Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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24.04.2014 - No limits? – Evolutiver Erfolg von Tiergemeinschaften am Beispiel der Ameisen

Vortrag aus der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“

Foto: SMNK, J. Kirchhauser
Königin der Blattschneiderameise Atta mit
Arbeiterinnen Foto: SMNK, J. Kirchhauser

Frankfurt, den 24.04.2014. Der Vortrag „No limits? – Evolutiver Erfolg von Tiergemeinschaften am Beispiel der Ameisen“ von Dr. Manfred Verhaagh vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe beleuchtet das Thema Wachstum in tierischen Gemeinschaften und diskutiert, wie sich diese hochdifferenzierten Strukturen entwickeln konnten, und wo sie an ihre Grenzen stoßen. Welche Mechanismen sorgen dafür, dass diese nicht erreicht oder überschritten werden? In der gemeinsam von Senckenberg und dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum veranstalteten Vortragsreihe geht es von März bis September 2014 um das aktuelle Thema Wachstum. Im ersten Teil der Vortragsreihe wird die Frage beleuchtet, wie Wachstum in der Natur stattfindet, welche Grenzen es hat und was sich daraus ableiten lässt. Im zweiten Teil kommen dann Perspektiven aus Wirtschaft und Gesellschaft hinzu.

Foto: SMNK, M. Verhaagh
Südamerikanische Stachelameise
in Cecropienbaum nistend
Foto: SMNK, M. Verhaagh

Vortrag: „No limits? – Evolutiver Erfolg von Tiergemeinschaften am Beispiel der Ameisen“
Referent: Dr. Manfred Verhaagh (Leiter des Referates Entomologie und Kurator, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe)

Datum: Mittwoch, 30. April, 19:15 Uhr,
Ort: Hörsaal des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 Foto: SMNK, M. Verhaagh
Blattschneiderameisen mit ihrem Pilzgarten
Foto: SMNK, M. Verhaagh

Seit mehr als 100 Millionen Jahren bevölkern Ameisen die Erde. Über 12.000 Arten dieser staatenbildenden Insekten, die als einzelne Individuen nicht überlebensfähig sind, sind heute bekannt. Ameisenkolonien können aus mehreren Millionen Individuen bestehen und zahlreiche Nester über große Flächen bewohnen. Superkolonien der Argentinischen Ameise erstrecken sich sogar über tausende von Kilometern. Gibt es also keine Grenzen des Wachstums bei Ameisen? Wie können hunderte von Arten im tropischen Regenwald gemeinsam existieren? Der Entomologe Dr. Manfred Verhaagh vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe zeigt am Beispiel der Ameisen auf, wie das Leben in Gemeinschaften zum regelrechten Erfolgsmodell der Evolution werden konnte – ohne aus dem Ruder zu laufen.

Foto: SMNK, M. Verhaagh
Wanderameisen im peruanischen Regenwald
Foto: SMNK, M. Verhaagh

Dr. Manfred Verhaagh arbeitet seit 1982 am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK). Er leitet dort die Insektenkunde (Entomologie) und die Bibliothek, kuratiert die Sammlungen der Hautflügler und arbeitet wissenschaftlich über Ameisen und Tropenökologie.

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Kontakt

LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wechselwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen aus Wissenschaft, Ressourcen- und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter
www.bik-f.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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