Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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27.08.2015 - Görlitzer Naturkundemuseum erhält wertvolle Schenkung

Reise & Seibt
Die Kuratorin der Weichtiersammlung Dr. Heike
Reise und Dr. Ute Seibt bewundern eine Auster
mit beginnender Perlenbildung.
© Kristin Paschke / Senckenberg

Görlitz 27.08.2015. Ein Hauch von Afrika-Sehnsucht „wehte“ heute durch das Humboldthaus des Senckenberg Museums: Die bedeutende Verhaltensbiologin und Afrikaforscherin Dr. Uta Seibt übergab eine mehrere Hundert Objekte umfassende Sammlung an das Naturkundemuseum. Während ihrer mehr als dreißig Jahre umfassenden Forschungsaufenthalte in Ost- und im südlichen Afrika sammelte sie zahlreiche Muscheln, Schnecken und Korallen aber auch Fossilien. Außerdem erhielt das Museum eine Anzahl von Webervogelnestern, die die bereits im Museum befindlichen Exemplare ergänzen.

„Ich habe mich für das Görlitzer Museum entschieden, da ich mir sicher bin, dass meine Sammlung hier in besten Händen ist und umfassend bewahrt wird“, sagte die sichtlich gerührte Zoologin, der es gar nicht so leicht fiel, sich von den schönen und interessanten Dingen zu trennen. „Denn jedes Stück ist Teil meiner wissenschaftlichen Arbeit im Freiland“. Davon wusste sie auch viel zu berichten, als sie gemeinsam mit ihrem Görlitzer Mann die Schätze vor den staunenden Museumsmitarbeitern ausbreitete. Strahlende Augen hatte jedenfalls Schneckenforscherin Dr. Heike Reise und meinte über die Neuzugänge: „Viele Privatsammlungen gehen im Laufe der Zeit unwiederbringlich verloren, deshalb freuen wir uns sehr über das Vertrauen von Frau Seibt und garantieren beste Pflege für die Objekte, zumal die Schenkung besonders viele wertvolle und neue Stücke für unsere Sammlung enthält.“

Ausgestellt werden die Neuzugänge allerdings zunächst nicht, „da sie erst nachbestimmt und katalogisiert werden müssen“, erklärt Ausstellungsleiter Dr. Axel Christian und ergänzt: „Sicherlich wird es aber hin und wieder Sonderausstellungen, geben, in denen wir einzelne Stücke zeigen können".

Uta Seibt stammt aus Halle und forschte dreißig Jahre im Auftrag des berühmten Forschungszentrums Seewiesen in Oberbayern in einer heute kaum noch vorstell-baren Breite. Im Mittelpunkt stand dabei immer ihr Interesse an der Entwicklung von Sozialverhalten, von Spinnen bis hin zu afrikanischen Ureinwohnern. Ihre Forschungsergebnisse präsentierte sie in mehreren populärwissenschaftlichen Fachbüchern.

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