Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Presse

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05.08.2014 - Bildungsauftrag Ahoi

Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ mit einem Exponat der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung legt in Frankfurt am Main an.

Frankfurt, den 5.8.14. Am 6. Mai 2014 startete das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ seine viereinhalb Monate lange Tour durch Deutschland und Österreich. Vom 12. bis 14. August liegt es in Frankfurt am Main am Eisernen Steg vor Anker. Wer Lust hat, kann zwischen 10 und 19 Uhr kostenlos an Bord gehen und lernen, wie Wissenschaft funktioniert. 36 Exponate zeigen aktuelle Forschung zu digitalen Technologien und ihren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Auch Senckenberg ist mit dabei: Zusammen mit dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BIK-F), dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander König in Bonn sowie Studierenden des Studiengangs „Intermedia Design“ der Hochschule Trier entstand ein interaktives Exponat.

Unten im Schiffsbauch, inmitten der Ausstellung „Digital unterwegs“, steht das Exponat der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Es besteht aus einem Tisch-Computer mit berührungsempfindlichem Multi-Touch-Display. Darauf befinden sich auf Sockeln montierte Tierfiguren. Aufgabe ist es, die Tierfiguren anhand äußerlicher Merkmale auf einem virtuellen Stammbaum so zu positionieren, wie ihr verwandtschaftliches Verhältnis zueinander vermutet wird. Liegt man mit der eigenen Vermutung richtig, wird dies durch ein grünes Aufleuchten bestätigt. Im Anschluss können mit einer Simulation auch die Gene analysiert werden – eine ganz andere, modernere Herangehensweise zur Bestimmung verwandtschaftlicher Beziehungen. 

Doch wozu dies alles? Innerhalb der Phylogenie, der Wissenschaft, die sich mit der stammesgeschichtlichen und evolutiven Entwicklung der Lebewesen beschäftigt, werden längst nicht mehr nur äußere Merkmale eines Organismus betrachtet, um diesen einordnen zu können. Die Entschlüsselung des genetischen Codes mittels molekulargenetischer Methoden war eine wissenschaftliche Revolution. Die Molekulargenetik ermöglicht es, verwandtschaftliche Verhältnisse von Tieren anhand bestimmter DNS-Sequenzen nachzuvollziehen. Gleichzeitig ist es nun möglich, mittels kleinster Gewebeteile Tiere zu bestimmen. Die Rekonstruktion der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Lebewesen wird also heute auf der Kombination der Morphologie mit der Genetik vorgenommen.
Diese Kombination moderner und traditioneller Forschungsweisen wird im gemeinschaftlich produzierten Exponat vereint und auf intuitive Weise vermittelt - ganz im Sinne des Wissenschaftsjahres 2014 „Die digitale Gesellschaft“.

Die  Ausstellung „Digital unterwegs“ ist mit dem Blick auf die Begriffe „Miteinander“, „Wirtschaft“ und „Wissen“ in drei Bereiche gegliedert. Wie verändert Digitalisierung den Einzelnen, wie die Gesellschaft, wie die Wirtschaft und den Alltag? Und welche Chancen und potentiellen Risiken verbergen sich hinter den zahllosen Einsatzbereichen digitaler Medien? Diese und viele weitere Fragestellungen werden im Schiffsbauch der MS Wissenschaft näher beleuchtet und können im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dialog an Deck“ mit Experten diskutiert werden. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird empfohlen ab zwölf Jahren.

Seit nunmehr zwölf Jahren begibt sich die „MS Wissenschaft“, jeden Sommer auf eine Reise quer durch Deutschland und seit 2010 auch durch Österreich. Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch die Universität Bremen. Das Motto damals: „Abenteuer Meeresforschung“, die Idee: Spannende Forschungsthemen zum Wasser und im Wasser für Jung und Alt. Die Initiative Wissenschaft im Dialog übernahm das Konzept eines schwimmenden Science Centers und realisiert seit 2003 jedes Jahr ein Ausstellungsschiff, seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Thema der Ausstellung orientiert sich am jeweiligen Wissenschaftsjahr und das schwimmende Science Center ist schnell zu einem der Highlights der Wissenschaftsjahre geworden.

Die Exponate der Ausstellung „Digital unterwegs“ werden von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz- Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft, sowie von DFG-geförderten Projekten, Hochschulinstituten und weiteren Partnern zur Verfügung gestellt. Der FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung ermöglicht den Aufenthalt der MS Wissenschaft in Österreich.


Täglich um 11.00 Uhr und um 17.00 Uhr wird eine jeweils 30-minütige Führung zu ausgewählten Exponaten der MS Wissenschaft angeboten. Der Rundgang benötigt keine Anmeldung und ist kostenfrei.

Anmeldung für Schulklassen: Für Gruppen ist eine Anmeldung auf www.ms-wissenschaft.de erforderlich. Die Ausstellung ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.

Download PM

Fotos: www.ms-wissenschaft.de/fotos
Schnittmaterial für TV- und Onlinejournalisten: www.ms-wissenschaft.de/presse

Weitere Informationen: www.digital-ist.de und www.ms-wissenschaft.de 

Wissenschaft im Dialog – die Initiative der deutschen Wissenschaft
Wissenschaft im Dialog (WiD) bringt Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch. Die Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft wurde 1999 von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. WiD organisiert Dialogveranstaltungen, Ausstellungen oder Wettbewerbe rund um Wissenschaft und Forschung und entwickelt neue Formate der Wissenschaftskommunikation. Die Wissenschaftsorganisationen stärken mit der Gemeinschaftsinitiative den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auch über kontroverse Themen der Forschung. WiD wurde auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft gegründet. Als Partner kamen Stiftungen hinzu. Maßgeblich unterstützt wird WiD vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
www.wissenschaft-im-dialog.de 

Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft
Die digitale Gesellschaft ist eine Gesellschaft im Umbruch. Digitale Technologien durchdringen unseren Alltag und bieten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Das Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft zeigt auf, wie Wissenschaft und Forschung diese Entwicklung mit neuen Lösungen vorantreiben und widmet sich den Auswirkungen der digitalen Revolution.
www.digital-ist.de

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter
www.senckenberg.de.

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