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29.04.2015 - Die heiße Vergangenheit der Lausche – geologische Exkursion zum höchsten Vulkan der Oberlausitz

Lausche
Gipfel mit heißer Vergangenheit: Der Bergkegel
der heutigen Lausche entstand durch vulkanische
Prozesse vor rund 30 Millionen Jahren.
© Senckenberg

Görlitz. Mit 793 Metern überragt die Lausche weithin alle Berge der Oberlausitz. Ihre Entstehung liegt viele Millionen Jahre zurück und zeugt von einer heißen Vergangenheit. Einblicke in diese geben die Geologen des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz am Samstag, den 09. Mai 2015 bei einer Exkursion zu dem erloschenen Vulkan im Zittauer Gebirge. Alle Interessierten treffen sich um 10:00 Uhr an der Freilichtbühne im Waldpark „Neu Sorge“ in Waltersdorf. Es wird empfohlen festes Schuhwerk, einen Hammer und Rucksackverpflegung mitzubringen. Die Exkursion endet gegen 16:00 Uhr. Unterwegs besteht die Möglichkeit zur Einkehr in Myslivny (Jägerdörfel, Tschechien). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Geologen an der Lausche
Erik Wenger (links im Bild) hat in seiner
Masterarbeit zusammen mit den Geologen des
Görlitzer Senckenberg Museums die Entwicklung
des Lauschevulkans rekonstruiert. © Senckenberg

Besucher erfahren auf der Exkursion Spannendes zum Vulkanismus und zur Landschaftsentwicklung im Zittauer Gebirge. Unter anderem berichten die Görlitzer Wissenschaftler von ihren aktuellen Forschungen zur vulkanischen Vergangenheit der Lausche. Deren Bergkegel entstand vor rund 30 Millionen Jahren, als sich besonders zähflüssige Lava aus dem Vulkanschlot nach oben schob. Diese konnte nicht weit fließen, kühlte rasch ab und bildete so eine säulenförmige Erhebung – die heutige Lausche.

Die Geologen des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz, Dr. Olaf Tietz und Dipl.-Geol. Jörg Büchner, beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den heimischen Vulkanen. Ihre Forschungen konnten zum Beispiel zeigen, dass die rund 34 Millionen Jahre alte Landeskrone zu den größten Schlackenkegelvulkanen der Erde gehörte. Die heiße Vergangenheit der Lausche haben sie zusammen mit Erik Wenger, Student an der TU Dresden, untersucht. Durch eine geologische Spezialkartierung konnte er in seiner Masterarbeit die Entwicklung des Lauschevulkans in drei Phasen rekonstruieren.

 

Kontakt
Dr. Olaf Tietz
Sektionsleiter Paläozoologie/ Geologie
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel. 03581 – 4760-5700

Annemarie Grohmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tel.: 03581 - 47605210

 

Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben – dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.             

Pressekontakt

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Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
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Email: pressestelle@senckenberg.de

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