Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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05.05.2014 - Expansionen früher Menschen

Vortrag aus der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“

Foto: Senckenberg
Prof. Dr. Friedemann Schrenk, Foto: Senckenberg

Frankfurt, den 5.5.2014. Der Vortrag „Expansionen früher Menschen“ von Prof. Dr. Friedemann Schrenk, Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt und Goethe-Universität Frankfurt, beleuchtet die frühe menschliche Entwicklung und diskutiert, wie Wachstum und Ausbreitung früher menschlicher Gemeinschaften und Menschenarten vor sich gingen. In der gemeinsam von Senckenberg und dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum veranstalteten Vortragsreihe geht es von März bis September 2014 um das aktuelle Thema Wachstum: Im ersten Teil der Vortragsreihe wird die Frage beleuchtet, wie Wachstum in der Natur stattfindet, welche Grenzen es hat und was sich daraus ableiten lässt. Im zweiten Teil kommen dann Perspektiven aus Wirtschaft und Gesellschaft hinzu.

Vortrag: „Expansionen früher Menschen“
Referent: Prof. Dr. Friedemann Schrenk (Sektionsleiter der paläoanthropologischen Abteilung, Senckenberg Forschungsinstitut und Goethe-Universität, Frankfurt)

Datum: Mittwoch, 7. Mai, 19:15 Uhr,
Ort: Hörsaal des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fossilfunde aus Afrika belegen für die Zeit vor 7 bis 4 Millionen Jahren eine Vielfalt an frühen Homininen. Diese ersten aufrecht gehenden Vormenschen entwickelten sich am Rande des tropischen Regenwaldes und breiteten sich nach und nach über ganz Afrika aus. Bevölkerungszahl und Bevölkerungsdichte waren jedoch sehr gering. Mit dem Beginn der kulturellen Evolution kam es zu ersten Expansionen der Frühmenschen (Homo erectus), von Afrika aus zunächst nach Asien und Südeuropa. Der moderne Mensch, Homo sapiens, entwickelte sich erst vor ca. 250.000 Jahren in Afrika. Zu dieser Zeit bevölkerte noch eine Reihe weiterer Homininen die alte Welt, jedoch nur mit geringer Populationsdichte – so z.B. die Neandertaler in Europa (von denen nur ca. 2 Individuen auf 100 km2 lebten), die Denisova-Menschen in Asien oder die Flores-Menschen in Südostasien. Homo sapiens gelang es, alle anderen Menschenarten zu verdrängen. Doch erst mit dem Übergang zu einer sesshaften Lebensweise und dem Beginn des Ackerbaus wuchs seine Bevölkerungszahl weltweit an.

Friedemann Schrenk gehört zu den weltweit führenden Paläoanthropologen. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Forschungspreis des Collège de France, der Grüter-Preis und der Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Schrenk forscht und lehrt in Frankfurt am Senckenberg Forschungsinstitut und an der Goethe-Universität.

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LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wechselwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen aus Wissenschaft, Ressourcen- und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter
www.bik-f.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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