Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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03.12.2014 - Ein Biber für Hassia

Senckenberg stiftet Patentier zum 150. Geburtstag

Frankfurt, den 3.12.2014. Das traditionsreiche Bad Vilbeler Unternehmen Hassia feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag und Senckenberg gratuliert herzlich mit einem besonderen Geschenk: Als Zeichen der Verbundenheit stiftet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung der Familie Hinkel, die das Unternehmen Hassia bereits in fünfter Generation führt, die Patenschaft für einen Biber im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt. Nicht nur die Tradition verbindet. Senckenberg und Hassia teilen neben der starken Verwurzelung in der Heimatregion Rhein-Main auch das Engagement für Mensch und Natur. So hat Hassia die Initiativen „1 Kasten = 1 Baum“ und „Nähe ist gut“ ins Leben gerufen und unterstützt zahlreiche gemeinnützige Organisationen und Projekte, darunter auch die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Biberdiorama, Foto Senckenberg, Tränkner
Das Biberdiorama im Senckenberg Naturmuseum
Frankfurt am Main´.
Foto: Senckenberg, Tränkner

„Der Biber, der als fast ausgerottetes Wildtier in Deutschland wieder heimisch wird und hilft, die oft kanalisierten und begradigten Flussabschnitte zu renaturieren, schien uns ein geeignetes Patenkind“, erklärt Senckenberg-Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger. Er wird die Patenschaftsurkunde anlässlich eines Vortrags in der Hassia-Veranstaltungsreihe „Der Blaue Salon“ am 4. Dezember um 20 Uhr überreichen.

Der Eurasische Biber Castor fiber ist das größte Nagetier Europas; außer dem Menschen hat kaum eine Art solch einen großen Einfluss auf die Landschaftsstruktur wie dieser Deichbauer und Baumfäller. Mit seinen für Nagetiere typischen, stets nachwachsenden Zähnen kann der Biber durch seine enorme Beißkraft von bis zu 80 Kilogramm pro Quadratzentimeter Baumstämme mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter in einer Nacht durchnagen. Der Biber war bis auf eine Reliktpopulation an der Elbe in Deutschland ausgerottet. Dank strenger Schutzmaßnahmen und erfolgreichem Bibermanagement steigt die Gesamtpopulation seit einigen Jahrzehnten wieder stetig an.

Biber, Foto Senckenberg, Tränkner
Der Biber im Senckenberg Naturmuseum wird
das neue Patentier des Traditionsunternehmens
Hassia. Foto: Senckenberg, Tränkner

Das Senckenberg Forschungsinstitut untersucht in der Forschungsstation in Gelnhausen mit Hilfe der Analyse von Haarproben die Struktur des Biberbestandes in ganz Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Belgien, um Ausbreitungsmuster zu rekonstruieren sowie die genetische Vielfalt und die Vermischung mit benachbarten Biberbeständen zu erfassen. Die Untersuchungen zeigen, dass die Vermischung Eurasischer Biberpopulationen aus verschiedenen Herkunftsgebieten Vorteile in der genetischen Vielfalt mit sich bringt. Dank der aus den Untersuchungen abgeleiteten Managementmaßnahmen konnte auch die Ausbreitung des invasiven Nordamerikanischen Bibers Castor canadensis eingeschränkt werden. Der eingewanderte Biber ist etwas größer als sein europäischer Verwandte Castor fiber und steht im Verdacht, seinen Artgenossen aus dessen Lebensraum zu verdrängen.

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61118 Bad Vilbel
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Fax 06101 714 -0

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

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