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26.08.2014 - Nicht farbecht

Gelbfärbefrosch – neu im Senckenberg Naturmuseum

Modell Gelbfärberfrosch_Foto: Senckenberg, Tränkner
Modell…
Foto: Senckenberg, Tränkner

Frankfurt, den 26.08.2014. Er ist nur etwa zwei Zentimeter groß, leuchtend gelb und färbt bei Berührung ab: der Gelbfärber-Regenfrosch Diasporus citrinobapheus. Ein Modell dieser im Jahr 2010 in den Bergen West-Panamas gefundenen Art ist ab morgen im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt zu sehen. Präsentiert wird es neben weiteren Senckenberg-Neuentdeckungen aus dem Reich der Amphibien und Reptilien in einer eigens dafür vorgesehenen Vitrine. Finanziert wurde das Froschmodell durch Spender, die eine Tierpatenschaft im Senckenberg Naturmuseum übernommen haben.

Gelbfärber-Regenfrosch Diasporus citrinobapheus _Foto Senckenberg, Hertz
…und Original des Gelbfärber-Regenfrosch
Diasporus citrinobapheus

Foto: Senckenberg, Hertz

Jedes Jahr entdecken Senckenberg-Wissenschaftler auf der ganzen Welt neue Arten. Über 300 waren es im Jahr 2012. Acht neu entdeckte Amphibien-Arten hat allein Senckenberg-Forscher Andreas Hertz seit 2008 von seinen Reisen nach Mittel- und Südamerika mitgebracht, darunter auch den Gelbfärber-Regenfrosch. Nicht alle Neuentdeckungen können im Museum ausgestellt werden. Doch der kleine gelbe Star, über dessen Entdeckung auch in den Medien berichtet wurde, hatte es den Präparatoren des Museums angetan. Da eine Trocknung Form- und Farbgebung des Tieres verändern würde, fertigten sie das feingliedrige Modell des Winzlings aus Kunststoff an und kolorierten es in Präzisionsarbeit. Etwa 40 Arbeitsstunden waren nötig, damit Besucher den Gelbfärber-Regenfrosch nun im Museum bewundern können.
Warum der Frosch bei Berührung abfärbt, ist noch nicht erforscht. Zur Abwehr von Fressfeinden ist die spezielle Eigenschaft jedenfalls ungeeignet. Die Biologen konnten keinerlei giftige Komponenten in dem Hautsekret finden. „Diese Besonderheit des Frosches bleibt vorerst rätselhaft und hat unter Umständen gar keine spezielle Funktion“, sagt der Amphibienforscher Hertz.

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Publikationen
Andreas Hertz, Sebastian Lotzkat, Arcadio Carrizo, Marcos Ponce, Gunther Köhler and Bruno Streit (2012): Field notes
on findings of threatened amphibian species in the central mountain range of western Panama. Amphibian and Reptile
Conservation 6(2):9-30.
http://redlist-arc.org/Article-PDFs/ARC_6%282%29_9-30_e46_high_res.pdf

Hertz A. et al. (2012): „A new golden frog species of the genus Diasporus (Amphibia, Eleutherodactylidae) from the
Cordillera Central, western Panama”, ZooKeys, DOI: 10.3897/zookeys.196.2774

 

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.
 

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