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20.06.2016 - Wessen Gehirn kommt ins neue Museum? - Wählen Sie mit!

Frankfurt, den 20.06.2016. Albert Einsteins, „Charly“ Körbels, Jane Goodalls oder Deins? Im neuen Senckenberg Naturmuseum wird ein begehbares Modell eines menschlichen Gehirns stehen – und die Öffentlichkeit darf darüber abstimmen, wer die Vorlage dafür liefert.

Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar
Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar

50-mal größer als in der Realität und zu Fuß erkundbar: Für das neue Museum konzipiert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zusammen mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ein spektakuläres Exponat. Geplant ist ein XXL-Modell eines menschlichen Gehirns – aber nicht von irgendeinem, sondern von einem ganz besonderen Kopf. Von welchem genau, entscheidet die Öffentlichkeit. Auf www.die-welt-baut-ihr-museum.de darf seit heute bis zum 29. Juni 2016 darüber abgestimmt werden, wessen Gehirn die Vorlage für die äußere Form der Raum-im-Raum-Installation liefern wird. Zur Auswahl stehen drei Prominente und eine unbekannte Persönlichkeit:

Albert Einstein, der die Relativitätstheorie formulierte, gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten – natürlich gehört dieser Inbegriff des Genies auf die Liste. Ebenfalls dabei: Die weltberühmte Affenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall. Sie begann 1960 mit der Erforschung des Verhaltens von Schimpansen in Tansania und setzt sich bis heute für deren Schutz und Lebensräume ein. „Goodall ist eine außergewöhnliche Biologin und kämpft für die gleichen Ziele wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung“, sagt Dr. Martin Cepek, Leiter des Stabs Zentrale Museumsentwicklung (SGN). Interessant aus ganz anderen Gründen ist das Gehirn von Karl-Heinz „Charly“ Körbel, ehemaliger Fußballer bei Eintracht Frankfurt, aktueller Vorstand des Jugendfußballclubs Frankfurt am Main und mit 602 Spielen Rekordhalter für die meisten Einsätze in der Fußball-Bundesliga. Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass Fußballspielen dem Gehirn mehr abverlangt als Schach: Ein Fußballer muss nicht nur die Positionen von Teamkollegen und Gegnern im Blick haben, er muss auch die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Balls berechnen. Dies erfordert eine außerordentliche Leistung verschiedener Gehirnfunktionen.

Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar
Modell: Hertie-Stiftung 2016, Alexander Grychtolik/Foto: U. Dettmar

Nummer vier auf der Liste hat noch keinen Namen, stattdessen steht dort nur „Senckenberg-Fan“. Hier können die Teilnehmer ein Kreuz setzen, die ihr eigenes Gehirn als Vorlage für das Modell im neuen Senckenberg Naturmuseum sehen wollen. Erhält diese Option die meisten Stimmen, wird in einem nachgeschalteten Verfahren unter den Bewerberinnen und Bewerbern eine Person ausgewählt, deren Gehirn ins Museum kommen wird.

Unter allen Abstimmungsteilnehmern werden drei tolle Preise verlost: Mit etwas Glück kann man eine Führung hinter die Kulissen des Senckenbergs (1. Preis), eine Familienmitgliedschaft (2. Preis) und eine Einzelmitgliedschaft (3. Preis) gewinnen.

Im Rahmen des „Projekt Senckenberg 2020 – Neues Museum“ wird die Grundfläche des Frankfurter Naturmuseums bis 2020 fast verdoppelt. Dabei entstehen auch die vier neuen Ausstellungsbereiche Mensch, Erde, Kosmos und Zukunft. Für diese große Um- und Neubauaktion wird eine Summe von 56 Millionen Euro benötigt, die über die Fundraising-Kampagne unter dem Slogan „Die Welt baut ihr Museum“ gesammelt wird.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wird im Bereich „Mensch“ eine Gehirn-Ausstellung mit 1 Million Euro fördern, inhaltlich konzipieren und gemeinsam mit dem Senckenberg Naturmuseum umsetzen. Hauptexponat der Schau bildet die begehbare Gehirn-Installation.

Kontakt
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Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

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