Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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21.10.2016 - Vortrag "Kostbare Fäden: Spinnenseide und ihre Anwendung in der Medizin"

Vortrag von Christina Liebsch (Medizinische Hochschule Hannover)

 Foto: Julia Krohmer
Seidenspinne (Nephila
sp.) © J. Krohmer

Frankfurt, den 21.10.2016. Spinnenseide ist ein Wunderwerk der Natur und fasziniert die Wissenschaft schon seit langem. Sie weist interessante mechanische Eigenschaften wie hohe Elastizität bei gleichzeitiger Reiß- und Bruchfestigkeit auf und zeigt in Belastungstests keine Ermüdungserscheinungen. Im Labor wird sie für den biomedizinischen Einsatz getestet, etwa zur Unterstützung regenerativer Prozesse von Nerven und Haut, zur Knorpel- und Knochenrekonstruktion, sowie als Material für Herniennetze und Nähte. Die Kombination aus guter Verträglichkeit, biologischer Abbaubarkeit und ihren mechanischen Eigenschaften machen Spinnenseide zu einem idealen Material für zahlreiche Anwendungen.

Christina Liebsch musste zunächst ihre Spinnenphobie überwinden, bevor sie sich wissenschaftlich der Erforschung der Eigenschaften von Spinnenseide widmen konnte. Heute sind Hunderte achtbeinige Fachkräfte für sie tätig, die in der Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover gehalten und regelmäßig gemolken werden.

Referentin: Christina Liebsch, Medizinische Hochschule Hannover Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Datum: Mittwoch, 26. Oktober, 19:15 Uhr
Ort: Hörsaal des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), Georg-Voigt-Straße 14, 60325 Frankfurt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In den kommenden Jahren erweitert die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ihr Naturmuseum in Frankfurt von 6.000 auf 10.000 Quadratmeter. Vier neue Ausstellungsbereiche (Mensch – Erde – Kosmos – Zukunft) nehmen die Besucher mit auf die Reise zu unseren Anfängen, zu den aufregendsten Plätzen der Erde, in die Weiten des Universums und beleuchten die Zukunft unseres Planeten. http://die-welt-baut-ihr-museum.de
Vier Vortragsreihen greifen 2016 und 2017 die Themen der vier Ausstellungsbereiche auf. Den Anfang macht die Reihe „Wir und unsere Erde – Von kleinen Krabblern und Global Playern“. Am Beispiel der Spinnen (und begleitend zur aktuellen Sonderausstellung SPINNEN im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt) geht es dabei um die faszinierenden Anpassungsweisen von Organismen an ihre ökologische Nische, und wie wir Menschen von den Achtbeinern lernen können. Weitere Vorträge, die in Kooperation mit der Zeitschrift natur und dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) stattfinden, thematisieren den Menschen und seine zwiespältige Rolle im Erdsystem. Dabei werden globale Prozesse hinterfragt und realistische Handlungsoptionen für die heutigen Probleme im Bereich Ökologie, Biodiversität und Nachhaltigkeit diskutiert.

Weitere Termine:

Mittwoch, 9. November 2016 / 19.15 Uhr (Kooperation natur/NABU)
Arktisches Monopoly – Der Klimawandel und die Folgen für die Natur am Nordpol
Peter Laufmann, Redakteur der Zeitschrift „natur“

Mittwoch, 30. November 2016 / 19.15 Uhr (Kooperation natur/NABU)
Ökosystem Mensch
Sebastian Jutzi, Chefredakteur der Zeitschrift „natur“

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Tel. 069- 7542 1561
Fax 069- 75421517
adonecker@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten undnachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de. Senckenberg ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.


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