Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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12.06.2014 - Zum Wirtschaftswachstum – verdammt in alle Ewigkeit? Vortrag

aus der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“

Frankfurt, den 13.6.2014. Warum muss Wirtschaft immer wachsen? Wie kommt es zu diesem Dogma, und ist unbegrenztes Wachstum überhaupt möglich? Der Vortrag von Prof. Dr. Dirk Löhr (Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld) greift dieses Thema auf und eröffnet den zweiten Themenblock der aktuellen Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“, die von Senckenberg und dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) von März bis September 2014 gemeinsam veranstaltetet wird.
 
Vortrag: Zum Wirtschaftswachstum – verdammt in alle Ewigkeit?
Referent: Prof. Dr. Dirk Löhr (Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld)
Datum: Mittwoch, 18. Juni, 19:15 Uhr,
Ort: Hörsaal des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Gegensatz zu natürlichen Systemen ist unser Wirtschaftssystem auf fortwährendes Wachstum ausgerichtet. Es scheint einem regelrechten Wachstumszwang zu unterliegen, Nullwachstum wird bereits mit Rezession gleichgesetzt. Wie kommt diese Wachstumsspirale zustande? Gehorcht das Wirtschaftssystem anderen Gesetzen als natürliche Systeme, bei denen fortwährendes Wachstum irgendwann in einer Katastrophe endet? Jedes Prozent Wachstum, jeder Euro Mehrumsatz erzeugen eine „Schleifspur“ an Energie- und Materialverbrauch. Dabei ist unser ökologischer Fußabdruck schon heute viel zu groß – wie vereinbaren Unternehmen und Politiker dies mit der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen? Im Vortrag wird erläutert, worauf das Wachstumsdogma basiert. Außerdem werden Ansätze diskutiert, die sich dem Wachstumsdruck entgegenstellen, aber noch nicht beim „Mainstream“ in Wissenschaft und Politik angekommen sind.
 
Dirk Löhr studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte mit einer Arbeit zum Themenkomplex Unternehmensbewertung; seine Habilitationsschrift befasste sich mit Unternehmensnachfolgestrategien. Er sammelte zunächst umfassende Erfahrungen in der Wirtschaft. Seit 1997 ist er Professor für Steuerlehre und ökologische Ökonomie an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld sowie Dozent an der Ruhr-Universität in Bochum. Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit ist er im Vorstand der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft e.V., Sprecher des Zentrums für Boden und Flächenhaushaltspolitik und Vizepräsident der International Union for Land Value Taxation für Deutschland. Er befasst sich schon lange intensiv mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Globalen Wandels.

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Weiter Vorträge der Reihe:

2. Juli 2014, 19:15 Uhr
Grünes Wachstum – Chance oder Schimäre?
Vortrag von Prof. Dr. Martin Jänicke, Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU ), Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin

16. Juli 2014, 19:15 Uhr
Themenabend: Wachstum und Natur – das Beispiel Frankfurt am Main
Mit Bürgermeister Olaf Cunitz, Dezernent für Planen und Bauen Frankfurt am Main und Stadträtin Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt, Gesundheit und Personal Frankfurt am Main. Moderation: Prof. Dr. Georg Zizka

10. September 2014, 19:15 Uhr
Was kommt nach dem Wachstum? – Wege in eine Postwachstumsgesellschaft
Vortrag von Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des BUND

24. September 2014, 19:15 Uhr
Wirtschaftsfaktor oder Eigenwert – welchen ‚Wert‘ hat die Natur?
Vortrag von Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Bonn

Kontakt

LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wechselwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen aus Wissenschaft, Ressourcen- und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter
www.bik-f.de 

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
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