Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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14.11.2015 - Ausgezeichnet: Astronaut und Biodiversitätsforscherin

Verleihung des Senckenberg-Preis für Natur-Engagement an Alexander Gerst und des Senckenberg-Preis für Natur-Forschung an Prof. Georgina Mace während der Senckenberg night

Foto Senckenberg, Tränkner
Ein Zeichen der Solidarität: Das Senckenberg
Naturmuseum in den Farben der französischen
Flagge.Foto: Senckenberg, Tränkner

Frankfurt, den 14.11.2015. Zum zweiten Mal verlieh die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am heutigen Abend den Senckenberg-Preis für herausragende Leistungen in der Naturforschung und besonderen persönlichen Einsatz für den Schutz und Erhalt unserer Umwelt. Prof. Georgina Mace, Leiterin des Zentrums für Biodiversität und Umweltforschung am University College London, erhielt den „Senckenberg-Preis für Natur-Forschung“, der deutsche ESA-Astronaut, Vulkanologe und Geophysiker Dr. Alexander Gerst wurde mit dem „Senckenberg-Preis für Natur-Engagement“ geehrt. Überschattet wurde die Veranstaltung von den Ereignissen der Anschläge in Paris. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, Schirmherr der Preisverleihung, rief zur Solidarität mit dem Nachbarn Frankreich auf und mahnte zur Besonnenheit aber auch Entschlossenheit.

Foto Senckenberg, Tränkner
Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor
der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung,
Preisträgerin Prof. Georgina Mace, BMW
Niederlassungsleiter Uwe Holzer, Dr. h. c. Beate
Heraeus, Senckenberg-Präsidentin und ESA-Astronaut
Prof. Dr. Reinhold Ewald.
Foto: Senckenberg, Tränkner

„Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, in der extreme Ereignisse die Welt erschüttern“, sagte Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Prof Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger. „Dieser Situation gilt es zu begegnen und zu zeigen: Wir geben nicht klein bei. Das möchten wir auch am heutigen Abend tun und zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten ehren, die unsere Gesellschaft in besonderem Maße vorangebracht haben und sich durch herausragende Leistungen in Sachen Naturforschung und Naturengagement auszeichnen“, so Mosbrugger weiter. Auch der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gratuliert herzlich: „Der Name Senckenberg ist Ausdruck herausragenden bürgerschaftlichen Gemeinsinns und steht seit nahezu 200 Jahren nicht nur für das hohe und anhaltende Engagement der Bürgerinnen und Bürger Frankfurts, sondern auch für Spitzenforschung von Weltrang, die Wissen teilt und vermittelt. Zwei Personen haben im vergangenen Jahr exzellente Natur-Forschung betrieben und einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Deshalb freut es mich, dass Prof. Georgina Mace für ihre Arbeit für Biodiversität und Ökosysteme und „unser Mann im All“, der ISS-Astronaut und Geophysiker Dr. Alexander Gerst, mit dem Senckenberg-Preis 2015 ausgezeichnet werden.“

Foto Senckenberg, Tränkner
Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Prof. Georgina
Mace und Prof. Dr. Birgitta Wolff.
Foto: Senckenberg, Tränkner

Der Name der Preisträgerin Prof. Georgina Mace ist untrennbar mit der internationalen „Roten Liste“ der bedrohten Tierarten verbunden, die maßgeblich auf ihre Arbeit zurückgeht. Laudatorin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, lobte insbesondere Mace’ Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik. Die Biologin betreibt richtungsweisende Grundlagenforschung auf dem Feld der Biodiversität und nutzt dieses Wissen für den Naturschutz. Besonders in den letzten Jahren widmet sie sich vermehrt der Fragestellung, welche Bedeutung die Vielfalt des Lebens für das Wohlergehen des Menschen hat.

Foto Senckenberg, Tränkner
Dr. h. c. Beate Heraeus, ESA-Astronaut Prof. Dr.
Reinhold Ewald mit ESA-Astronaut Alexander
Gerst im Hintergrund.
Foto: Senckenberg, Tränkner

Alexander Gerst blickte als deutscher ESA-Astronaut der Internationalen Raumstation ISS über sechs Monate vom All auf die Erde. Im Rahmen der „Blue Dot“-Mission führte er über 100 Experimente in den Bereichen Physik, Biologie, menschliche Physiologie und Strahlenforschung durch. Laudator Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesforschungsminister a. D., hob besonders den Verdienst des Astronauten hervor, über die sozialen Netzwerke die Erdenbewohner an den Erlebnissen während der Expedition teilhaben zu lassen. Seinen exponierten Blick auf die Erde dokumentierte Gerst mit beeindruckenden Bildern und machte in seinen Kommentaren auf persönliche und emotionale Weise auf die Besonderheit und den Schutz unseres einzigartigen blauen Planeten aufmerksam. Der Preis wurde stellvertretend von Prof. Dr. Reinhold Ewald, ESA-Astronaut und Physiker, entgegengenommen. Alexander Gerst war vom Trainingscenter der NASA in Houston per Video live zugeschaltet, wo er sich auf zukünftige Missionen vorbereitet.

Prof Georgina Mace
Prof. Georgina Mace, PhD Leiterin des Zentrums
für Biodiversität und Umweltforschung am
University College London

Die Senckenberg-Präsidentin Dr. h. c. Beate Heraeus resümiert: „Alexander Gerst und Georgina Mace fügen sich perfekt in die Reihe der Preisträger des letzten Jahres, Reinhold Messner und Page Chamberlain, ein. Wir brauchen starke Botschafter, die mitreißen und fesseln und die mit ihrer Forschung und Naturthemen viele Menschen erreichen und dafür sensibilisieren, wie wichtig der Erhalt der Natur und ihrer Vielfalt ist. Denn auch der Klimawandel wird zunehmen mehr Menschen dazu zwingen ihre Heimat zu verlassen.“

ESA Astronaut Alexander Gerst
Dr. Alexander Gerst, deutscher ESA-Astronaut,
Vulkanologe und Geophysiker
Foto ESA

Beide Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert. Offizieller Partner der Preisverleihung sowie der anschließenden Senckenberg night, die dieses Jahr unter dem Motto „Welt. Raum. Kosmos.“ stand, war zum zweiten Mal die BMW Niederlassung Frankfurt, die insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung stellte. Für BMW Niederlassungsleiter Uwe Holzer ist es ein großes Anliegen, das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt Frankfurt zu fördern. „Die Senckenberg night ist eine fest etablierte Größe in unserer Stadt – ebenso wie das Senckenberg Naturmuseum“, erklärt Holzer. „Wir unterstützen Senckenberg, da Naturforschung und -engagement Themen sind, die gerade in heutigen Zeiten jeden etwas angehen. Das Verständnis für die Natur sollte möglichst vielen Menschen anschaulich nähergebracht werden; mit dem geplanten Ausbau des Museums wird das noch umfangreicher und eindrücklicher möglich sein.“

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

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24.09.2018 14:00:37


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24.09.2018 07:37:33


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