Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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28.07.2015 - 365 Augen - Blicke des Lebens

„365 Augen – Blicke des Lebens“

30. Juli bis 31. Oktober 2015 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt, 2. OG, Raum 211

 Katzenaugen
Eine Art, viele Augenblicke: Katzenaugen
Foto: Meune Lehmann

Frankfurt, den 28.7.2015. Die Augen der Tiere sind erstaunliche Meisterstücke der Evolution – die Künstlerin Meune Lehmann hat die Vielfalt der Sehwerkzeuge mit Acrylfarben auf Leinwände gebannt. Die jeweils 30 mal 30 Zentimeter großen Bilder zeigen realistisch gemalte, farbenfrohen Darstellungen von insgesamt 365 Tieraugen, darunter von Fröschen, Geckos, Affen und Krokodilen: Für jeden Tag des Jahres einen Augenblick. Einige der abgebildeten Tierarten sind bereits vom Erdboden verschwunden, andere stehen auf der Roten Liste.

 Augenblicke
Künstlerin Meune Lehmann
und einige von 365 Augenblicken
Foto: Stefan Milk

Im Laufe von Jahrmillionen entstand eine Vielzahl von optischen Sinnesorganen, die bestens an die Bedürfnisse der jeweiligen Spezies angepasst sind. Manchen gelingt es hell und dunkel zu unterscheiden, andere liefern Rasterbilder, viele jedoch können wesentlich mehr als das Auge des Menschen. Egal, ob Fisch, Fliege, Vogel, Krokodil, Elefant oder Spinne, sie alle haben einen eigenen Blick in und auf die Welt. Begeistert über die Vielfalt der Unterwasserwelt im Great Barrier Reef begann Meune Lehmann die Augen der Fische, die ihr bei einem Tauchgang im Meer begegnet waren, auf Leinwand zu bannen. Viele weitere Augen von Tieren – ob im Wasser, in der Luft oder auf dem Land – folgten. „Die Vielfalt ist erstaunlich und so groß, dass ich dachte, ich kann ohne Problem eine ganzes Jahr lang jeden Tag ein anderes Auge malen“, sagt die Künstlerin aus Schleswig-Holstein.

 Eisvogel
Augenblick eines Eisvogels
Bild: Meune Lehmann

Immer 15 unterschiedliche Augen einer Tierart hat sie wie in einem Mosaik für die Ausstellung zusammengestellt. Türkisblau, tiefrot, leuchtend gelb oder smaragdgrün blicken zum Beispiel die Katzenaugen dem Betrachter entgegen: eine erstaunliche Farbpalette, die die Natur selbst bei den Tieren einer Art hervorgebracht hat. Dass sich der Besucher beobachtet fühlt, ist durchaus beabsichtigt: Für Menschen ist der Blickkontakt schließlich ein zentrales Element der Kommunikation und essenziell für den Ausdruck von Gefühlen. Den Betrachter sollen die Gemälde anregen, über die Artenvielfalt der Erde und über ihre Bedrohung nachzudenken. „Jeder Augenblick ist es wert, erhalten zu werden“, sagt die Künstlerin. Als Vorlagen für die Gemälde dienten ihr Fotografien aus Magazinen und dem Internet. Rund fünf Jahre hat sie an dem Projekt letztendlich gearbeitet: 2006 entstand das erste Bild, im Januar 2010 das letzte.

Grasfrosch
Augenblick eines Grasfrosches
Bild: Meune Lehmann

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Senckenberg Naturmuseums zu sehen. Es wird nur der Museumseintritt erhoben.

Journalistinnen und Journalisten sind zur Eröffnung der Sonderausstellung am 30. Juli um 11 Uhr herzlich eingeladen. Die Künstlerin ist vor Ort und beantwortet gerne Fragen.

Unter dem Titel „Kultur trifft Natur“ erweitert das Senckenberg Naturmuseum sein Programm um Kulturveranstaltungen, wie Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Foto- und Bilderausstellung. Dazu gehören 2015 neben der Bilderausstellung „365 Augen – Blicke des Lebens“ auch die Konzertreihe „the elements“ in Kooperation Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, deren letztes Konzert am 5. November 2015 um 19:30 Uhr stattfindet, sowie das Pegasus-Projekt der Künstlerin Mia Florentine Weiss, das ebenfalls im November zu sehen sein wird.

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Kontakt

Meune Lehmann (freie Künstlerin)
24589 Nortorf
Tel. 04392- 5738
webmaster@meune-art.de
http://www.meune-art.de/

Dr. Alexandra Donecker
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
adonecker@senckenberg.de

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

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