Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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29.04.2015 - Vortrag: Landnutzung und Biodiversität in der Großstadt – das Beispiel Frankfurt am Main

Vortrag aus der Reihe „Schutz und Nutzung – (k)ein Widerspruch? Biodiversität und Landnutzung in Zeiten des globalen Wandels“

Foto Senckenberg, Krohmer
Lebenswert für Mensch, Tier und Pflanze.
© J. Krohmer

Frankfurt, den 30.4.2015. Die städtischen Ballungsräume wachsen und verdichten sich überall, und die wenigen noch vorhandenen naturnahen Flächen im urbanen Raum stehen unter immer größerem Nutzungsdruck. Jedoch kommen in den Großstädten oft mehr Tier- und Pflanzenarten vor als in den sie umgebenden Agrarlandschaften. Georg Zizka vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt zeigt in seinem Vortrag „Landnutzung und Biodiversität in der Großstadt – das Beispiel Frankfurt am Main“, warum dies so ist, welche Rolle die menschlichen Eingriffe dabei spielen und nimmt die Zuhörer mit auf einen Streifzug durch das grüne Frankfurt. Vor dem Vortrag wird ein Rundgang durch den Garten des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum angeboten.

Foto Senckenberg, Krohmer
Erstaunlich vielfältig: Das
Frankfurter Stadtgebiet.
© J. Krohmer

Vortrag: Landnutzung und Biodiversität in der Großstadt – das Beispiel Frankfurt am Main
Referent: Prof. Dr. Georg Zizka, Senckenberg Forschungsinstitut und Goethe-Universität
Datum: Mittwoch, 6. Mai 2015, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszen-trums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt.
Um 18:00 Uhr haben interessierte Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, an einer Führung durch den BiK-F-Garten und zum Bienenstand teilzunehmen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Vortrag ist Teil der Reihe „Schutz und Nutzung – (k)ein Widerspruch? Biodiversität und Landnutzung in Zeiten des globalen Wandels“ der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten und stellt eine Vielzahl von Ansprüchen an die knappen Flächen der urbanen Zentren. Immer mehr Flächen werden versiegelt, gleichzeitig wird die große Bedeutung von Stadtnatur für den Menschen immer klarer erkannt. Die Städte versuchen, das Lebensumfeld ihrer Bürger durch Parks, Grünflächen und Freiräume zu verbessern und damit ihre Attraktivität zu steigern. Und tatsächlich sind viele moderne Großstädte ein erstaunlich vielfältiger Lebensraum und beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – und dabei nicht nur die ohnehin weit verbreiteten „Allerweltsarten“. Auch etliche Spezialisten finden in der Stadt mehr für sie geeignete Nischen als in vielen durch uniforme Strukturen geprägten Agrarlandschaften. Der Vortrag beleuchtet am Beispiel der Main-Metropole Frankfurt, wo wir im Lebensraum „Stadt“ biologische Vielfalt finden und brauchen und wie menschliche Eingriffe sich auf diese auswirken.

Georg Zizka studierte Botanik, Zoologie und Biochemie in Frankfurt und Wien, promovierte über tropisch afrikanische Gräser und war anschließend acht Jahre Kustos für tropische Pflanzensammlungen am Palmengarten Frankfurt. Nach der Habilitation 1994 wurde er 1995 auf eine Kooperationsprofessur für „Diversität und Evolution der Pflanzen“ im Fachbereich Biowissenschaften der Goethe Universität berufen. In Personalunion ist er Leiter der Abteilung „Botanik und molekulare Evolutionsforschung“ des Senckenberg Forschungsinstitutes und Naturmuseums Frankfurt. Zu dieser Abteilung gehört das Herbarium Senckenbergianum Frankfurt und die Arbeitsgruppe Biotopkartierung, die seit 1985 im Auftrag des Umweltamtes die Biodiversität in Frankfurt dokumentiert und ihren Wandel untersucht. Seine Forschungsgebiete sind die Systematik, Evolution und Biogeographie ausgewählter Pflanzenfamilien sowie der Biodiversitätswandel unter dem Einfluss des Menschen.

Der Vortrag findet statt in Kooperation mit dem BMBF-Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt“.

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Kontakt:

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurtam Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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