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11.02.2019 - Vortrag: Wert, Verlust und Handlungsoptionen: Die Berichte des Weltbiodiversitätsrates IPBES

Wert, Verlust und Handlungsoptionen: Die Berichte des Weltbiodiversitätsrates IPBES

Vortrag am 13.2. bei Senckenberg

Frankfurt, den 11.02.2019. Den Weltklimarat IPCC und seine alarmierenden Berichte kennt inzwischen fast jeder – anders sieht es noch mit dem seit 2012 existierenden Weltbiodiversitätsrat aus (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPBES). Dieses zwischenstaatliche Gremium wurde als globale Schnittstelle zwischen Biodiversitätsforschung und Politik gegründet und trägt dazu bei, dass politische Entscheidungen zu Erhalt und Nutzung der biologischen Vielfalt und der von Ökosystemen erbrachten Leistungen basierend auf dem besten zur Verfügung stehenden Wissen getroffen werden.

In seinem Vortrag stellt Markus Fischer, der Mitglied des Expertenrats von IPBES ist und hier als Co-Chair die Erstellung des Berichts zu Europa und Zentralasien leitete, vier Zustandsberichte zum Wert und Verlust der Biodiversität und zu Handlungsmöglichkeiten für alle Kontinente vor, die 2018 vom IPBES präsentiert wurden. Brisant: Die Vielfalt des Lebens auf der Erde geht in allen Regionen zurück und reduziert  die Möglichkeiten der Natur, zum Wohlergehen der Menschen beizutragen, immer mehr. Diese Trends gefährden  überall auch die Wirtschaft, Lebensunterhalt, Ernährungssicherheit und Lebensqualität. Die Berichte zeigen aber auch positive Veränderungen und vielversprechende Handlungsoptionen auf.

Vortrag: Wert, Verlust und Handlungsoptionen: Die Berichte des Weltbiodiversitätsrates IPBES

Referent: Prof. Dr. Markus Fischer (Universität Bern):

Datum: Mittwoch, 13. Februar, 19:15 Uhr

Ort: Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2 | 60325 Frankfurt

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Die Vielfalt unseres Planeten war und ist durch die ständigen Veränderungen unserer Umwelt dauernd im Wandel. Auch heute noch entstehen neue Arten, andere sterben aus. Durch die Eingriffe des Menschen in die Ökosysteme ist dieser Prozess jedoch ins Ungleichgewicht geraten. Die biologische Vielfalt   droht weltweit   deutlich   schneller   verloren   zu   gehen, als es der „normalen“ Rate entspricht. Zahlreiche Arten sind stark gefährdet oder bereits unwiederbringlich verschwunden. Was aber  Ursachen, Ausmaß und Folgen des Verlustes der biologischen Vielfalt anbelangt, bestehen noch erstaunlich gravierende Wissenslücken. Nicht einmal die Größenordnung der vorhandenen Biodiversität auf der Erde ist bekannt. Nur eines ist gewiss: Sie ist unsere Lebensgrundlage!

Die neue Senckenberg-Vortragsreihe beschäftigt sich mit dem weltweiten Rückgang der Tier- und Pflanzenarten, seinen Ursachen und möglichen Lösungsansätzen. Dabei stehen  nicht nur einzelne Artengruppen oder Lebensräume im Fokus, sondern auch gesellschaftliche Hintergründe und globale Zusammenhänge.

Alle Informationen zu den weiteren Terminen und Themen: www.senckenberg.de/BedrohteVielfalt

Kontakt

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Stab Wissenschaftskoordination Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
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jkrohmer@senckenberg.de

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Pressestelle
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Alle Menschen auf der ganzen Welt hängen direkt von den Leistungen der Ökosysteme ab.
© Julia Krohmer


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Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur vermittelt. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie weiteren Sponsoren und Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de

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