Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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08.09.2014 - Was kommt nach dem Wachstum? – Wege in eine Postwachstumsgesellschaft

Vortrag aus der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“
Frankfurt, den 8.9.2014. Gesellschaft OHNE wirtschaftliches Wachstum? Dieses für viele unvorstellbare Szenario wird zunehmend ernsthaft diskutiert, wie z.B. auf der jetzt zu Ende gegangenen internationalen Degrowth-Konferenz in Leipzig. Denn wir stoßen mit dem heutigen Wachstum längst an die ökologischen Grenzen des Planeten. Der Vortrag von Prof. Dr. Angelika Zahrnt (Ehrenvorsitzende des BUND) zeigt die systemischen Zwänge auf, die dem aktuellen Wachstumsdogma zugrunde liegen und diskutiert, wie sie überwunden und neue Perspektiven gewonnen werden können. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Müssen wir wachsen? Antworten aus Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“, die von Senckenberg und dem LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) von März bis September 2014 gemeinsam veranstaltetet wird.
 
Vortrag: Was kommt nach dem Wachstum? – Wege in eine Postwachstumsgesellschaft
Referentin: Prof. Dr. Angelika Zahrnt (Ehrenvorsitzende des BUND, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der deutschen Bundesregierung und Fellow am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW))
Datum: Mittwoch, 10. September, 19:15 Uhr,
Ort: Hörsaal des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weltweit sind Gesellschaften heute strukturell auf fortdauerndes Wirtschaftswachstum ausgerichtet und angewiesen, denn soziale Sicherungssysteme wie Altersversorgung und Gesundheitswesen sind davon abhängig. Wir selbst haben uns darauf eingestellt, dass alles kontinuierlich wächst: Staatshaushalt, Unternehmensumsätze, Einkommen und Konsum. Diese wird zunehmend hinterfragt, wie letzte Woche auf der vierten internationalen Degrowth-Konferenz in Leipzig, bei der 2.500 Teilnehmer über Alternativen zum Wachstum dikutierten. Der Vortrag von Angelika Zahrnt zeigt die systemischen Zwänge auf, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen, und stellt alternative Entwicklungsmöglichkeiten für eine Gesellschaft vor, die nicht auf Wachstum angewiesen ist. Es wird diskutiert, wie die Zwänge überwunden und neue Perspektiven gewonnen werden können – Perspektiven für eine Postwachstumsgesellschaft, in der es sich auch ohne Wachstum gut leben lässt.
 
Prof. Dr. Angelika Zahrnt ist Volkswirtin und Systemanalytikerin. Sie war von 1990 bis 1998 stellvertretende Vorsitzende und von 1998 bis 2007 Vorsitzende des BUND, und von 2001 bis 2013 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Sie engagiert sich u.a. bei oecom research, Ökovision und beim IÖW.
Zahrnt hat zahlreiche Werke zu Nachhaltigkeit, Produktlinienanalyse, Ökologischer Steuerreform, Ökologie und Ökonomie sowie Frauen und Ökologie veröffentlicht. Sie ist Initiatorin der Studien „Zukunftsfähiges Deutschland“ (1996 und 2008), Herausgeberin von „Postwachstumsgesellschaft“ (2010, mit Irmi Seidl) und Autorin von “Damit gutes Leben einfacher wird. Perspektiven einer Suffizienzpolitik“ (2013, mit Uwe Schneidewind). 2007 und 2013 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz, 2009 derDeutsche Umweltpreises verliehen.

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LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wechselwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Institutionen aus Wissenschaft, Ressourcen- und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter
www.bik-f.de
 
Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter
www.senckenberg.de. Senckenberg ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.


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