Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Presse

zur Übersicht

20.02.2015 - Vortrag: Weiden, Wüsten, hohe Berge

aus der Reihe „Schutz und Nutzung – (k)ein Widerspruch? Biodiversität und Landnutzung in Zeiten des globalen Wandels“

Foto K. Wesche
Mongolische Studenten untersuchen eine
beweidete Steppe, ©. K. Wesche

Frankfurt, den 20.2.2015. Mit Zentralasien assoziieren viele Menschen endlose Weiten und unberührte Landschaften. Die Realität sieht vielerorts anders aus: Der Mensch greift auch dort immer intensiver in Landschaftsbild und natürliche Kreisläufe ein. Dr. Karsten Wesche vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz stellt in seinem Vortrag „Weiden, Wüsten, hohe Berge: Die Auswirkungen von Landnutzung und Klimawandel auf die natürlichen Ökosysteme Zentralasiens“ die dortige Vegetation vor und diskutiert, was sich aktuell verändert und durch welche Faktoren. Der Vortrag ist Teil der Frankfurter Reihe „Schutz und Nutzung – (k)ein Widerspruch? Biodiversität und Landnutzung in Zeiten des globalen Wandels“ der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Vortrag: Weiden, Wüsten, hohe Berge: Die Auswirkungen von Landnutzung und Klimawandel auf die natürlichen Ökosysteme Zentralasiens
Referent: PD Dr. Karsten Wesche, Senckenberg Museum für Naturkunde, Görlitz
Datum: Mittwoch, 25. Februar 2015, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto K. Wesche
Im Süden der Mongolei dominieren Federgräser
die ausgedehnten Wüstensteppen,
© K. Wesche

Wüsten und Grasländer bedecken mehr als ein Drittel der Landfläche der Erde. Entsprechend groß ist ihre Bedeutung für Flora und Fauna, aber auch für den Menschen, der hier seine Nutztiere weiden lässt. Für die Erforschung dieser Lebensräume ist Zentralasien besonders interessant, weil hier innerhalb einer biogeographischen Region verschiedene Klimaregime und Höhenstufen verglichen werden können. Im Vortrag werden Erkenntnisse aus über 15 Jahren Senckenberg-Forschung in Zentralasien präsentiert, die vom Südrand der Region in Tibet bis zu ihrem Nordrand in Jakutien reicht. Neben den klimatischen Bedingungen geht es um die Vegetation der Region sowie die Einflüsse des extremen Klimas, der flächendeckenden Landnutzung und deren Folgen. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Senckenberg-Sonderausstellung „Grasland, Yaks und wilde Pferde – von Tibet bis in die Wüste Gobi".

Foto AG C. Leuschner, Göttingen
PD Dr. Karsten Wesche
© AG C. Leuschner, Göttingen

Der Botaniker Karsten Wesche studierte in Marburg, Gießen und Aberdeen Biologie, Bodenkunde und Geographie und promovierte dann in Marburg zu den alpinen Ökosystemen Kenias und Ugandas. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftler am Institut für Biologie der Universität Halle-Wittenberg, wo er sich mit einer Arbeit zu den Überlebensstrategien von Pflanzen in mongolischen Steppen habilitierte und seitdem als Privatdozent Naturschutzbiologie lehrt. Seit 2010 leitet er am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz die Abteilung Botanik. Neben der Flora und Vegetation Mitteleuropas ist sein Hauptforschungsgebiet die Ökologie trockener Weidegebiete, die er insbesondere in der Mongolei und in Tibet / China untersucht.

Download PM

Kontakt:

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de. Senckenberg ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. 

 

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

 

19.01.2018 09:50:07


18.01.2018 12:30:27


18.01.2018 08:00:23


https://die-welt-baut-ihr-museum.de