Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Presse

zur Übersicht

02.06.2014 - Die Natur macht‘s vor? Wachstumskonzepte in Biologie, Ökonomie und Gesellschaft

Vortrag aus der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“

Frankfurt, den 02.06.2014. Der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Potthast vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (Eberhard Karls-Universität Tübingen) durchleuchtet den Begriff „Wachstum“ auf unterschiedlichen Ebenen: Ist es sinnvoll, biologische Erkenntnisse in wertender Absicht auf die Gesellschaft zu übertragen? Meint „Wachstum“ in Natur und Wirtschaft überhaupt Vergleichbares? Der Vortrag leitet damit zum zweiten Themenblock der aktuellen Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“ über, die von Senckenberg und dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) von März bis September 2014 gemeinsam veranstaltetet wird.
 
Vortrag: Wachstumsmodell Natur? Gesellschaftliche Naturverhältnisse des Wachsens in Biologie und Ökonomie
Referent: Prof. Dr. Thomas Potthast (Internationales Zentrums für Ethik in den Wissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen)
Datum: Mittwoch, 4. Juni, 19:15 Uhr,
Ort: Hörsaal des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto Prof. Dr. Thomas Potthast
Prof. Dr. Thomas Potthast
© privat

Konzepte von Wachstum in der Natur dienen oft als Modelle für Ideen des wirtschaftlichen Wachstums. Positiv geht es um gelingende Wachstums-Kreisläufe, negativ um Wachstum als Ursache von Zerstörung. Doch meint der Begriff in Natur und Ökonomie überhaupt Vergleichbares? Ist die Übertragung biologischer Erkenntnisse in gesellschaftliche Bereiche sinnvoll? In der Natur „wachsen“ nicht nur Individuen, sondern auch Gewebe und Populationen; ebenso gibt es nicht „das“ wirtschaftliche Wachstum. Vor allem verläuft die Übertragung von Modellen nicht einseitig von der Natur zur Wirtschaft, sondern auch in die umgekehrte Richtung. Entscheidend für die Analogiebildungen ist die Frage nach möglichen Mechanismen und Akteuren der Regulation – und den zugrunde gelegten Bewertungen, welches Wachstum warum „gut“ sein soll.

Thomas Potthast studierte Biologie und Philosophie in Freiburg und Tübingen. Er war DFG-Stipendiat am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) und promovierte 1998 mit einer interdisziplinären Arbeit. Nach Stationen am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin und der University of Wisconsin-Madison wurde er im Mai 2002 Wissenschaftlicher Koordinator des IZEW. Gleichzeitig lehrte er in den Fächern Biologie, Philosophie, Forstwissenschaften und Geowissenschaften. Nach den Habilitation 2010 ist er seit 2012 außerplanmäßiger Professor an der Eberhard Karls-Universität Tübingen und beforscht dort disziplinenübergreifend ein breites Themenspektrum, von der Ethik in Wissenschaften über Naturphilosophie bis hin zur Theorie und Praxis von Interdisziplinarität im Bereich Nachhaltige Entwicklung.

Download PM

Die Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Berichterstattung zu dieser Pressemeldung verwendet werden unter der Voraussetzung, dass der genannte Urheber mit veröffentlicht wird. Eine Weitergabe an Dritte ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zulässig.

LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wechselwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen aus Wissenschaft, Ressourcen- und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter
www.bik-f.de 

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Kontakt

Transferstelle
LOEWE Biodiversität und Klima , Forschungszentrum (BiK-F),
Dr. Julia Krohmer
Tel.: 069- 7542 1837
jkrohmer@senckenberg.de

Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Alexandra Donecker
Tel. 069- 7542 1561
Fax 069- 75421517
adonecker@senckenberg.de


Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

21.07.2018 10:34:24


21.07.2018 10:33:45


21.07.2018 10:33:24


https://die-welt-baut-ihr-museum.de