Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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08.03.2016 - Die Welt baut ihr Museum: Senckenberg-Wahrzeichen Diplodocus longus in der Frankfurter Commerzbank-Zentrale

Vor dem Museum: Langhalsdino wird abgebaut. Foto: Senckenberg, Tränkner
Vor dem Museum: Langhalsdino wird
abgebaut. Foto: Senckenberg, Tränkner

Frankfurt, den 8.3.2016. Das Senckenberg-Wahrzeichen Diplodocus longus verlässt seinen angestammten Platz vor dem Senckenberg Naturmuseum: Die Commerzbank-Stiftung, Initiativförderer des Um- und Neubaus des Senckenberg Naturmuseums, sorgt für eine vorübergehende Unterbringung des Langhals-Dinosauriers in der Frankfurter Commerzbank-Zentrale. Der Umzug des Giganten ist der Start für die öffentliche Fundraisingkampagne zur Finanzierung des "Projekt Senckenberg 2020 - Neues Museum".

Vom 8. März bis 3. Juni 2016 ist das Senckenberg-Wahrzeichen, die Rekonstruktion des Diplodocus longus, in der Lobby der Frankfurter Commerzbank-Zentrale ausgestellt. Der pflanzenfressende Dinosaurier lebte vor rund 160 bis 150 Millionen Jahren in Nordamerika. Mit einer Länge von 28 Metern und einer Höhe von rund 7 Metern vermittelt die fast eine Tonne schwere Nachbildung ein realistisches Bild über die vermutete tatsächliche Lebensgröße des mächtigen Urzeitriesen.

 Astrid Kießling-Taskin, Vorstand der Commerzbank-Stiftung, sagt: „Das Senckenberg Naturmuseum gehört zum kulturellen Erbe in Frankfurt. Seit fast 200 Jahren ist das Museum der Ort, an dem die Besucher die Faszination von 500 Millionen Jahren Erdgeschichte sowie den Reichtum der Tier- und Pflanzenwelt hautnah erleben können. Das soll auch in Zukunft so bleiben, deshalb unterstützen wir das Senckenberg Naturmuseum. Insbesondere die neuen, zielgruppen- und dialogorientierten Vermittlungsprogramme werden dazu ihren Beitrag leisten.“ Als Initiativförderer gab die Stiftung bereits im vergangenen Jahr bekannt, das Museum mit gut 500.000 Euro zu unterstützen.

Fertig für den Transport: Diplodocus longus. Foto: Senckenberg, Tränkner
Fertig für den Transport: Diplodocus
longus
. Foto: Senckenberg, Tränkner

Der Diplodocus kann von Montag bis Freitag – außer an Feiertagen – von 10 bis 18 Uhr in der Lobby der Commerzbank-Zentrale in der Frankfurter Innenstadt besichtigt werden.

Anderen Museumsbesuchern steht der Umzug noch bevor
Wortstark sind auch andere Bewohner des Senckenberg Naturmuseums auf der Suche nach einem neuen Platz in der Dauerausstellung: Zwischen dem 1. und 10. März ist den zahlreichen im gesamten Frankfurter Stadtgebiet angebrachten Großplakaten zu entnehmen, dass eine Giraffe nach fast 200 Jahren Depot-Daseins dieses nun endgültig beenden will. Die Saiga-Antilope aus der eurasischen Steppe wiederum will einen ruhigen Rastplatz – mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand zu ihrem bisherigen Nachbarn, einem afrikanischen Löwen. Die Botschaft ist klar: „Das Senckenberg-Museum platzt aus allen Nähten. Wir brauchen mehr Raum für unsere Ausstellungsobjekte – die alten und die neuen“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Bis 2020 soll die Grundfläche des Museums von heute rund 6.000 auf 10.000 Quadratmeter vergrößert werden. Hierfür wird eine Summe von rund 56 Millionen Euro benötigt. „Bis wir so weit sind, haben auch andere großzügige Unterstützer des Senckenberg-Neubaus die Möglichkeit, ausgewählte Ausstellungsstücke zeitweise bei sich zu beherbergen und dem Beispiel der Commerzbank-Stiftung zu folgen“, stellt Mosbrugger in Aussicht.

Mit vereinten Kräften in die Commerzbank-Zentrale.  Foto: Senckenberg, Tränkner
Mit vereinten Kräften in die
Commerzbank-Zentrale.
Foto: Senckenberg, Tränkner

Zahlreiche Unternehmen haben bereits zugesagt, sich bei dem Projekt „Die Welt baut ihr Museum“, zu beteiligen. Das aktuelle Spendenvolumen beläuft sich auf 9,5 Millionen Euro, wie dem aktuellen Stand des Spendenbarometers unter https://die-welt-baut-ihr-museum.de zu entnehmen ist. Ziel der Fundraisingkampagne ist es, auch die Bevölkerung in und um Frankfurt anzusprechen.

Die eigene persönliche Erfahrungswelt ist Ausgangspunkt des neuen Vermittlungskonzepts
Stellvertretend für den neuen museumspädagogischen Vermittlungsansatz des Senckenberg Naturmuseums steht der ebenfalls in der Lobby der Commerzbank ausgestellte Biodiversitätstisch. Zehn plastische Modelle biologischer Arten gilt es, auf dieser interaktiven Konsole entsprechend ihrer Verwandtschaft zu sortieren: In welchem Verhältnis stehen Waran und Krokodil und wem von beiden steht der Wellensittich näher? Spielerisch können zur Lösung der Aufgabe verschiedene biologische Herangehensweisen ausprobiert werden: Welche Anhaltspunkte gibt einerseits der Körperbau der Tiere, welche andererseits die Analyse ihres Genoms?

Der Diplodocus longus nimmt Form an.  Foto: Senckenberg, Tränkner
Der Diplodocus longus nimmt Form an.
Foto: Senckenberg, Tränkner

Der fertige Dinosaurier in der Lobby.  Foto: Senckenberg, Tränkner
Der fertige Dinosaurier in der Lobby.
Foto: Senckenberg, Tränkner

Astrid Kießling-Taskin, Vorstand der Commerzbank-Stiftung und  Senckenberg-Generaldirektor Prof. Volker Mosbrugger vor dem Langhals-Dinosaurier.  Foto: Senckenberg, Tränkner
Astrid Kießling-Taskin, Vorstand der
Commerzbank-Stiftung und
Senckenberg-Generaldirektor
Prof. Volker Mosbrugger vor dem
Langhals-Dinosaurier.
Foto: Senckenberg, Tränkner

 

 

 

 

 

 

 

„Wie das Beispiel zeigt“, so Mosbrugger, „steht der interaktive Ansatz im Zentrum des neuen Vermittlungskonzepts. Wir wollen, dass sich die Besucher selbst mit den Inhalten einer Ausstellung auseinandersetzen. Unser Ziel ist es, über die individuellen Interessen und Erfahrungen, die Neugierde und die Begeisterung für die Themenschwerpunkte des Senckenberg Naturmuseums zu wecken. Kurz gesagt – der Museumsbesuch soll eine Brücke zu Wissenschaft und Forschung schlagen.“

Blogbeiträge
Commerzbank-Stiftung: https://blog.commerzbank.de/verantwortung-erleben/16q1/dino-in-der-bank.html
Senckenberg:http://die-welt-baut-ihr-museum.de/neuigkeiten/

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Kontakt

Beate Schlosser
Pressestelle
Commerzbank
Tel. 069- 136 22137


Dr. Alexandra Donecker
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.


 

Verantwortung gegenüber Mitmenschen übernehmen, lautet das konstitutive Leitmotiv der Commerzbank-Stiftung. Ihr Ziel ist es, einen werthaltigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu leisten. Sie ist eine ausschließlich fördernde Stiftung mit den Schwerpunkten Wissenschaft, Kultur und Soziales. In ihrer Tätigkeit versteht sich die Stiftung als Partner für vorbildhafte Initiativen, die eine bundesweite Ausstrahlung haben. Mit ihrer Neugründung im Dezember 2015 ist die Commerzbank-Stiftung eine Stiftung des bürgerlichen Rechts. Das Dotationskapital beträgt 63 Millionen Euro. Sie setzt die Tradition der 1970 als unselbstständige Unternehmensstiftung gegründeten Commerzbank-Stiftung fort. Weitere Informationen unter www.commerzbank-stiftung.de.

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