Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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06.03.2015 - Vortrag: Wirtschaftsaufschwung und Rohstoffabbau versus Gazelle

Vortrag: Wirtschaftsaufschwung und Rohstoffabbau versus Gazelle 
aus der Reihe „Schutz und Nutzung – (k)ein Widerspruch? Biodiversität und Landnutzung in Zeiten des globalen Wandel“

Foto: T. Mueller
Gazelle mit GPS-Sender
© T. Müller

Frankfurt, den 6.3.2015. Wirtschaftlicher Aufschwung wird gesellschaftlich allgemein begrüßt. Seine Folgen für Pflanzen, Tiere und Ökosysteme sind jedoch häufig nicht absehbar. In der Mongolei beispielsweise behindern zahlreiche neue wirtschaftliche Infrastrukturen die arttypischen Wanderungen riesiger Tierherden. Thomas Müller vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurtdiskutiert dieses Dilemma in seinem Vortrag „Wirtschaftsaufschwung und Rohstoffabbau versus Gazelle – Bedrohte Natur in der Mongolei“. Dabei zeigt er auf, wie Forschung dazu beitragen kann, künftig wirtschaftliche Entwicklung besser mit dem Erhalt von Biodiversität und Ökosystemfunktionen zu vereinbaren.

Foto T. Mueller
Mongolische Steppe
© T. Müller

Vortrag: Wirtschaftsaufschwung und Rohstoffabbau versus Gazelle – Bedrohte Natur in der Mongolei
Referent: Jun.Prof. Dr. Thomas Müller, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und Goethe-Universität, Frankfurt
Datum: Mittwoch, 11. März 2015, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Foto T. Mueller
Wissenschaftler während der Feldarbeiten
© T. Müller

In den Steppen der Mongolei finden die größten Tierwanderungen der gemäßigten Breiten statt. So wandern riesige Gazellenherden jedes Jahr über Hunderte von Kilometern. Derzeit erlebt die Mongolei aufgrund ihrer Bodenschätze – Öl, Kupfer und Gold – einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. In dem bislang nur wenig erschlossenen Land, dessen Einwohner traditionell nomadisch und hauptsächlich von Viehzucht leben, werden zahlreiche neue Straßen, Eisenbahnlinien und Industrieanlagen gebaut. Diese können für wandernde Tiere unüberwindliche Barrieren darstellen. Lassen sich wirtschaftliche Entwicklung und weiträumige Tierwanderungen überhaupt in Einklang bringen? Der Vortrag veranschaulicht, wie diese wandernden Tierarten auf Landschaftsveränderungen durch den Menschen reagieren und wie große Tierwanderungen erforscht werden.

Portrait Thomas Mueller
Jun. Prof. Dr. Thomas Müller
© Uwe Dettmar

Thomas Müller studierte Biologie an der Philipps-Universität Marburg und promovierte anschließend an der University of Maryland in den USA. Danach arbeitete er in Frankfurt und in Maryland als PostDoc und war außerdem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Smithsonian Conservation Biology Institute, USA. Seit 2013 hat er die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ inne und erforscht in diesem Rahmen neue Ansätze, um fortschreitende wirtschaftliche Entwicklungen besser mit dem Erhalt von Biodiversität und Ökosystemfunktionen zu vereinbaren.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Schutz und Nutzung – (k)ein Widerspruch? Biodiversität und Landnutzung in Zeiten des globalen Wandel“ der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie Teil des Begleitprogramms zur Senckenberg-Sonderausstellung „Grasland, Yaks und wilde Pferde – von Tibet bis in die Wüste Gobi", die noch bis 19. April im Naturmuseum zu sehen ist.
 
Weitere Termine der Reihe auch unter www.senckenberg.de/veranstaltungen
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25.3.2015
Ausgebremste Vielfalt   Biodiversität und Verkehr
Prof. Dr. Klaus Henle, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig

15.4.2015
Bäume und Gräser als Zukunftsoption Lignocellulose als Ausgangsstoff für die chemische Industrie und potentielle Biotreibstoffe
Prof. Dr. Regina Palkovits, RWTH Aachen

29.4.2015
Satoyama die traditionelle Kulturlandschaft Japans als Modell für nachhaltige Landnutzung?
Dr. Stefan Hotes, Fachbereich Biologie, Philipps Universität Marburg)

6.5.2015
Landnutzung und Biodiversität in der Großstadt das Beispiel Frankfurt a. M.
Prof. Dr. Georg Zizka, Senckenberg Forschungsinstitut und Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

20.5.2015
Nachhaltigkeit, biologische Vielfalt, gutes Leben geht das zusammen? Beispiele aus den Tropen
Friederike Kraemer und Dr. Alberto Camacho-Henriquez, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Eschborn

3.6.2015
Verborgene Schädlinge Oomycetenvielfalt in Land- und Forstwirtschaft
Prof. Dr. Marco Thines, Senckenberg Forschungsinstitut und Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

17.6.2015
Gerechtigkeit und das Gute Leben: Zwei unterschätzte Dimensionen der Biodiversitätskommunikation
Dr. Uta Eser, Büro für Umweltethik, Tübingen

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de. Senckenberg ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.


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