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19.05.2014 - Ewiges Eis? Wachstum und Sterben von Eisschilden und Gletschern

Vortrag aus der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“

Frankfurt, den 19.5.2014.Der Vortrag „Ewiges Eis? Wachstum und Sterben von Eisschilden und Gletschern“ von Prof. Dr. Angelika Humbert (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven)nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise in eisige Welten. Welche Faktoren bestimmen, wie groß und alt Gletscher werden? Der Vortrag ist Teil der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“, einer von Senckenberg und dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum gemeinsam veranstalteten Vortragsreihe, in der es von März bis September 2014 um das Thema Wachstum geht.

Vortrag: Ewiges Eis? Wachstum und Sterben von Eisschilden und Gletschern
Referentin: Prof. Dr. Angelika Humbert(Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven)
Datum: Mittwoch, 21. Mai, 19:15 Uhr,
Ort: Hörsaal des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto: R. Ricker, Alfred-Wegener-Institut
Gletscher auf der Antarktischen Halbinsel
Foto: R. Ricker, Alfred-Wegener-Institut

Wachstum in der Natur umfasst nicht nur das Wachstum von Tieren, Pflanzen und deren Lebensgemeinschaften. Im Rahmen der Vortragsreihe wird deshalb auch das Wachstum in der unbelebten Natur betrachtet – am Beispiel des ewigen Eises.
Welche Faktoren bestimmen das Wachstum von Gletschern? Verlieren die Eisschilde Grönlands und der Antarktis tatsächlich Masse und wenn ja, wieviel? Die Dynamik von Eismassen resultiert aus dem Zusammenwirken der Mechanik von Eis und den klimatischen Faktoren – vom Wachstum der Eiskörner auf der Mikroskala bis zu Oberflächenschmelzen auf Millionen von Quadratkilometern. Eismassen wachsen durch Schneefall an ihrer Oberfläche. Unter der Last seines Gewichts beginnt Eis zu fließen und bildet so Gletscher. Diese transportieren das Eis in Richtung Ozean. Die Bilanz zwischen dem Zutrag von Schnee an der Oberfläche und dem Eisfluss in den Ozean bestimmt, ob Eisschilde wachsen oder Masse verlieren. Ähnliches gilt bei Gletschern, bei denen in den hoch gelegenen Bereichen über das Jahr Masse gewonnen wird, während in niedriger gelegenen Gebieten die Bilanz negativ ist. In beiden Fällen ist ein wesentlicher Faktor für Veränderungen das Klima, ebenso wie die natürliche Variabilität des Systems.

Die Gletscherforscherin Angelika Humbert studierte Physik an der TU Darmstadt, promovierte dort in der Glaziologie und war anschließend in Darmstadt und an der Universität Münster als Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt Schelfeise der Antarktis tätig. 2010 trat sie an der Universität Hamburg eine Professur an und baute am Exzellenzcluster „Climate System Analysis and Prediction“ eine Arbeitsgruppe zur Glaziologie auf. Seit 2012 lehrt Humbert Glaziologie und Theoretische Glaziologie an der Universität Bremen und leitet am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, die Arbeitsgruppe Eismodellierung. Mit ihrem Team simuliert sie in numerischen Modellen die Dynamik des grönländischen und antarktischen Inlandeises, der Eisströme, Gletscher und der angrenzenden Schelfeise. Sie ist in mehreren großen Verbundprojekten tätig.

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