 cm langen Jungtiere Mitte Dezember ins Vivarium des Naturkundemuseums, wo sie bis vor wenigen Tagen in der Quarantänestation aufgezogen und an die Pfleger gewöhnt wurden. Nun sind "Ulung" und "Sorong", wie die Mitarbeiter des Vivariums die beiden Neulinge nach indonesischen Ortsnamen getauft haben, mit etwa 40 cm Länge groß genug, um in das Schaubecken umzusiedeln. "An ihre neue Umgebung werden sie sich schnell gewöhnen, dann kann man sie sicher häufig bei der Futtersuche oder beim Sonnenbad beobachten", so Biologe Lübcke. Er hofft auch, die seltenen Tiere zukünftig im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nachzüchten zu können. Dazu müsse allerdings eines der Geschwister gegen ein blutsfremdes Tier ausgetauscht werden, um Inzucht zu vermeiden, so der Vivarienleiter. Aber bis es soweit sei, werden noch etwa zwei Jahre vergehen - Zeit genug für die beiden, das Görlitzer Publikum kennenzulernen.
Wer Ulung und Sorong in Aktion sehen möchte, hat dazu bei der Schaufütterung an jedem ersten Donnerstag eines Monats um 16 Uhr Gelegenheit.

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