Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

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26.11.2018 - Vortrag: Neue "Senckenberger": Gerade entdeckt, schon bedroht













Der Mond – Sprungbrett ins All? © M. Khan
Die nach David Bowie benannte Riesenkrabbenspinne
Heteropoda davidbowie – prominente Namenspaten sollen
Aufmerksamkeit für bedrohte Arten generieren.
© Peter Jäger, Senckenberg

Frankfurt, den 26.11.2018. Jedes Jahr werden bei Senckenberg Hunderte neue Arten entdeckt und wissenschaftlich beschrieben – allein 291 im Jahr 2017. Nicht alle Neuentdeckungen stammen von Forschungsreisen; auch in den Sammlungen tauchen immer wieder Überraschungen auf – sei es wegen der Revisionen ganzer Gattungen oder des Einsatzes neuer Analysemethoden: Denn neben den traditionellen morphologischen kommen immer häufiger modernste molekulare Methoden zum Einsatz.
206 der 2017 neu beschriebenen Tier- und Pflanzenarten leben oder lebten an Land, 14 im Süßwasser und 71 in den Weltmeeren. 41 Arten stammen aus vergangenen Zeiten und sind nur als Fossil überliefert. 250 leben heute noch auf der Erde – aber wie lange noch? Häufig sind die neu entdeckten Arten bereits vom Aussterben bedroht – ein unersetzlicher Verlust, wissen wir doch nichts über ihre Funktionen im Ökosystem oder gar einen möglichen Nutzen für uns Menschen.

Sebastian Lotzkat, Herpetologe, Autor und Science-Slammer, und Peter Jäger, Leiter der Sektion Arachnologie bei Senckenberg, der bereits 330 neue Spinnenarten beschrieben hat, geben in ihrem Vortrag einen Überblick in die Biodiversitätsforschung an Naturmuseen.

Vortrag: Neue „Senckenberger“: Gerade entdeckt, schon bedroht 

Referenten: Dr. Sebastian Lotzkat (Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart), Dr. Peter Jäger (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)

Datum: Mittwoch, 28.11.2018, 19:15 Uhr

Ort: Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Die Vielfalt unseres Planeten war und ist durch die ständigen Veränderungen unserer Umwelt dauernd im Wandel. Auch heute noch entstehen neue Arten, andere sterben aus. Durch die Eingriffe des Menschen in die Ökosysteme ist dieser Prozess jedoch ins Ungleichgewicht geraten. Die biologische Vielfalt droht weltweit deutlich schneller verloren zu gehen, als es der „normalen“ Rate entspricht. Zahlreiche Arten sind stark gefährdet oder bereits unwiederbringlich verschwunden. Was aber Ursachen, Ausmaß und Folgen des Verlustes der biologischen Vielfalt anbelangt, bestehen noch erstaunlich gravierende Wissenslücken. Nicht einmal die Größenordnung der vorhandenen Biodiversität auf der Erde ist bekannt. Nur eines ist gewiss: Sie ist unsere Lebensgrundlage!

Die neue Senckenberg-Vortragsreihe beschäftigt sich mit dem weltweiten Rückgang der Tier- und Pflanzenarten, seinen Ursachen und möglichen Lösungsansätzen. Dabei stehen nicht nur einzelne Artengruppen oder Lebensräume im Fokus, sondern auch gesellschaftliche Hintergründe und globale Zusammenhänge.

Alle Informationen zu den weiteren Terminen und Themen:
www.senckenberg.de/BedrohteVielfalt

Kontakt
Dr. Julia Krohmer'
Stab Wissenschaftskoordination
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel.: 069- 7542 1837
jkrohmer@senckenberg.de

Judith Jördens
Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Tel. 069- 7542 1434
pressestelle@senckenberg.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

 

Pressekontakt

Dr. Sören Dürr
Tel.: 069 7542-1580

Judith Jördens
Tel.: 069 7542-1434
Mobil: 0172-5842340

Anna Lena Schnettler
Tel.: 069 7542-1561

Email: pressestelle@senckenberg.de

Fax: 069 7542-1517

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt

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