Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden

Petrographie
Basaltsäulen


Willkommen in der SEKTION Petrographie!

Die Sektion Petrographie (Gesteinskunde) setzt den Schwerpunkt ihrer Forschung in der Rekonstruktion der Hebungs- und Flussgeschichte Sachsens. Dabei sind Arbeiten zur  Sedimentpetrographie der fossilen Elbe von besonderem Interesse. Weitere Aufmerksamkeit ist der Erforschung von Fernejekta des Rieskraters, sogenannten Tektiten gewidmet. Damit soll ein Beitrag zum Gesamtverständnis des Riesimpaktes und seine Folgen für die damalige mitteleuropäische Landschaft geleistet werden. Ein noch junges Arbeitsgebiet in der Sektion ist Gesteinsidentifikation und Herkunftsbestimmung archäologischen Materials. Die Forschungsthemen der Sektion sind dem Tätigkeitsschwerpunkt Deep time: Evolving Earth and Palaeoenvironments innerhalb des  Forschungsbereichs Biodiversität und Erdsystem-Dynamik zugeordnet.

Forschung: Expedition am Titicacasee in Bolivien

Die Labore der Sektion erfüllen wichtige Dienstleistungsfunktionen für Forschungsarbeiten und Gutachten, sowohl inner- als auch außerhalb des Institutes. Für die Mineralseparation und Siebanalysen steht ein Aufbereitunglabor zur Verfügung. Im Schleif- und Präparationslabor werden verschiedenste Trenn-, Schleif- und Poliermaschinen für die Anschliff- und Dünnschliffpräparation eingesetzt. Im Spaltspurenlabor werden Spaltspurendaten aus dem sächsischen Grundgebirge und aus dem Rieskrater modelliert. Das Röntgenfluoreszenzlabor ermöglicht Analysen zur geochemischen Zusammensetzung von geologischem und archäologischem Probenmaterial.

 

Labor: Arbeitsplatz zur Spaltspurenanalytik

Ein weiteres Arbeitsgebiet ist die Betreuung der umfangreichen petrographischen Sammlungen. Die über 70.000 Gesteine umfassenden Sammlungen gliedern sich in mehrere Spezialsammlungen. Die Sammlung sächsischer Gesteine enthält in großer Vollständigkeit Gesteine aus ganz Sachsen. Viele dieser Gesteine sind heute einzigartige Belegstücke. Bedeutend sind ebenfalls die Sammlung der außersächsischen Gesteine, die Geröll- und Geschiebesammlung und die Sammlung der Bau- und Dekorationsgesteinen, ferner die Sammlung mikroskopischer Dünnschliffe und die Lehr- und Übungssammlung.


 

Sammlung: Depot der Geröll- und Geschiebesammlung

Ihre Geschichte reicht bis auf die vom Kurfürst August 1560 angelegte kurfürstliche Kunstkammer zurück, in welcher bereits um 1587 die Sammlung sächsischer Gesteine des italienischen Hofbildhauers und -baumeisters Giovanni Maria Nosseni ein wichtiger Bestandteil war. Aufschwung erfuhr die petrographische Sammlung durch das Wirken von Ernst Kalkowsky, der ein Vielzahl von Gesteinen und Dünnschliffen erwarb oder anfertigen ließ. Dem langjährigen Kustos der Sammlung, Dieter Beeger, gelang es, eine umfangreiche Bau- und Dekorationsgesteinssamlung aufzubauen.


 

Geschichte: Gesteine im Inventarium von 1587

Die Mitarbeiter der Sektion Petrographie sind in die Lehre an sächsischen Universitäten, besonders an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und an der Technischen Universität Dresden, eingebunden und übernehmen Betreuungsaufgaben bei den verschiedensten Formen der akademischen Qualifizierung (Diplom-, Bakkelaureats-, Masterarbeiten und Promotionen). An der Sektion besteht die Möglichkeit eines Volontariats für wissenschaftlichen Nachwuchs. Weiterhin können Praktika im Rahmen der beruflichen oder universitären Ausbildung abgeleistet werden.

Lehre: Studentische Exkursion auf der Insel Bornholm

 

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