Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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12.09.2016 - Digital ins Senckenberg Naturmuseum Frankfurt


Senckenberg wird Partner des Google Cultural Institutes

Frankfurt, den 13.09.2016. Die berühmte Schlange, die das Wasserschwein verschlingt, die Dino-Mumie des Edmontosaurus oder der Jaguar – eines der neuesten Präparate im Museum – können nun auch online besucht werden. Das Senckenberg Naturmuseum ist ab sofort auf den Seiten des Google Cultural Institutes vertreten. Mittels 360-Grad-Aufnahmen können Besucherinnen und Besucher sich virtuell im Raum bewegen und über 160 Ausstellungsstücke digital entdecken. Als erstes Museum in Deutschland bietet Senckenberg geführte Kurztouren für Schulklassen und Individualbesucher an, bei der das Smartphone zur 3D-Virtual-Reality-Brille wird. Mit Projektstart gehen weitere Naturkundemuseen weltweit als Teil des Google Cultural Institutes online.

Digital ins Senckenberg
Ab sofort digital durch Senckenberg Naturmuseum
Frankfurt schlendern

Auf der Projektseite https://artsandculture.google.com/partner/senckenberg-nature-museum-frankfurt werden per Street-View-Technologie Einblicke in die Dauerausstellung des Senckenberg Naturmuseum Frankfurt gegeben. Viele außergewöhnliche Stücke – von den Dinosauriern über eine bunte Vogelwelt bis zu den Säugetieren unterschiedlicher Kontinente und den erstaunlichen Bewohnern der Meere – können bei einem Gang durch das Museum entdeckt und angeklickt werden. „Eine großartige Chance, die einzigartigen Schätze, die wir bewahren, auch mit Menschen zu teilen, die unser Museum sonst nicht besuchen könnten. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung unseres Naturmuseums, das damit nicht mehr an den physischen Grenzen des Gebäudes endet, sondern zu den Besuchern nach Hause kommt.“, sagt Generaldirektor Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger und ergänzt: „In diese Richtung wollen wir uns auch beim „Projekt Senckenberg 2020 – das Neue Museum“, unserem geplanten Um- und Neubau, bewegen. Das Objekt bleibt im Fokus – die Präsentation wird aber durch modernste Technik unterstützt.“

Foto Senckenberg
Aus dem Mobiltelefon in einer cardboard-Halterung
wird eine Virtual-Reality-Brille für einen virtuellen
Ausflug ins Senckenberg Naturmuseum
Foto: Senckenberg

Als erstes Museum in Deutschland bietet Senckenberg im Rahmen des Projektes geführte virtuelle Ausflüge, sogenannte „Expeditions“, für Schulklassen und Individualbesucher an. Der Rundgang wird dabei auf das Mobiltelefon gestreamt, das dann als Bildschirm in eine sogenannte cardboard-Halterung eingelegt und wie eine echte Virtual-Reality-Brille auf die Nase gesetzt wird. Während die virtuelle Tour für Einzelbesucher durch Audioinformationen ergänzt wird, erhalten Lehrer und Lehrerinnen bestimmte Fragen und Aufgaben, die sie zusammen mit der Klasse bei ihrem virtuellen Besuch im Klassenzimmer beantworten und lösen können.

Foto: Google Cultural Institute
Jedes noch so kleine Detail der fossilen Nahrungskette
wird in der Gigapixel-Aufnahme verewigt.
Foto: Google Cultural Institute

Zwei zusätzliche digitale Führungen leiten zu den Highlights des Museums sowie durch die Ausstellung zur Grube Messel. Dort kann auf einem hochauflösenden Gigapixel-Foto ein spektakulärer Fund aus dem UNESCO Welterbe Grube Messel bis auf das kleinste Details herangezoomt werden: Eine fossile Schlange, in deren Magen eine Echse zu erkennen ist, die wiederum einen Käfer verspeist hat. Diese dreigliedrige etwa 48 Millionen Jahre alte fossile Nahrungskette ist für Messel einmalig; weltweit gibt es nur ein einziges vergleichbares Fundstück. Durch die Gigapixel-Technologie lässt sich der Fund in seiner gesamten Komplexität und in all seinen Facetten betrachten. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Untersuchung dieses spektakulären Fossils wurden kürzlich im Senckenberg-Fachjournal „Palaeobiodiversity and Palaeoenvironments“ veröffentlicht.

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Kontakt

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Zentrale Museumsentwicklung
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069-7542 1224
philipe.havlik@senckenberg.de

Dr. Alexandra Donecker
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1561
adonecker@senckenberg.de

 
Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Das Google Cultural Institute und seine Partner arbeiten mit über 1.000 Organisationen zusammen, um Internetnutzern die Erkundung der kulturellen Schätze der Welt mit nur einem Klick zu ermöglichen und kulturellen Einrichtungen moderne Tools an die Hand zu geben, um ihr vielseitiges Erbe online mit einem noch breiteren Publikum zu teilen. Das Google Cultural Institute hat sich mit mehr als 1.000 Institutionen aus 70 Ländern zusammengeschlossen und bietet über eine gemeinsame Plattform über 200.000 Kunstwerke sowie insgesamt 6 Millionen Fotos, Videos, Manuskripte und weitere Dokumente zu Themen rund um Kunst, Kultur und Geschichte. Die Ausstellungen des Google Cultural Institute stehen allen Nutzern online und gratis im Internet sowie über die neue mobile App Google Arts & Culture für iOS und AndroidGeräte zur Verfügung.

2016 ist Leibniz-Jahr. Anlässlich des 370. Geburtstags und des 300. Todestags des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (*1.7.1646 in Leipzig, † 14.11.1716 in Hannover) veranstaltet die Leibniz-Gemeinschaft ein großes Themenjahr. Unter dem Titel „die beste der möglichen Welten“ – einem Leibniz-Zitat – rückt sie die Vielfalt und die Aktualität der Themen in den Blick, denen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der bundesweit 88 Leibniz-Einrichtungen widmen. www.bestewelten.de



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Anna Lena Schnettler
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